Wasserprojekte in Afrika | Coca-Cola DE

Wasserprojekte in Afrika | Coca-Cola DE

SIE HATTE KAUM ETWAS bei sich, als sie im Dezember 2017 ankam. Außer ihren vier Kindern nur einen Kanister, ein paar Bettlaken, einige Pfannen und Töpfe. Ayaa Kevin hatte alles zurückgelassen, wie mehr als zwei Millionen Menschen war sie vor dem Bürgerkrieg im Südsudan geflüchtet.

 

Trotz Hunger, Durst und tagelangen Märschen in drückender Hitze erreichten Ayaa und ihre Kinder ihr Ziel: die Grenze zu Uganda. Das ostafrikanische Land nahm mehr als eine Million Menschen auf – und war kaum darauf vorbereitet.

 

Wasserprojekte in Afrika - Ayaa Kevin AYAA KEVIN

 

Allein im Flüchtlingslager Palabek, nahe der Grenze, fanden mehr als 30.000 Zuflucht, die meisten davon Frauen und Kinder. Wasser gab es nur einmal pro Woche, ein Tanklaster brachte es vom nächsten Fluss. Sauber war es nicht. Dennoch musste es für alles und alle reichen. Die Menschen in Palabek teilten es ein bis zur nächsten Lieferung. Dann entdeckte Ayaa die ersten Hautinfektionen bei ihren Kindern.

 

Wasserprojekte in Afrika KINDER in Palabek genießen mittlerweile sauberes Wasser

 

Der Mangel an sicherem Trinkwasser in Afrika ist kein Geheimnis. Jedes Jahr fordern Erkrankungen durch verunreinigtes Wasser Millionen Leben. Keine einzelne Regierung oder Organisation kann diesen Mangel allein bewältigen. Aber alle können zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

 

 

Dazu zählen nicht nur Bohrlöcher und Wasseraufbereitung, sondern auch sanitäre Anlagen, besonders für Schulen. Hier setzt die Replenish Africa Initiative (RAIN) an, ein Projekt der Coca-Cola Foundation (TCCF). Zusammen mit rund 140 Partnern in 41 afrikanischen Ländern und mehr als 4.000 Städten und Gemeinden engagiert sich RAIN für sauberes Wasser.

 

 

In Palabek hat RAIN zusammen mit der Initiative Drop in the bucket 33 Bohrlöcher und Handpumpen angelegt. Olanya Amos, der örtliche Arzt der Pakabek-Siedlung spricht von einer „transformativen Wirkung“: Durchfall und Hautinfektionen seien verschwunden und die Menschen hätten endlich Zeit zu leben, statt permanent nach Wasserquellen zu suchen. Und auch die umliegenden Dörfer und Gemeinden können mitversorgt werden.

 

Wasserprojekte in Afrika JEDER für Wasser und sanitäre Einrichtungen ausgegebene Dollar bringt der Gesellschaft…

 

RAIN hilft nicht nur in Uganda. Mit regionalen Partnern setzt sich die Organisation auf dem ganzen Kontinent ein. Denn: Jeder Mensch hat ein Recht auf Wasser. In Nairobi arbeitet RAIN mit The Nature Conservancy zusammen, in Tansania mit USAID und auch in Ghana, Kenia oder Südafrika und vielen anderen Ländern wurden Maßnahmen realisiert. Pumpen, Brunnen und Filteranlagen werden gebaut, Flussmündungen saniert, Infrastrukturen wieder hergestellt, Wasser-Komitees gegründet und Frauen aktiv in die Projekte integriert.

 

Wasserprojekte in Afrika …einen Gewinn von vier Dollar an erhöhter Produktivität und reduzierten Gesundheitskosten. Und Lebensfreude.

 

Schon heute ist viel geschafft. RAIN engagiert sich für eine nachhaltige Lösung. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bringt jeder für Wasser und sanitäre Einrichtungen ausgegebene Dollar einen Gewinn von vier Dollar an Zeitersparnis, erhöhter Produktivität und reduzierten Gesundheitskosten. Ein Investment, das sich gesellschaftlich, ökologisch und ökonomisch auszahlt. (Hier eine interaktive Karte und hier Details zu den bislang 120 Projekten von RAIN).

 

Wasserprojekte in Afrika - Trinkwasserreservoir KENIA: Trinkwasserreservoir am Oberlauf des Flusses Tana

 

Durch die gemeinsamen Anstrengungen von mehr als 300 internationalen und lokalen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Partnern hat RAIN auch die Wasserqualität und -effizienz verbessert und kritische lokale Wassereinzugsgebiete durch Schutz- und Wiederherstellungsarbeiten geschützt. Nachdem das ursprüngliche Ziel mit einer Investition von 30 Millionen Dollar sein Ziel bereits im Jahr 2015 erreicht hatte, erweiterte RAIN sein Ziel mit einer erneuen Investition von 35 Millionen US-Dollar. Beispielsweise in Kenia mit Unterstützung der Kenya Upper Tana River Basin Water Fund eingerichtet, um die Wasserversorgungssicherheit für neun Millionen Menschen zu gewährleisten, die in diesem Einzugsgebiet leben. 

 

Insgesamt hat RAIN seit der Gründung im Jahr 2010 sechs Millionen Menschen Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und menschenwürdiger Hygiene ermöglicht. Menschen wie Ayaa Kevin und ihre Familie.

 

RAIN in Südafrika: