LGBT, LGBTI, LGBTTIQ oder LGBTI*? Schon bei der ersten Diskussion merkt jeder: Die Themen Identität, Gender und Sexualität sind mindestens so bunt wie der Regenbogen. Wir wollen in unseren Texten alle einbeziehen und niemanden ausschließen. 

Diversity und Sprache

Früher dachte man, Wörter hätten ein grammatisches Geschlecht. Professoren waren als natürliche Personen ebenso beiderlei Geschlechts wie Studenten. Kaum jemand wäre ich die Idee gekommen, dass „Professor“, ausschließlich die Bezeichnung für männliche Professoren sein könnte. Studenten waren selbstverständlich Studentinnen und Studenten, weil das grammatische Geschlecht des Wortes über das Geschlecht der bezeichneten Person nichts aussagte. Dann kam das Binnen-I. Erst waren es StudentInnen, dann wurden aus den Student_Innen die Studierenden. Zugegeben: Manchmal braucht es Fingerspitzengefühl, um einen Text zu schreiben, der respektvoll, angemessen und zugleich lesbar ist. Aber eigentlich ist es gar nicht so schwer.

Diversity und Sprache

Auf Coca-Cola Journey halten wir es so: Zu Beginn des Textes werden, wenn, wie meistens, Menschen beider Geschlechter gemeint sind, auch beide genannt. Etwa „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Im Folgenden dürfen sich unter „Mitarbeiter“ oder auch „Mitarbeiterin“ beide gemeint fühlen.

Gay, queer oder was jetzt?

Schwieriger wird es, wenn nicht nur der Unterschied zwischen Mann und Frau dargestellt werden soll. Wir haben die Kollegen des Rainbow Networks von Coca-Cola gefragt.

Was bedeutet:

Lesbisch
Gay (Schwul)
Bisexuell
Transsexuell
Transgender
Intersexuelle
Queer
*

Und wann benutzt man diese Wörter korrekt?

Hier ihre Antworten: Homo- und Bisexualität sind mit dem „LGB…“ in jedem Fall durch alle Abkürzungen abgedeckt.

Transsexuelle identifizieren sich nicht mit ihrem Geburtsgeschlecht. Sie lassen den Körper durch Operationen und Hormongaben verändern. Der geläufige Begriff für die Veränderung ist „Geschlechtsangleichung“.

Transgender leben und kleiden sich als Mann oder Frau, behalten aber ihr biologisches Geschlecht. Ihr soziales Geschlecht unterscheidet sich vom biologischen. Die Grenzen von Transsexualität und Transgender können fließend sein und werden individuell von jedem einzelnen für sich definiert. 

Diversity und Sprache

Aber bitte nicht verwechseln mit Transvestiten. Ein Transvestit, auch Transe oder amerikanisch: „Drag Queen“, ist ein Mensch, der sich als Person des anderen Geschlechts kleidet - meist ein Künstler, der eine Kunstfigur darstellt. Das hat in der Regel nichts mit der Geschlechtsidentität oder Sexualität zu tun. Transvestiten können schwul, lesbisch, hetero oder auch transgender sein und ihren Alltag völlig unauffällig als Mann oder Frau leben.

Diversity und Sprache

Aber „I“ und „Q“?

Nur die wenigsten wussten mit der längsten Abkürzung etwas anzufangen. Intersexuelle sind von Geburt an nicht eindeutig dem einen oder anderen Geschlecht zuzuordnen. Manchmal sind Merkmale beider Geschlechter zu erkennen, manchmal unterscheidet sich nur der Chromosomensatz.

Und was ist Queer?

Queer hat keine genaue Definition. Es kann ein Sammelbegriff für alle vorangegangenen sein. Es wird also oft verwendet, um alle Personen zu beschreiben die nicht in das heteronormative Muster passen.


Wozu dann das Sternchen?

Es gibt Menschen die möchten oder können sich nicht einer Gruppe zuordnen. Das Sternchen soll einfach nur zeigen, dass es Ergänzungen gibt, die nicht aufgeführt sind.

Diversity und Sprache

In den von uns aufgeführten Abkürzungen fehlen unter anderem: Pansexualität. Pansexuelle Menschen begehren Menschen nicht aufgrund deren Geschlecht oder Geschlechtsidentität, sondern den Menschen an sich. Asexualität. Bezeichnet die Abwesenheit sexueller Anziehung gegenüber anderen.

Unser Fazit: Es ist gar nicht so schwer sich sprachlich möglichst inklusiv auszudrücken und niemanden zu diskriminieren. Wir haben uns aus praktischen Gründen dazu entschieden, soweit möglich immer „LGBT*“ zu nutzen.

 

*Nicht alle vergangenen Texte werden aktualisiert und auch uns kann ein Fehler unterlaufen. Zu keiner Zeit beabsichtigen wir, jemanden zu diskriminieren. Findet ihr einen schwerwiegenden Fehler? Dann schickt uns gerne eine Nachricht. Wir freuen uns auf euer Feedback.