JUCHUH! Der Frühling ist da und wir können es nicht erwarten, ihm unsere Nasen entgegenzustrecken. Die Bäume schieben hellgrüne Knospen hervor. Die Sonne wärmt unsere winterbleiche Haut. Die Cafés stellen ihre Stühle vor die Tür. Jetzt ist die Zeit für spannende Touren und neue Entdeckungen. Diese Apps und Websites geben euch eine Extraportion Schwung für die ersten Frühlingsausflüge.

1. Pflück dir was!

Holunder pflücken

Holunderblüten für einen fruchtigen Sirup, Bärlauch für selbst gemachtes Pesto, oder Himbeeren für die erste Marmelade der Saison. Viele Kräuter, Früchte oder Nüsse gibt es nicht nur im Supermarkt – es reicht ein Spaziergang durch die eigene Stadt. Denn an allen Ecken stehen Sträucher, Bäume und Pflanzen, die sich zum Verzehr eignen. Die Website Mundraub.org zeigt uns, wo.

Welches Getränk nehme ich mit?

Apollinaris. Wir brauchen klare Sinne für das nächste Geschmackserlebnis.

2. Wer singt denn da?

Singender Vogel

Sie zwitschern und flöten und bringen uns den perfekten Sound für den Frühling: Auch die Vögel genießen die ersten warmen Tage und stimmen fröhliche Lieder an. Ist es die Amsel oder die Nachtigall? Wer genau wissen will, wer ihn da so beschwingt in den Frühling pfeift, kann verschiedene Apps und Websites nutzen. Mit der NABU-App „Vogelwelt“ zum Beispiel kann man den gefiederten Freund unter anderem anhand von Schnabel und Beinen bestimmen, der Zwitschomat kann sogar Vogelstimmen aufnehmen, um den Sänger zu identifizieren. Shazam für Piepmätze.

Welches Getränk nehme ich mit?

Honest Bio Tee Zitrone Honig. Erst mal die Stimme ölen und dann mitsingen!

3. Schnitzeljagd mit GPS

Geocashing

Dein letztes Geländespiel ist etwa zwanzig Jahre her? Du hast aber nie vergessen, wie du an Susannes Geburtstag zuerst den Schatz gefunden hast? Beste Voraussetzungen für Geocashing! Da rennen Menschen jeden Alters durch die Natur und suchen Schätze in Tupperdosen, die irgendjemand versteckt hat. Das einzige, was der Suchende kennt, sind die GPS-Daten des Verstecks. Du brauchst also GPS auf deinem Smartphone. Und dann schau mal unter Geocashing! Dort gibt es verschiedene Apps und Naturschutz-Hinweise für die Schatzsucher.

Welches Getränk nehme ich mit?

Die klassische Coke. So eine Schatzsuche kann sich ziehen.

4. Leinen los!

Laufender Hund

Der Hund will unbedingt. Aber geht das jetzt? Ein prüfender Blick in die Runde. Andere Hunde? Karnickel? Ordnungsamt? Dann öffnest du den Karabiner. Aber so ganz wohl ist dir dabei nicht. Ist das nun ein Hundeauslaufgebiet oder ein Naturschutzgebiet mit Leinenzwang? Hier hilft eine App! Dog’s Places zum Beispiel zeigt Hundeauslaufgebiete, aber auch Parks, in denen das Ordnungsamt häufiger vorbeischaut, und Wiesen, auf denen Hunde nicht ausdrücklich erlaubt, aber geduldet sind. Fein gemacht!

Welches Getränk nehme ich mit?

ViO still. Im Notfall will ich dem ausgepowerten Hund was abgeben.

5. Mein Freund, der Baum

Erkennungs-App für Pflanzen

Du stehst im Wald und erkennst vor lauter Bäumen den Spitzahorn nicht? In der Altstadt blüht’s rosa, aber du weißt nicht, ob es eine Japanische Zierkirsche oder ein Mandelbaum ist? Wer aus dem Wald nicht nur entspannter, sondern auch schlauer nach Hause kommen möchte, braucht eine Pflanzenerkennungs-App. Das Prinzip ist eigentlich immer das gleiche: Blüte oder Blatt abfotografieren, warten, bis die App die Pflanze erkannt hat, Aha-Moment. Möglich ist das zum Beispiel mit PlantSnap.

Welches Getränk nehme ich mit?

Lift Apfelschorle. Weil wir einen Apfelbaum natürlich immer erkennen würden.

6. Free Walking Tours

Walking Tour in der City

Ihr denkt, ihr kennt eure eigene Stadt? Dann habt ihr bestimmt noch nie eine Free Walking Tour gemacht. Mit diesen kostenlosen Touren könnt ihr eure oder andere Städte neu entdecken: Jeder Fremdenführer gestaltet seine Tour individuell und bringt euch sein Wissen über die Stadt nahe. Diese Erfindung aus Berlin gibt es mittlerweile für über 200 Städte in 75 Ländern. Sie ist spendenbasiert, das heißt: Am Ende der Tour entscheidet ihr, ob ihr etwas spenden möchtet oder könnt.

Welches Getränk nehme ich mit?

Aquarius Zitrone. Nach so einer Tour können ein paar Mineralien nicht schaden.

7. Bis zum Horizont

Touren zu verlassenen Orten

Wandern oder Joggen, gemütlich mit Rad cruisen oder richtig Kette geben? Geht alles mit Komoot. Die Touren auf der App und Webseite werden von Usern zusammengestellt, fotografiert und kommentiert. Und das weltweit. Egal, ob einmal rund um Ko Samui oder über die Alpen. Vieles davon steht in keinem Reiseführer. Aber auch für spontane Ausflüge vor der Haustür kommen immer originelle Ideen, zum Beispiel Touren zu verlassenen Orten

Welches Getränk nehme ich mit?

Powerade Sports Mountain Blast. Könnte schweißtreibend werden.

8. Cool durch die Stadt

Navi am Fahrrad

Ein Navi am Fahrrad, das die guten Routen für Radler kennt, das weiß, wo die Wege ausgebaut sind und die gefährliche Punkte weitgehend umfährt? Also eine App, um wirklich entspannt von A nach B zu kommen? So etwas kann wohl nur aus den Erfahrungen von Radfahrern selbst entstehen. Genauso ist es bei Bike Citizens. Die App dient nicht nur zur Navigation in mittlerweile 450 Städten, sie liefert auch Informationen über die Fahrrad-Infrastruktur, die Stadtplanern und Forschungsprojekten zur Verfügung gestellt werden.

Welches Getränk nehme ich mit?

Coke Energy. Für die Extra-Meile.

9. Waldbaden, ganz analog

Im Wald

So. Und jetzt müsst ihr ganz stark sein. Nehmt euer Smartphone, legt es in eine Schublade und geht in den Wald. Den Weg findet ihr auch ohne Karte. Fotografieren, filmen, posten oder telefonieren? Muss doch nicht sein. Seid einfach im Wald! Lauft rum, atmet den Tannenduft, tut euch etwas Gutes! Denn schon zehn bis zwanzig Minuten im Wald lassen den Stresspegel messbar sinken – vorausgesetzt natürlich, das Handy bleibt zu Hause. Macht doch einfach mal die Augen zu und versucht fünf Geräusche zu identifizieren! Vogelgezwitscher, Blätterrauschen, ein Specht, ein Hund in der Ferne. Klingelt da etwa irgendwo ein Handy? Och nö!

Welches Getränk nehme ich mit?

Glacéau smartwater. Pur und klar.