Die Coca-Cola Company in Westeuropa und Coca-Cola European Partners (CCEP) haben vor kurzem die Kampagne „This is Forward“ gestartet – einen neuen gemeinsamen Maßnahmenplan für Nachhaltigkeit. Tim Brett, Präsident von Coca-Cola in Westeuropa und Damian Gammell, CEO von CCEP, erklären ihr gemeinsames Engagement

Was bedeutet „This is Forward“ oder die deutsche Übersetzung "Handeln. Verändern."?

Tim: Bei „Handeln. Verändern.“ handelt es sich um unseren Maßnahmenplan für Nachhaltigkeit. Er dient als klare Richtschnur für unsere geplante Zusammenarbeit und dafür, wie wir die Stärken unserer Marken und unseres Geschäfts nutzen können, um die Zukunft positiv zu gestalten. Unser Plan umfasst 21 Ziele, von denen jedes im Kontext der globalen Herausforderungen identifiziert und entwickelt wurde, denen sich unsere Gesellschaft, unser Geschäft und unsere Gemeinschaften heute gegenübersehen. Sie regeln unsere Rolle bei der Unterstützung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN), die als Leitplan für die ganze Welt dienen und nicht bloß für unsere Branche. Wir stehen im ständigen Austausch mit unseren Stakeholdern und gehen ehrgeizige Verpflichtungen in Bereichen ein, die uns alle etwas angehen.

„This is Forward“ macht Nachhaltigkeit zum Dreh- und Angelpunkt unserer Geschäftsstrategie

Damian: Unser Maßnahmenplan für Nachhaltigkeit ist das Ergebnis umfangreicher Beratungen mit mehr als 100 unserer wichtigsten Stakeholder – dazu zählen Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Kunden, Zulieferer und mehr als 12.000 Verbraucher aus sechs Ländern sowie über 1.000 unserer Mitarbeiter. Wir haben sie gefragt, was sie von uns erwarten und welche Rolle wir dabei spielen sollen. „Handeln. Verändern.“ steht für unser Engagement, die Veränderungen umzusetzen, die sie sehen wollen. Unsere Maßnahmen werden dafür sorgen, dass wir überall, wo wir unsere Getränke anbieten, einen positiven Einfluss ausüben.

Klima
KLIMA: Wir werden den Ausstoß von Treibhausgasen um 50 % reduzieren und bis zum Jahr 2020 unseren Strom komplett aus erneuerbarer Energie beziehen. 

Warum gerade jetzt?

Damian: „Handeln. Verändern.“ kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Stakeholder haben uns unmissverständlich mitgeteilt, dass sie deutliche Verpflichtungszusagen von uns erwarten, die klar festlegen, wie wir mit ihnen für Nachhaltigkeit innerhalb unserer gesamten Wertschöpfungskette sorgen können. Wir beabsichtigen, komplexe Probleme anzugehen und das setzt die Zusammenarbeit mit einem breiten Spektrum von Partnern in allen Bereichen, in denen wir tätig sind, voraus.

Dank der Gründung von Coca-Cola European Partners im Jahr 2016 befinden wir uns in einer stärkeren Position als jemals zuvor für das Erreichen unserer Ziele.  Wir beschäftigen 24.000 Mitarbeiter in 14 Ländern und arbeiten eng mit unseren Kunden und unserem Netzwerk aus 20.000 Lieferanten zusammen. Jedes Jahr trinken alleine in Westeuropa ungefähr 300 Millionen Menschen unsere Getränke und wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um unsere Marken auf verantwortungsbewusste und nachhaltige Weise zu verkaufen. 

Hier geht es zu den einzelnen Punkten unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie:


Tim: Wir entwickeln uns immer mehr zu einem verbraucherorientierten Modell hin und passen unsere Getränke den sich ändernden Vorlieben und Lebensstilen an. Dabei müssen wir uns der Rolle bewusst sein, die unser Unternehmen im täglichen Leben der Menschen spielt; sowie unserer Position als Branchenführer, wenn es darum geht, zu handeln und positive Veränderungen herbeizuführen. „Handeln. Verändern.“ macht Nachhaltigkeit – im weitesten Sinne – zum Dreh- und Angelpunkt unserer Geschäftsstrategie und stellt die Weichen dafür, wie wir beabsichtigen, unser Unternehmen auf verantwortungsbewusste Weise wachsen zu lassen. Es ist uns wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem es Menschen mit Stolz erfüllt, für uns zu arbeiten und in dem wir das berechtigte Vertrauen unserer Kunden und Stakeholder sowie der Verbraucher genießen.

Zucker reduzieren
ZUCKER: Bis 2025 werden wir unseren Umsatz zu 50 % mit Getränken machen, die wenig oder gar keine Kalorien enthalten. 

Wie lauten die spezifischen Prioritäten, auf die „Handeln. Verändern.“ sich konzentriert?

Tim:  Unsere Maßnahmen konzentrieren sich auf drei Kernbereiche: Getränke, Verpackung und Gesellschaft. Dem liegen drei unterstützende Felder zugrunde, die für unsere Geschäftstätigkeit ausschlaggebend sind: Klima, Wasser und die Lieferkette.

Zunächst ist uns bewusst, dass vielen Menschen die Themenbereiche Gesundheit und Übergewicht wichtig sind. Aus diesem Grund ergreifen wir Maßnahmen, um Verbrauchern eine größere Auswahl an Getränken anzubieten, die weniger oder gar keinen Zucker enthalten. Wir erkunden neue Alternativen zu Zucker, bei denen unsere Getränke nicht an Geschmack einbüßen und dennoch weniger Zucker oder Kalorien enthalten und bringen diese auf den Markt.

Bis zum Jahr 2025 werden wir in Westeuropa 50 % unseres Umsatzes mit dem Verkauf von kalorienarmen oder kalorienfreien Getränken erzielen; dabei werden wir gleichzeitig unsere Rezepturen weiterentwickeln und unser Sortiment erweitern, um eine größere Auswahl an Getränken anzubieten.

Wasser
WASSER: Wir reduzieren den Verbrauch bei der Produktion nochmals um 20 % und führen in Gebieten mit Wasserstress 100 % des verbrauchten Wassers zurück in die Umwelt. 

Damian: Der nächste Maßnahmenbereich bezieht sich auf Verpackung und Recycling. Bei unseren Verpackungen handelt es sich um wertvolle Ressourcen und sie spielen eine wichtige Rolle bei der Einhaltung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards unserer Getränke. Um sicherzustellen, dass diese wertvollen Ressourcen nicht als Müll oder im Ozean enden, werden wir eine richtungsweisende Position einnehmen, wenn es um nachhaltige Verpackungen geht. Dies beinhaltet die Verwendung von wiederverwerteten oder erneuerbaren Materialien und neue Methoden zur Verringerung von Abfallmengen.

„Wir werden in Westeuropa die Verwendung von recyceltem Plastik (rPET) auf mindestens 50 % erweitern.“

Wir werden dafür sorgen, dass 100 % der Verpackungsmaterialien unseres Portfolios recycel- oder wiederverwertbar sind – nicht nur unsere Flaschen und Dosen. Gemeinsam mit unseren lokalen und nationalen Partnern arbeiten wir daran, bis zum Jahr 2025 dazu in der Lage zu sein, 100 % unserer Verpackungsmaterialien wieder einzusammeln.

Ebenfalls werden wir in Westeuropa die Verwendung von recyceltem Plastik (rPET) bei unseren PET-Flaschen auf mindestens 50 % erweitern. Das bedeutet, dass wir unsere derzeitige rPET-Nutzung verdoppeln werden. Bisher haben wir Flaschen, die vollständig aus rPET bestehen, nur für bestimmte Produkte genutzt. Unsere neue Strategie setzt aber darauf, bei all unseren Plastikflaschen recyceltes PET einzusetzen.

Wir werden dies tun, indem wir weiterhin die Wiederverwertungsinfrastruktur in all unseren Märkten fördern, um die zuverlässige Versorgung mit hochwertigem rPET für unsere Flaschen zu sichern. So haben wir beispielsweise in die Wiederverwertung von Plastik bei Infineo Recycling investiert, unser Joint-Venture in Frankreich mit Plastipak, das 1,5 Milliarden PET-Flaschen pro Jahr verarbeiten kann. In Lincolnshire in Großbritannien haben wir in Europas größte und fortschrittlichste Wiederaufbereitungsanlage für Flaschen investiert, die nun von Plastipak betrieben wird.

Recycling
RECYCLING: Bis 2025 werden alle unsere Verpackungen recycelbar sein und in ganz Westeuropa zu 100 % gesammelt werden.

Tim: Unser drittes Maßnahmenfeld umfasst gesellschaftlichen Wandel. Wir wissen, dass ein Unternehmen unserer Größe Einfluss auf die Gemeinden, in denen es tätig ist, sowie auf die Gesellschaft als Ganzes nehmen kann. Innerhalb unseres Unternehmens werden wir eine Kultur der Vielseitigkeit und Inklusion fördern und wir werden unser gesellschaftliches Engagement weiter ausbauen, indem wir die freiwillige gemeinnützige Arbeit von Mitarbeitern fördern und die lokalen Gemeinschaften unterstützen; darüber hinaus werden wir Initiativen zur Förderung von jungen Menschen vorantreiben.

Gesellschaft
GESELLSCHAFT: Wir fördern gesellschaftliches Engagement, Diversität und Inklusion. Mindestens 40 % unserer Management-Positionen werden mit Frauen besetzt. 

Sind Sie davon überzeugt, dass diese Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele beitragen werden?

Damian: Ja. Unser Maßnahmenplan ist zwar ehrgeizig, aber er baut auf zehn Jahren Erfahrung und gezielten Aktionen für mehr Nachhaltigkeit in Westeuropa auf. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es noch viel zu tun gibt und wir sind davon überzeugt, dass dieser neue Plan es uns ermöglichen wird, einen bedeutenden Schritt nach vorne zu gehen, um auch in Zukunft den Erwartungen unserer Stakeholder gerecht zu werden. Es handelt sich dabei um den Kern unserer Tätigkeiten in Westeuropa und es gibt keinen Raum für Selbstzufriedenheit.

Tim: "Handeln. Verändern." legt anspruchsvolle Ziele fest und regelt eindeutig, auf welche Weise wir beabsichtigen, unser Unternehmen und unsere Marken einzusetzen, um eine bessere Zukunft zu schaffen. Gemeinsam haben wir das Potenzial, einen positiven Wandel herbeizuführen, neue Standards festzulegen und als gutes Vorbild voranzugehen. Indem wir Verbrauchern eine größere Auswahl an Getränken oder Getränke mit weniger oder gar keinem Zucker anbieten, oder indem wir dafür Sorge tragen, dass unsere Verpackungen nicht als Müll im Ozean landen, steht „Handeln. Verändern.“ für unser Engagement, die Dinge besser zu machen. Für uns ist es ausgeschlossen, die Dinge so zu regeln, wie es früher der Fall war. Es gibt keinen Weg zurück.

 

Im Frühjahr 2018 werden die The Coca-Cola Company in Westeuropa und Coca-Cola European Partners über die erzielten Fortschritte berichten.

Weitere Informationen zu „This is Forward“ und den gesamten Plan finden Sie unter: https://www.ccep.com/pages/thisisforward