„Hallo bei Coca-Cola, ich hab mal eine Frage: Mir ist aufgefallen, dass ihr in letzter Zeit viel zu Diversity und LGBTIQ-Themen macht, zum Beispiel auf dem Berliner CSD und mit der so genannten „Love Can“. Ist das echtes Engagement oder wollt ihr damit nicht einfach nur Geld verdienen, Stichwort Rainbow Capitalism?“

BEI DIESER FRAGE geht es nicht nur um das Unternehmen, für das ich arbeite. Es geht um dich, um jeden einzelnen – und um die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Coca-Cola wünscht sich eine tolerante, offene, integrative Gesellschaft. Doch leider kommen Diskriminierung und Ausgrenzung nach wie vor sehr häufig vor. Gegen Andersdenkende, Anderslebende, Andersaussehende. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich von Hass und Intoleranz abzugrenzen, Haltung zu zeigen und sich für andere einzusetzen. Das sollten auch Unternehmen tun, wenn es ihnen wichtig ist.

„Coca-Cola engagiert sich nicht nur dort, wo man es sieht. Sondern auch hinter den Kulissen.“

Coca-Cola ist ein Unternehmen, das für Vielfalt steht. Für Freiheit, Toleranz und Respekt. Darauf sind wir hier sehr stolz. Wir lehnen es ab, wenn Menschen ausgeschlossen oder diskriminiert werden und setzen uns für Diversität ein. Das gilt übrigens nicht nur mit Blick auf sexuelle Orientierung und Geschlecht, sondern ebenso für Hautfarbe und Nationalität, Religion, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Philipp Damm und Annette Pampel
KLARE HALTUNG: Philipp Damm und Annette Pampel vom Coca-Cola Rainbow Network

Aber lass mich ein bisschen konkreter werden: Wenn wir einfach nur ein Regenbogen-Motiv aufs Etikett der Coke Flasche drucken würden und die Themen Diversity und LGBTIQ ansonsten ignorieren, dann müsste ich dir Recht geben. Das wäre zu wenig für ein echtes und glaubwürdiges Engagement. Dann müssten wir uns vermutlich den Vorwurf gefallen lassen, wir wollten dadurch nur die Umsätze steigern. Das Stichwort dazu hast du selbst genannt: Rainbow Capitalism. Häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff „Pinkwashing“.

Coca-Cola Rainbow Network
MITGLIEDER des Coca-Cola Rainbow Network hissen die Regenbogenflagge

Doch hinter all dem steht eine klare Haltung. Und die sagt: Wir akzeptieren keine Homo- oder Transphobie. Wir setzen uns für die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensformen ein. Eine Haltung, die Coca-Cola übrigens auch dann vertritt, wenn es Gegenwind gibt, wie ein aktuelles Beispiel aus Ungarn zeigt. Und die wir nicht erst seit gestern haben, wie du an diesen 11 Fakten über Diversity sehen kannst.

Und ja, wir wollen natürlich, dass dieses Engagement sichtbar ist. Weil es ein wichtiges Zeichen nach innen und nach außen ist, für die Gesellschaft und für die Belegschaft. Denn es zeigt nicht zuletzt allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die sich vielleicht nicht zugehörig fühlen oder Angst davor haben, sich am Arbeitsplatz zu outen, dass wir bei ihnen sind und sie unterstützen.

Coca-Cola Truck bei der Love Parade 2019 in Berlin
COCA-COLA Truck beim CSD 2019 in Berlin

Gleichzeitig engagiert sich Coca-Cola nicht nur dort für Diversity und die LGBTIQ-Community, wo man es sieht. Sondern auch hinter den Kulissen. So ist das Unternehmen zum Beispiel schon 2009 dem Bündnis gegen Homophobie beigetreten. Seit 2014 gibt es das interne Rainbow Network, das lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Kolleginnen und Kollegen unterstützt. 2017 haben wir das Pride 500 Siegel erhalten, das eine offene und wertschätzende Unternehmens- und Organisationskultur verdeutlicht. Und seit 2019 sind wir offiziell auch Prout Employer.

Natürlich war unser Engagement zur Zeit des so genannten Gay Pride Month besonders sichtbar – durch den CSD auf der Spree und den Coca-Cola Pride Truck auf den Christopher Street Days in Berlin, Köln und Hamburg, aber auch durch die Kampagne mit der Love Can.

Plakatmotiv Love Can
AUGENÖFFNER: Plakatmotiv „Love Can”

Mich persönlich haben die Anzeigenmotive jedes Mal berührt, wenn ich an ihnen vorbeigelaufen bin. Denn sie unterstreichen die Kraft der Liebe, setzen ein Zeichen für Offenheit, Integration und Gemeinschaft. Und ich weiß, dass es vielen Menschen, die bei Coca-Cola oder anderswo arbeiten, genauso ging: dass sie sich persönlich angesprochen fühlten. Nicht nur, wenn sie eine von den 100.000 kostenlosen Love Cans bei den Christopher Street Days in Köln, Berlin oder Hamburg ergattert haben. Und deswegen, ganz im Sinne der CSDs: Hate can’t dance – love can.

Alles klar? Wenn nicht, einfach fragen. Einmal im Monat beantworten wir an dieser Stelle Anfragen unserer Leser.

Claudia Wurm – Consumer Interaction Center
CLAUDIA WURM leitet das Consumer Interaction Center von Coca-Cola. Sie hat auf fast jede Frage eine Antwort.


* Was bedeutet LGBTIQ?
LGBT ist eine aus dem Englischen stammende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender, also Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transsexuell. Um niemanden auszuschließen, wurde sie im Lauf der Zeit mit einem * ergänzt. Die Form der Abkürzung ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen. In letzter Zeit wird vermehrt LGBTIQ verwendet. IQ steht für Intersexual und Queer.