„Hallo, ich habe den Verdacht, dass ich Fruchtzucker nicht gut vertrage und möchte jetzt eine Zeit lang darauf verzichten. Es ist aber gar nicht so leicht, sich zu orientieren. Welcher Zucker ist in den Getränken von Coca-Cola enthalten?“

ES IST GAR NICHT so einfach, sich bei all den unterschiedlichen Sorten und Benennungen von Zucker und Süßungsmitteln zu orientieren. Da hast du Recht. Für eine Antwort auf die Frage, welcher Zucker bzw. welches Süßungsmittel verwendet wird, muss man auf die Zutaten schauen, nicht auf die Nährwerttabelle. Dort geben wir die Inhaltsstoffe an, also Zucker, Fruktose, Traubenzucker, oder Süßungsmittel.

„Der Zucker in unseren Getränken wird aus Zuckerrüben gewonnen. Manchmal wird auch Rohrzucker verwendet.“

Wenn auf unseren Getränken „Zucker“ ausgezeichnet ist, meinen wir damit den klassischen, weißen Zucker. Er besteht zu nahe 100 Prozent aus Saccharose.

Saccharose klingt natürlich technisch und chemisch. Tatsächlich ist Haushaltszucker ein reines Naturprodukt und ein sehr guter Geschmacksträger. Der Zucker in unseren Getränken wird aus der heimischen Zuckerrübe gewonnen. Manchmal wird auch Rohrzucker verwendet.

„Einen Apfelsaft ohne Fruchtzucker gibt es nicht – einen Apfel auch nicht.“

Der Zucker in Coca-Cola kommt also aus der Zuckerrübe und die Süße in Lift Apfelschorle kommt aus dem Apfel. Dieser Fruchtzucker, die Fruktose und Glukose wird der Saftschorle nicht zugesetzt, er ist natürlicher Bestandteil des Fruchtsafts. Einen Apfelsaft ohne Fruchtzucker gibt es nicht – einen Apfel auch nicht. Fruktose wird übrigens auch einigen Getränken hinzugefügt, um sie zu süßen, zum Beispiel Apollinaris Presta light oder Powerade. Das ist dann natürlich auf dem Etikett ausgewiesen.

Nun ist auch der Fruchtzucker in der letzten Zeit ein bisschen ins Gerede gekommen, weil der Fruchtzuckergehalt von Obstsäften und Schorle sich in der Kalorienbilanz des Tages durchaus bemerkbar machen kann. Das ist mit dem Fruchtzucker nicht viel anders als mit dem Haushaltszucker: Bei beiden Zuckersorten sollte auf ein gewisses Maß geachtet werden, sonst wird es, wie bei allem, was wir im Übermaß zu uns nehmen, irgendwann ungesund. Das gilt gleichermaßen für Menschen mit und ohne Unverträglichkeiten.

Wenn Zucker und Fruchtzucker in Maßen in Ordnung, in Übermaßen aber ungesund sind, warum verzichten wir nicht ganz darauf? Die Antwort ist einfach. Weil wir es nicht wollen. Menschen lieben den süßen Geschmack, das ist etwas Urmenschliches und fängt schon mit der ersten Nahrung unseres Lebens an: Muttermilch ist süß. Auch die ersten Gemüsebreie, die kleine Kinder zu sich nehmen, aus Kürbis, Süßkartoffel, Möhre oder Pastinake, schmecken süß. Diese Vorliebe bleibt uns. Das ist nicht grundsätzlich ein Problem. Wir müssen nur wissen, dass wir es mit dem Zucker nicht übertreiben sollten.

Die Mischung macht’s. Niemand sollte seinen Durst ausschließlich mit süßen Getränken stillen. Deshalb bieten wir neben den süßen kalorienhaltigen und den süßen kalorienfreien Erfrischungsgetränken auch Getränke an, die überhaupt nicht süß schmecken – verschiedene Mineralwässer zum Beispiel. Und das ist unsere Trinkempfehlung an alle, die sich bewusst ernähren und trotzdem nicht auf den Geschmack und den Spaß verzichten wollen: Wechselt einfach ab. Wir haben Produkte mit Zucker, mit wenig Zucker und ohne Zucker im Sortiment.

Und wenn ihr wissen wollt, wieviel und welcher Zucker drin ist, schaut auf die Tabelle. Da steht alles drin.

Alles klar? Wenn nicht, einfach fragen. Einmal im Monat beantworten wir an dieser Stelle Anfragen unserer Leser.

Claudia Wurm – Consumer Interaction Center
CLAUDIA WURM leitet das Consumer Interaction Center von Coca-Cola. Sie hat auf fast jede Frage eine Antwort.