Coca-Cola on Tracks | Coca-Cola DE

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DER LKW ROLLT am frühen Abend auf den Hof des Werks in Deizisau. Er soll eine Ladung Coca-Cola in Glasflaschen auf den Weg nach Hamburg bringen, 12.000 Stück zu 1 Liter. Doch der Truck der roten Flotte wird nicht rund 700 Kilometer über die Autobahn Richtung Norden rollen, sondern nur 15 Kilometer bis zum Güterbahnhof.

 

Coca-Cola – Transport auf der Schiene SCHNELL UND SAUBER: Coca-Cola verlagert immer mehr Transporte in Deutschland auf die Bahn

 

Der Zug geht ab Stuttgart, es gilt, keine Zeit zu verlieren. Daher beginnen die Gabelstapler schnell mit der exakt ausgetüftelten Befüllung des Ladungsträgers. „Diese speziellen Wechselbehälter haben besonders reißfeste Schiebeplanen, die seitlich geöffnet werden können“, sagt Tufan Yurdagül, Standortlogistikleiter bei Coca-Cola Europacific Partners Deutschland in Deizisau. „Sie werden sehr eng beladen – so wird der Platz optimal genutzt und die Ladung kann sich bei der Fahrt nicht bewegen.“ 32 Paletten passen in einen der 13,6 Meter langen Behälter, gut 26 Tonnen.

 

Coca-Cola – Transport auf der Schiene

 

Bereits im Mai 2020 hat das Abfüllwerk im Südosten Stuttgarts damit begonnen, Coca-Cola in der 1 Liter Glas-Mehrwegflasche auf der Schiene nach Hamburg und Bremen zu transportieren, durchschnittlich fünf Mal pro Woche. „Allein 2020 haben wir so mit 180 Bahntransporten über 230.000 Lkw-Kilometer und 139 Tonnen CO2 eingespart“, sagt Yurdagül. „Der Transport auf der Schiene funktioniert so gut, dass wir ihn 2021 ab Deizisau auf fünf Strecken ausbauen werden.“

 

Coca-Cola auf der Schiene: ein bundesweiter Fahrplan für Getränke

 

Nahe am Neckar, am Terminal Stuttgart Hafen fährt der Lkw neben das Gleis. Ein Kran hebt den Container auf den Zug, der den Bahnhof pünktlich um 20 Uhr in Richtung Hamburg verlässt. 30 Waggons machen sich auf den Weg, ein bis zwei von ihnen sind in der Regel mit Coca-Cola befüllt. Sie fahren über Kornwestheim nach Würzburg, dann weiter über Hannover nach Hamburg-Billwerder. „Wir fahren nachts, weil das schneller geht – tagsüber hat natürlich der Personenverkehr Vorrang“, sagt Dennis Bressel, Leiter Regionalvertrieb Central bei DB Cargo, dem Logistikpartner für den Bahntransport, der den gesamten Transport von Standort zu Standort organisiert.

 

Coca-Cola – Transport auf der Schiene FAMILIENTICKET: Auch das Leergut reist mit der Bahn

 

Nicht nur zwischen Stuttgart und Hamburg sind Getränke auf der Schiene unterwegs. Coca-Cola verlagert die Langstrecken zwischen den Standorten zunehmend auf die Schiene. Bis Mitte 2021 soll mit DB Cargo ein bundesweites Netzwerk entstehen, in das 13 Standorte eingebunden sind. So können jedes Jahr etwa drei Millionen Lkw-Kilometer und 1.900 Tonnen CO2 eingespart werden.

 

 

Denn obwohl Coca-Cola seine Getränke weitgehend regional produziert und die Lieferwege kurz sind, müssen manchmal längere Strecken zurückgelegt werden. „Etwa bei neuen Produkten wie der 1 Liter Mehrweg-Glasflasche Coca-Cola, die sich als Premiumflasche für besondere Anlässe bislang an eine eher kleine Zielgruppe wendet“, sagt Thomas Sprecher, Betriebsleiter von Coca-Cola in Deizisau. Wichtig sei für den Transport natürlich immer eine hohe Flexibilität, um auf kurzfristige Aufträge und eine schwankende Nachfrage schnell reagieren zu können. „Es zeigt sich, dass das gut funktioniert auf der Schiene.“

 

Coca-Cola – Transport auf der Schiene ZURÜCK auf die Straße, für die letzten Meter bis zum Kunden

 

Früh am nächsten Morgen trifft der Zug in Hamburg-Billwerder ein. Die Verladung der Container zurück auf den Lkw beginnt sofort. Kurze Zeit später trifft die Ladung am Standort in Mölln ein, von wo sie zu den Kundinnen und Kunden gebracht wird. „Das Leergut kommt dann direkt wieder in den Wechselbehälter für den Zug zurück nach Stuttgart“, sagt Dennis Bressel.

 

Den Transport auf der Schiene hat Coca-Cola schon seit 2016 erprobt – für die Mineralwassermarke ViO in Lüneburg. Seitdem wurden die Schienengüterverkehre kontinuierlich ausgebaut. So konnten 2020 bereits etwa 1,7 Millionen Lkw-Kilometer und 1.000 Tonnen CO2 mit Schienentransporten eingespart werden. „Wir haben an vielen Standorten bei Coca-Cola über die Jahre Erfahrungen gesammelt, die wir auch für Deizisau nutzen“, sagt Dennis Bressel. Für einen sicheren, klimaschonenden Pendelverkehr nach Hamburg – und nun auch darüber hinaus.