Die Gurke ist nicht nur ein knackiges, sondern auch ein extrem cooles Gemüse. Hier verrät sie ihre Geheimnisse.

Du glaubst, Coca-Cola macht nur Coca-Cola? Dann schau mal wieder ins Getränkeregal! Weltweit produziert das Unternehmen Coca-Cola rund 3.500 Getränke, allein in Deutschland verkaufen wir rund 80 verschiedene Produkte. Und dieses Jahr werden es noch viel mehr – auf euch warten noch viele Neuheiten und Überraschungen! Sie schmecken aufregend erfrischend. Und enthalten Zutaten, die du vielleicht nicht bei Coca-Cola vermutet hättest. Hier stellen sie sich vor.

BEI MIR DREHT sich alles um eins: euch schön zu machen, innen wie außen. Und dafür bin ich mittlerweile so populär, dass ich zum „Gemüse des Jahres 2019/2020“ gewählt wurde.

Gurke mit Blüte
HIMMELSSTÜRMERIN: Gurke mit Blüte

Doch erstmal schön der Reihe nach: Botanisch gesehen bin ich gar kein Gemüse, sondern Obst. Und bin wie auch der Kürbis und die Zucchini mit der Melone verwandt.

Nur aus meinen weiblichen Blüten wächst eine Frucht. Meine Stängel sind rau und meine lustigen, korkenzieherartigen Ranken wollen zum Himmel. Ich kann bis zu vier Meter hoch wachsen.

Meine Herkunft vermutet man in Indien. Im heutigen Irak fand man bei archäobotanischen Ausgrabungen die vermutlich ältesten Gurkensamen. Sie stammten aus einer Zeit etwa um 700 v. Chr.

„Meinen Namen als Bezeichnung für ein altes, reparaturbedürftiges Fahrzeug zu benutzen… . Ts!“

Ziemlich schnell fanden die Menschen heraus, was man mit mir so alles anstellen konnte: Bereits die alten Römer legten Gurken in Salzlake oder Essig ein, um sie so zu konservieren und an heißen Tagen zu essen. Bei uns wurde ich hauptsächlich an der Spree und in Schlesien angebaut. Das ist noch heute so. Daher stammt auch mein Name aus dem Altslawischen: „ogórek“. Heute sind auch die Anbaugebiete Halle, Erfurt und Württemberg gleichermaßen bekannt. Ihr könnt zwischen vielen meiner Sorten wählen. Ob als Salatgurke, Feldgurke, Einlegegurke oder als Schmorgurke – knackig fest sollten wir sein, wenn wir in eurem Einkaufskorb landen.

Ich bestehe aus 95% Wasser – ihr findet wohl kaum ein Gemüse, das erfrischender ist.

Durch Stresseinwirkung können sich allerdings Bitterstoffe bei mir einschleichen. Überhaupt lohnt es sich, den alten Küchentrick zu verwenden und mich von der Blüte zum Stiel zu schälen. Aber nur, wenn es nicht anders geht, denn am besten wascht ihr mich gründlich ab und verzehrt mich samt meiner wertvollen Schale. Salzen solltet ihr mich erst unmittelbar bevor ihr mich verspeist, denn sonst entzieht es mir Wasser und ich werde schlapp.

Gurkenmaske
KNACKT ES? Nicht nur bei Super-Models

Gerade im Sommer erlebe ich meine absolute Prime Time und beweise, was alles in meiner Stange prickelt. Kalte Gurkensuppe, köstliches Tsatsiki, anregende Cocktails oder vornehme Gurkensandwiches – alles nur, um euch von ganzem Herzen zu kühlen und zu erquicken.

Selbst eurer Haut schenke ich wohltuende Frische. (Hier das Beauty-Geheimnis von Kate Moss). Bei Sonnenbrand haben sich meine Masken sehr bewährt. Wer es schnell und unkompliziert mag – ihr könnt auch einfach meine Schale auf die Haut legen oder einfach ein paar Scheiben von mir.

Nach einer Partynacht bleibe ich ein Evergreen als Smoothie gegen den Kater: Einfach etwas Minze, Wasser, Zitronensaft und meine Knackigkeit zusammen mixen – und ihr werdet gleich wieder das Tanzbein schwingen.

Tsatsiki
VERGURKT? Ja, bitte! Tsatsiki.

Manche Leute stellen noch andere lustige Dinge mit mir an. Zum Beispiel putzen sie Spiegel oder Glas mit meiner Schale. Angeblich soll ich auch Kugelschreiber löschen können.

Zu gerne aber wüsste ich, wie es dazu kam, meinen Namen als umgangssprachliche Bezeichnung für eine große Nase, einen unfähigen Menschen oder ein altes, reparaturbedürftiges Fahrzeug zu benutzen. Ts!

Da mache ich schon lieber auf einem Kindergeburtstag den Clown und bringe Groß und Klein als Gurkenkrokodil zum Schmunzeln. Hier ein kleiner Clip, wie ihr das hinkriegt:

Und hier lacht euch ein kleiner nostalgischer Sketch von Mircea Krishan an, dem langjährigen Partner von Rudi Carrell:

Zum Nachdenken kann ich euch aber auch anregen: Es gibt ein schönes Zitat des römischen Kaisers und Philosophen Marc Aurel (121-180), der in seinen Selbstbetrachtungen schrieb: „Eine bittere Gurke? Wirf sie weg! Dornensträucher im Weg? Weiche ihnen aus! Das ist alles. Frage nicht noch: Wozu gibt es solche Dinge in der Welt?“

Die Spur der Gurken

Die Bee Gees haben mir in den Sechziger Jahren sogar ein filmisches Denkmal gesetzt, als sie in dem britischen TV-Film „Cucumber Castle“ mitspielten und sogar ein Album gleichen Titels veröffentlichten. Da waren sie noch keine Disco-Kings, sondern brave Folk-Rocker. Hier könnt ihr sehen, wie man mit Gurken sogar Königreiche regiert:

Wer aber meinen leckeren Verwandten heute auf die Spur kommen mag, dem empfehle ich den Gurkenradweg im Spreewald. Eine 260 Kilometer lange Schönheitskur, bei der ihr meine Kinderstube erkundet. Lasst euch die Sonne ins Gesicht scheinen, nehmt ein Waldbad oder eine kleine Abkühlung in der Spree, um anschließend an den vielen Ständen am Wegesrand in das knackige Körperchen einer Spreewaldgurke zu beißen. Danach seid ihr garantiert „cool as a cucumber“ wie die englische Redewendung sagt: einfach die Ruhe selbst.

Du findest mich in ViO BiO LiMO Limette-Gurke.