Süßstoffe sind süß. Sie sind so gut wie kalorienfrei. Sie sind umfangreich getestet und für absolut sicher befunden. Und doch stehen sie immer wieder in der Kritik. Einige Vorurteile halten sich hartnäckig – obwohl Süßstoffe zu den am besten untersuchten Lebensmittel-Zusatzstoffen unserer Zeit gehören. 11 Fakten zum Thema

1. Süßstoffe machen weder hungrig noch satt

Süßstoffe machen nicht hungrig. Sie machen aber auch nicht satt. Wer satt werden will, muss Energie zuführen in Form von Kohlenhydraten, Fett oder Eiweiß. Süßstoffe liefern keine Energie, sie sorgen einfach dafür, dass ein Getränk oder eine Speise süß schmeckt. Die Lust auf Süßes können Süßstoffe stillen, den Hunger nicht.

Zuckerfreier Kaugummi

2. Süßstoffe machen nicht dick

Gewicht zulegen kann man nur, wenn die Kalorienaufnahme langfristig größer ist, als der Kalorienverbrauch. Süßstoffe liefern keine Kalorien und können auch nicht zur Gewichtszunahme beitragen.

3. Süßstoffe machen nicht schlank

Von ganz alleine machen Süßstoffe leider nicht schlank. Sie können aber bei der Gewichtsreduktion hilfreich sein, wenn sie im Rahmen eines ausgewogenen Ernährungs- und Bewegungsverhaltens eingesetzt werden.

4. Süßstoffe sind nicht schädlich

Süßstoffe sind auch für Kinder gesundheitlich kein Problem, wenn sie in Maßen verzehrt werden. Als Faustregel gilt: Kindern nur soviel süßstoffgesüßte Produkte geben, wie auch für zuckergesüßte Produkte empfohlen wird. Ein Vorteil der Süßstoffe: Sie sind zahnfreundlich. Das fällt vor allem bei Kaugummi, Bonbons und Lutschern ins Gewicht, bei denen es einen langen Kontakt zu den Zähnen gibt.

Süßstoff - Pulver
NULL ZUCKER, aber viele Fragen: Machen Süßstoffe hungrig? Oder dick? Welche Menge ist unbedenklich?

5. Süßstoffe werden synthetisch hergestellt, sie sind deshalb aber nicht ungesund

Die meisten Süßstoffe werden synthetisch hergestellt, das heißt aber nicht, dass sie ungesund sind. Süßstoffe unterliegen strengsten Anforderungen, bevor sie für den Verzehr freigegeben werden. „Herstellung in der Fabrik“ bedeutet für Süßstoffe, dass einzelne Bestandteile anders verbunden werden und damit einen süßen Geschmack bekommen. Chemische Reaktionen gibt es auch beim Kochen, Backen oder Braten, auch hier tragen die dabei ablaufenden Stoffumwandlungen zum Aroma der Speisen bei.

6. Süßstoffe für Ferkel?

Süßstoffe werden nicht in der Schweinemast eingesetzt. Wenn überhaupt, dann darf Saccharin verwendet werden, um das Futter für die Ferkel nach dem „Abstillen“ bis zum vierten Monat schmackhaft zu machen, also vor Beginn der Mast. Süßstoffe können den Appetit weder beim Menschen, noch beim Schwein fördern. Eine Legende sagt: Wenn wir etwas Süßes schmecken, bereite sich der Körper auf eine Dosis Zucker vor und schütte vorsorglich Insulin aus. Dadurch falle der Blutzuckerspiegel und wir bekämen Hunger. Auslöser für Insulinproduktion der menschlichen Bauchspeicheldrüse ist jedoch immer ein hoher Blutzuckerspiegel und nicht ein Signal aus dem Gehirn.

7. Aspartam besteht aus natürlichen Bestandteilen

Aspartam kommt in der Natur nicht vor. Einzelne Bestandteile, wie Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol kommen aber durchaus in der Natur vor. Diese Bestandteile werden so miteinander verbunden, dass eine süß schmeckende Substanz entsteht. Bei der Verdauung wird Aspartam in diese Bestandteile zerlegt und verdaut, als wäre es ein natürliches Lebensmittel.

Aspartam – Molekülstruktur

8. Aspartam enthält Methanol

Bei der Verstoffwechselung von Aspartam entstehen neben den Aminosäuren Phenylalanin (ca.50%) und Asparaginsäure (ca.40%) auch 10% Methanol. Das ist ein Alkohol, der auch in Tomatensaft und Obst vorkommt. Methanol gilt nur dann als gefährlich für die Gesundheit, wenn eine sehr hohe Konzentration überschritten wird. Geht man von einem Erwachsenen mit 70 Kilo Körpergewicht aus, wäre eine kurzfristige Aufnahme von 7.000 Milligramm Methanol notwendig, um einen toxischen Effekt zu erzielen. Um diese Menge mit einem Lightgetränk zu erreichen, müssten ungefähr 2.900 Gläser getrunken werden – und das in kurzer Zeit! Auch mit Saft ist eine Gesundheitsgefährdung praktisch ausgeschlossen.

9. Zu viele Light-Produkte zu konsumieren, ist kaum zu schaffen

Es gibt einen Richtwert, der die höchste empfohlene Verzehrmenge für bestimmte Zusatzstoffe beschreibt: den so genannten ADI-Wert („Acceptable Daily Intake“) oder auf Deutsch: die erlaubte Tagesdosis (ETD). Unter diesem Wert versteht man die Menge einer Substanz, die täglich über die gesamte Lebenszeit ohne Gesundheitsrisiko konsumiert werden könnte. Dieser Wert beinhaltet einen hundertfachen Sicherheitszuschlag. Wenn man mal kurzfristig mehr konsumiert, ist das noch immer kein Problem, da der ADI-Wert immer eine Empfehlung für das langfristige Konsumverhalten darstellt. Bei normalen Konsumgewohnheiten ist es praktisch unmöglich, den ADI-Wert zu überschreiten. 

10. Süßstoffe sind keine Auslöser von Krankheiten

Alle seriösen und nach wissenschaftlichen Standards durchgeführten Studien zeigen, dass bei normalem Konsum keine Krankheiten durch Süßstoffe verursacht werden. Neben den bereits vor der Zulassung durchgeführten Sicherheitsstudien liegen weitere Arbeiten vor, die zeigen, dass von Süßstoff keine Gefahr ausgeht. Krankheiten entstehen in der Regel durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener auslösender Faktoren. Einerseits kann die Veranlagung für Krankheiten in den Genen festgelegt sein. Andererseits können äußere Faktoren die Entwicklung verursachen. So gelten beispielsweise Rauchen, exzessive Sonneneinstrahlung oder Übergewicht als Ursache für viele Krankheiten. Süßstoffe können dabei helfen, Übergewicht vorzubeugen.

11 Fakten über Süßstoffe

11. Coca-Cola und Süßstoffe – in welchen Produkten sind sie enthalten?

Eines unserer wichtigsten Ziele ist, vermehrt Getränke mit wenig oder gar keinen Kalorien anzubieten. Auf der anderen Seite wünschen viele Verbraucher süß schmeckende Erfrischungen.

Die Herausforderung besteht also darin, süße Getränke anzubieten ohne zu viel Zucker zu verwenden. Süßstoffe sind dabei eine hervorragende Alternative, gleichzeitig arbeiten wir weiterhin an der Entwicklung von alternativen, natürlichen Süßungsmitteln.

Derzeit nutzen wir Süßstoffe unter anderem für folgende Produkte:

Coca-Cola light, Coca-Cola light koffeinfrei, Coca-Cola light Lemon

Coca-Cola Zero Sugar, Coca-Cola Zero Sugar koffeinfrei

Fanta Zero, Fanta Pink Grapefruit, Sprite Zero, Sprite Minze ohne Zucker, mezzo mix Zero

Fuze Tea Pfirsich Hibiskus, Fuze Tea Mango Kamille

Apollinaris Presta light

Powerade

Stand: November 2018