Du öffnest die Kühlschranktür, die Glasflaschen klackern, der Kronkorken zischt. Dieser Sound gehört auf alle Sommer-Playlists. So klingt eiskalte Coca-Cola aus der 0,2-Liter-Glasflasche. Wir begleiten die kleine Flasche auf ihrer Reise von der Abfüllung bis zu dir

DIE REISE beginnt in Hildesheim. Hier liegt einer der 16 Produktionsstandorte von Coca-Cola Deutschland. Die etwa 500 Mitarbeiter des Werkes sorgen dafür, dass rund um die Uhr volle Flaschen die fünf Produktionslinien verlassen. Das Ziel in diesem Jahr: Jeden Tag sollen eine Million Liter abgefüllt werden.

Coca-Cola Glasflaschen
SO KLINGT DER SOMMER: Coca-Cola Glasflaschen

Die riesige Halle ist von Rauschen, Klackern und Klingeln erfüllt. Dieses Orchester dirigiert Alexander Haferkamp. Der 34-jährige Produktionsleiter muss alles im Blick haben: Werden genug leere Flaschen geliefert? Wie lang reicht der Sirup noch? Für welche Flaschengröße sollen die Anlagen gerade vorbereitet werden? Alle Maschinen werden beobachtet, Fehlfunktionen und Auffälligkeiten genau protokolliert. Mechaniker stehen ständig bereit, um eventuelle Ausfallzeiten zu minimieren. Für den studierten Braumeister und sein Team verläuft kein Tag wie der andere.

Alexander Haferkamp, Coca-Cola Hildesheim
DIRIGENT des Maschinen-Orchesters: Alexander Haferkamp, 34 

Für die kleinen Flaschen dagegen ist der Ablauf immer der gleiche. Nach der Anlieferung werden Flaschen und Kästen getrennt, gereinigt und sortiert. Zwei Mitarbeiter sammeln beschädigte Flaschen vom Förderband. Im nächsten Schritt müssen etwaige Fremdkörper aus der Flasche entfernt werden. 

"Der „Inspektor“ bemerkt jede noch so kleine Beschädigung."

Dann geht es weiter zur Flaschen-Waschanlage. „Bei 80 Grad Celsius tauchen die Flaschen nacheinander in zwei verschiedene Laugen und werden dann mit klarem Wasser ausgespült. Danach ist die Flasche absolut sauber“, sagt Haferkamp. Anschließend ist der „Inspektor“ an der Reihe: Flasche für Flasche scannt das Gerät, dem keine noch so kleine Beschädigung entgeht.

Coca-Cola Abfüllung
ABGEFÜLLT werden mehr als 40.000 Flaschen pro Stunde

Erst dann kommt der entscheidende Moment: Im Füller gelangt die Coke in ihre Flasche. Zuvor wurde sie in einer Nebenhalle in unscheinbaren Tanks gemixt. Aus Trinkwasser, Sirup – die Rezeptur ist streng geheim – und natürlich Kohlensäure. 

Etikettierte Flaschen
ETWA EINE STUNDE ist eine Flasche auf den Förderbändern unterwegs… 

Zwischen 40 000 und 46 000 Flaschen schafft der Füller der Mehrweganlage pro Stunde. „Er ist das Herzstück der Produktionslinie und gibt den Takt vor: Die Leistung der anderen Produktionsgeräte ist auf die jeweilige Füllleistung abgestimmt“, sagt Produktionsleiter Haferkamp. Je nach Geschwindigkeit erhalten dann etwa elf Flaschen pro Sekunde ihre Etiketten und Kronkorken, bevor sie durch eine letzte Qualitätskontrolle gehen und in den sauberen gelben Kisten landen.

Coca-Cola Kisten mit Glasflaschen
…dann geht es wieder hinaus in die Welt

In Gruppen von 40 Kisten verlassen die Flaschen nun die Produktionshalle. Etwa eine Stunde lang ist eine Flasche auf den Hildesheimer Förderbändern unterwegs gewesen. Von der Palettierungsanlage geht es ins Lager und von dort direkt an Kunden sowie in die Distributionszentren der Region.

Gabelstapler, Coca-Cola Hildesheim
DER STAPLER hat schon mal 3,5 Tonnen auf der Gabel

„124 Tage ohne Arbeitsunfall. Längste Zeit ohne Arbeitsunfall: 370 Tage.“ Die Tafel am Eingang des Auslieferungslagers in Achim bei Bremen zeigt: Bei Coca-Cola Deutschland nimmt man Sicherheit ernst. LKW von Mercedes-Benz machen den größten Teil der 17 Fahrzeuge starken Flotte aus. „Der Kunde erwartet die richtige Ware, in der richtigen Menge, zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Qualität. Deswegen ist eine gut funktionierende Auslieferungslogistik extrem wichtig“, sagt Francis Driessen, Netzwerk-Logistikleiterin für die Standorte Achim und Lüneburg.

Auslieferungsfahrer Christian Buszmann und Christian Walter
EINGESPIELT: Auslieferungsfahrer Christian Buszmann und Christian Walter

Ab 11 Uhr werden die Aufträge für den folgenden Tag zusammengestellt, komplett papierlos dank der elektronischen Lagerplatzverwaltung. Mit zehn Kommissionierern sind die Lagermitarbeiter unterwegs, damit die Kunden aus den rund 300 Produkten exakt die gewünschten geliefert bekommen.

"Bis zu 18 Tonnen bewegt ein Arbeiter in jeder Schicht, das entspricht etwa zwei Lkw-Ladungen."


Bis zu 18 Tonnen bewegt ein Arbeiter in jeder Schicht, das entspricht etwa zwei Lkw-Ladungen. Abgefertigte Fahrzeuge werden vor dem Gebäude geparkt. Von dort starten die 17 Auslieferungsfahrer am nächsten Morgen ab 4 Uhr früh in die Region.

Rote Flotte
DIE ROTE FLOTTE beliefert nicht nur Großkunden…

Christian Walter öffnet die Schiebeplane seines leuchtend roten Antos 2540. Dann gibt er dem Staplerfahrer Siegfried Schmülling ein Zeichen. Der steuert einen sogenannten Dreifachstapler. Bis zu drei Paletten kann dieser gleichzeitig bewegen. Da kommen schnell dreieinhalb Tonnen Gewicht zusammen. Welche Palette an welcher Position im Lkw steht, hängt von den Bedingungen vor Ort beim Kunden ab: Gibt es eine Rampe? Wie groß ist die Lieferung? Hat der Abnehmer einen eigenen Gabelstapler oder wird mit dem kleinen Hubwagen abgeladen, der immer mit an Bord ist?

Am Coca-Cola Kühlschrank
… sondern auch kleine Kioske 

Zum Kundenstamm gehören Großabnehmer wie Handelsketten und Gastronomiebetriebe wie beispielsweise die Hafenkantine in Bremerhaven. Aber auch der kleine Kiosk, der regelmäßig die Mindestmenge Literflaschen bestellt, wird beliefert. In so einem Fall kassieren die Fahrer manchmal noch Kleinbeträge in bar. Für Fahrer Christian Walter ist es genau diese Bandbreite, die ihm Spaß macht. Seit vier Jahren arbeitet der 28-Jährige bei Coca-Cola, seit knapp zwei Jahren ist er als Fahrer in der „roten Flotte“ unterwegs. Hauptsächlich in der Bremer Innenstadt – das sind pro Tour 70 Kilometer mit vielen Stopps.

Fahrer Christian Walter
CHEERS! Christian Walter trinkt seine Coke am liebsten mit Freunden

Ein ideales Terrain für seinen Antos mit Spurhalte-Assistent und Active Brake Assist 3 an Bord. Auf welche Ausstattungen er außer den Assistenzsystemen nicht verzichten möchte? „Sitzheizung und Klimaanlage“, sagt Walter. Auf die kann er zählen, wenn es im Saisongeschäft besonders viel zu tun gibt. Und dann ist es entweder heiß oder kalt: Ostern und Weihnachten sind die umsatzstärksten Zeiten. Und natürlich der Sommer. Klar, dann werden auch in Norddeutschland die Grills angefeuert und die Getränke kaltgestellt.

Zwölf gelbe Kisten mit 0,2-Liter-Flaschen Coca-Cola und Coke Zero Sugar gehen heute an Grillfeuer BBQ. Die Grill-Enthusiasten verkaufen nicht nur hochwertige Grills, sondern bieten auch Koch-, BBQ- und Grillkurse an. Und dazu passt dann einfach der Klassiker am besten: eiskalte Coca-Cola aus der Glasflasche.