Du glaubst, Coca-Cola macht nur Coca-Cola? Dann schau mal wieder ins Getränkeregal! Weltweit produziert das Unternehmen Coca-Cola rund 3.500 Getränke, allein in Deutschland verkaufen wir rund 80 verschiedene Produkte. Und dieses Jahr werden es noch viel mehr – auf euch warten noch viele Neuheiten und Überraschungen! Sie schmecken aufregend erfrischend. Und enthalten Zutaten, die du vielleicht nicht bei Coca-Cola vermutet hättest. Hier stellen sie sich vor.

EINES VORWEG: Ich bin euer liebstes Früchtchen. Kein anderes Obst landet hierzulande so oft in euren Händen. Pure Musik, wenn ihr in mein knackiges, saftiges Fruchtfleisch beißt. Morgens gleich nach dem Aufstehen, mittags, zwischendurch als Snack oder auch mal als erfrischende Nachspeise. Ich bin unkompliziert, lecker und überall dabei.

Adam und Eva
EINE SÜNDE wert? Adam und Eva, naschhaft

Und dass, obwohl es mit unserer Freundschaft nicht ganz so unschuldig begonnen hat. Im Paradies soll Eva Adam dazu verführt haben, an den verbotenen Äpfelchen vom Baum der Erkenntnis zu naschen. Doch das war wohl ein Übersetzungsfehler: Der Apfel muss zu biblischen Zeiten eher eine Feige oder ein Granatapfel gewesen sein, mit dem ich übrigens gar nichts gemein habe.

Äpfel am Baum
EINWANDERER: Der Apfel kam über antike Handelswege nach Mitteleuropa

Botanisch gehöre ich wie zum Beispiel die Pflaume und die Birne zur Gattung der Rosengewächse. Fünf bis sieben Jahre dauert es, bis mein Bäumchen die ersten Früchte trägt. Ursprünglich stamme ich aus Asien und bin durch eine abenteuerliche Kreuzung aus asiatischem Wildapfel, dem Kaukasusapfel und dem Kirschapfel entstanden. Von Asien bin ich über Griechenland nach Mitteleuropa gelangt.

Bereits die Kelten und die Germanen nutzten meine Früchte. Damals müssen sie jedoch wahrscheinlich ziemlich hart und klein gewesen sein.

Granny Smith
KNACKPUNKT: der Apfel in der Popkultur

Heute gibt es mich in über 20.000 Sorten. Die beliebtesten hierzulande sind: Elstar, Braeburn, Jonagold, Gala und Pink Lady. Ein Drittel meiner Früchte wird verarbeitet. Meist zu köstlichem Saft. Übrigens war 2018 mein Jahr. Nach dem Supersommer wurden in Deutschland über zwei Millionen Tonnen Äpfel geerntet, davon knapp die Hälfte aus Streuobst.

Ich habe die Menschen immer wieder zu großen Ideen inspiriert. Hier eine kleine Auswahl:

Die Beatles nannten ihre 1968 gegründete Plattenfirma „Apple Records“, mit einem – was sonst? – Apfel als Erkennungszeichen. Genau genommen einen der Sorte „Granny Smith“. Es heißt, dies sei einem Gemälde von René Magritte zu verdanken. Das Bild heißt: „Der Sohn des Menschen“ und hing in der Wohnung von Paul McCartney. Es zeigt einen grünen Apfel, der vor der Nase eines Geschäftsmannes hängt.

„Die Beatles, Steve Jobs, Friedrich Schiller. Ich war immer und überall dabei.“

1976 gründen ein paar langhaarige Jungs in Kalifornien eine Computerfirma und überlegen, wie sie sie nennen sollen. „Nennen wir die Firma doch: „Apple Computer“! sagt der eine. Er hat gerade auf einer Farm mit seinen Freunden Apfelbäume beschnitten. Er liebt Äpfel, macht immer wieder Apfeldiäten, um seinen Körper zu reinigen, obwohl er eigentlich ganz dünn ist, und er glaubt auch sonst an die magische Kraft des Apfels. Der Name klingt außerdem freundlich und nicht einschüchternd. Und sollte im Telefonbuch vor Atari stehen. Der Rest ist Geschichte.

Später wurde das Logo jedoch zum Zankapfel. Apple Records und Apple Computer lieferten sich einen jahrzehntelangen Kampf um das Logo, weil beide sich offensichtlich stark ähneln. Zum Glück fand man für beide Seiten eine verträgliche Lösung.

Der „Zankapfel“ stammt übrigens aus der griechischen Mythologie: Weil sie zur Hochzeit von Peleus und der Thetis nicht eingeladen wurde, rollte die Göttin der Zwietracht einen goldenen Apfel mit der Aufschrift: „Die Schönste soll ihn bekommen“, zwischen die Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite. Der trojanische Prinz Paris sollte entscheiden und übergab den Apfel der Aphrodite. Dafür half sie ihm später bei der Entführung von Helena nach Troja. Den entscheidenden Apfel nannte man fortan „Apfel der Zwietracht“, umgangssprachlich eben „Zankapfel“.

Apropos Geschichte: In der Schweizer Sage „Wilhelm Tell“ liege ich auf dem Kopf eines kleinen Jungen. Bekannt ist die Geschichte vor allem für den berühmten Apfelschuss: Weil sein Vater, Wilhelm Tell, sich den Anweisungen des habsburgischen Herrschers, der im 14.Jahrhundert im Kanton Uri regierte, widersetzt hatte, wurde er verhaftet. Er sollte nur freikommen, wenn er mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf seines Sohnes Walter schieße. Kein Problem für den talentierten Schützen. Später hat Friedrich Schiller aus der Legende eines seiner berühmtesten Theaterstücke gemacht.

Big Apple – New York
ZIEMLICH großer Apfel: New York City

Doch ich spiele nicht nur in Theaterstücken und auf Computern eine entscheidende Rolle. Sogar Städte wurden nach mir genannt. Wisst ihr zum Beispiel, warum New York „Big Apple“ genannt wird? Der erste, der diesen Begriff verwendete, war der Autor Edward S. Martin: Im Jahr 1909 schrieb er, dass der Rest des Landes gerne denke, der „Big Apple“ bekäme einen größeren Anteil des nationalen Saftes, sprich Geldes. Dafür könne man in New York eben auch mehr Geld machen. Falls euch jetzt der Kopf noch nicht zu sehr dampft, versteht ihr vielleicht, warum ich der beste Kumpel der Menschen bin.

Apropos Dampf: Meine betörende Strahlkraft lässt andere Früchte buchstäblich alt aussehen. Das liegt am Ethylen, einem Gas, das ich verströme. Obst und Gemüse reifen in meiner Nähe schneller. Legt mich also lieber nicht zusammen mit anderen ins Körbchen! Es kann eben nur EINEN besten Kumpel geben… ;-))

Du findest mich in ViO Schorle Apfel und als Konzentrat in Lift Apfelschorle und Apollinaris Big Apple.