Manuel Neuer, Matthias Schweighöfer, Palina Rojinski: Auch 2016 haben wir uns regelmäßig auf 'ne Coke mit Menschen getroffen, die uns begeistern und inspirieren. Auszüge aus unseren Interviews 2016:

Mit MANUEL NEUER sprachen wir kurz vor der EM in Frankreich während eines Werbedrehs für Coke Zero über die Turnierchancen der deutschen Elf, die Angst des Torwarts vorm Elfmeter und Paparazzi im Urlaub:

„Das nervt teilweise schon, aber letztlich kann jeder Spieler entscheiden, wo er Urlaub macht und er weiß, was ihn dort erwartet. Ich weiß auch gar nicht, ob Paparazzi-Fotos überhaupt noch so viel Sinn machen, weil ja jeder Spieler mittlerweile seinen Social-Media-Account hat und seine eigenen Bilder aus dem Urlaub in die Welt jagt.  Darum bin ich mir nicht sicher, ob es in den nächsten Jahren noch viele Jobs für Paparazzi geben wird...“

Auch MATTHIAS SCHWEIGHÖFER wird auf der Straße erkannt. 2016 war – mal wieder – ein überaus erfolgreiches Jahr. Filme wie „Der geilste Tag“ oder „Vier gegen die Bank“ begeisterten die Fans, mit amazon schloss er einen Deal über eine von ihm produzierte Serie ab und nahm sein erstes Album auf. Trotz des Medienrummels geht der blonde Berliner ab und zu noch in die Eckkneipe:

„Ich habe einen engen Freundeskreis, in dem eigentlich alle in diesem Geschäft sind. Schauspieler Milan Peschel, Silbermond-Schlagzeuger Andreas Nowak und Moderator Joko Winterscheidt. Wir kennen uns alle noch aus den Phasen, in denen wir noch nicht bekannt und erfolgreich waren. Und dann sitzen halt vier normale Jungs am Tisch.“

Und was würde SCHWEIGHÖFER machen, wenn er einen Tag mit einer nicht-prominenten Person tauschen könnte?

„Einfach mal wieder entspannt durch eine Einkaufspassage laufen. Das wäre das einzige, was ich machen würde, wenn ich tauschen könnte. Oder vielleicht mal in eine Disko gehen.“

In Diskos geht die brasilianische Moderatorin JANA INA ZARELLA gern, um Samba zu tanzen – auch wenn die deutschen Männer dabei so ihre Probleme haben, wie sie erzählt. Das ehemalige Model lebt seit 17 Jahren in Deutschland.  Wir haben sie vor den Olympischen Spielen von Rio in einem Biergarten in Köln getroffen.

„Wenn du als junge Frau – Model, Single, Brasilianerin – ins Ausland gehst, ist der Start schwierig. Ich musste mit vielen Klischees kämpfen. Keiner nimmt dich richtig ernst. Sie denken eher, dass du Spaß haben willst, einen reichen Ehemann. Am Anfang hatte ich immer das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen: Ich habe studiert, spreche vier Sprachen, habe einen Job. Am Ende wollte ich das aber nicht mehr und musste es auch nicht. Da haben alle gecheckt, dass ich was anderes vorhabe. Am Anfang ist es wirklich nicht einfach. Aber wenn man ein Ziel hat und an sich glaubt, wird es leichter.“

TIM BENDZKO hatte immer nur ein Ziel: Sänger werden. Da waren Theologie-Studium und der Job als Auktionator nur kleine Zwischenschritte. Aber der Berliner ist auch interessierter Fotograf, leidenschaftlicher Jogger – und ein sympathischer Gesprächspartner. Wir sprachen über Hass im Netz und seine Erfahrung mit Journalisten:

„Man sollte sich inhaltlich schon auf ein Interview vorbereiten. Wenn alleine Wikipedia die Basis dafür sein soll, sich über jemanden zu informieren, ist das eine fehlende Wertschätzung des eigenen Berufes. Damit auch eine fehlende Wertschätzung gegenüber demjenigen, mit dem man spricht.“

Während der Berlinale trafen wir JANNIS NIEWÖHNER. Er war 2016 in den Filmen „Smaragdgrün“ und „Jonathan“ im Kino zu sehen und gehört zu den angesagtesten deutschen Jungschauspielern. Aber der 24-Jährige findet durchaus auch andere Berufe reizvoll:

„Ich habe – auch wenn ich handwerklich total ungelernt bin – die romantische Vorstellung vom Schreinerberuf. Ich kann mir vorstellen, dass das beruhigend und meditativ sein kann. Schöne Vorstellung, eine Werkstatt zu haben, auf einem Hof zu wohnen und eigene Dinge zu produzieren. Das ist ja auch eine Kunst. Die Köche, mit denen ich zusammengewohnt habe, waren auch deshalb so toll, weil sie ihren Beruf als Kunst empfunden haben. Die hatten total Bock drauf. Ich finde alles, wofür man sich im Leben entscheidet, muss man zu einer Kunst machen.“

PALINA ROJINSKI hat sich dafür entschieden, sich nicht zu entscheiden. Sie ist Schauspielerin, Moderatorin, DJane und Sidekick von Joko und Klaas. Wir haben den rothaarigen Wirbelwind gefragt, wem sie in sozialen Netzwerken folgt:

„Ich glaube, all meinen Freunden und Bekannten aus dem VIP-Bereich. Auf Twitter folge ich vor allem vielen Musikern, Rappern, Bands. Ich bekomme dann die Veröffentlichungen immer sehr früh mit und bin auf dem aktuellen Stand. Es gibt sehr nervige Twitter-Promis. Nicky Minaj zum Beispiel postet wirklich zu viel. Sie spamt einem die Timeline voll, so dass man von den anderen nichts mehr mitbekommt. Sie postet pro Stunde 15-20 Mal. Weil sie auch immer retweeted. Das ist geistesgestört. Der folge ich mittlerweile nicht mehr. Ich mag sie zwar als Künstlerin, aber das ist mir dann doch zu anstrengend.“

Anstregend ist mittlerweile auch das Leben des norwegischen DJ KYGO. Der ist vor ein paar Jahren noch unerkannt als Backpacker durch Asien gereist. Heute füllt er weltweit Hallen, legt bei den größten Festivals auf und sogar bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele. Er sagt über das plötzliche Leben im Rampenlicht:

„Ich wollte nie berühmt werden. Die norwegischen Zeitungen schreiben viel über mich, jeder kennt mein Gesicht und man erkennt mich im Supermarkt. Meistens ist es schön. Die Leute sagen mir, dass sie meine Musik gut finden und machen ein Foto. Es kann ab und an auch anstrengend werden. Wenn es zehn Minuten dauert, um Milch zu kaufen, weil ich so viele Menschen treffe. Das sind Dinge, die einfacher wären, wenn ich eine Maske tragen würde und keiner mich erkennt.“

Eine Warm-up- und Yoga-Session mit dem wohl fittesten Ehepaar Deutschlands: DETLEF D. SOOST und KATE HALL. Die beiden achten natürlich auf gesunde Ernährung. Im Restaurant mögen sie es aber auch mal deftig – was nicht unbeobachtet bleibt:

Kate: „Wenn wir eine Nachspeise nehmen, hören wir schon mal: 'Das ist aber nicht gut zum Abnehmen, oder?' Da lachen wir und denken: 'Lasst uns doch einfach unser Eis essen.'“

Detlef: „Mir geht das wirklich auf den Zünder. Normalerweise würde ich am liebsten fragen: „Wer von uns sieht denn jetzt so aus, als ob er abnehmen müsste?“ Das macht man natürlich nicht. Aber ich finde es schon grenzüberschreitend, wenn Leute uns sagen wollen, wie wir essen sollen. Ich gehe doch auch nicht zu jemandem im Restaurant uns sage: 'Ich weiß aber nicht, ob das jetzt das Richtige für Sie ist...'“

Klare Worte findet auch Christopher Deylen, der hinter dem Musikprojekt SCHILLER steckt. Der tiefgründige Elektromusiker spricht Journey über seine Flucht aus der Großstadt – nach 15 Jahren Berlin:

„Ich war kurz davor, die Mär der allesverheißenden Großstadt selbst zu glauben. Ich habe die Stadt zunehmend als eine Art Inspirationssimulator empfunden. Man steht unter dem Eindruck der ständigen Ablenkung. Du denkst, dass so wahnsinnig viel um dich herum passiert, weil es dort so viele Menschen aus aller Welt gibt. Das müsste doch unheimlich inspirierend sein. Aber diese Mischung aus Ablenkung und Zerstreuung hat mich zunehmend nervös gemacht. Es fiel mir immer schwerer, diesen Ventilator zu überhören. Darum musste ich ihn ausschalten und habe mich in die Natur begeben.“


YouTube-Spaßvogel AARON TROSCHKE trifft in der Coca-Cola Zentrale auf seinen Kumpel, den Schauspieler FELIX VAN DEVENTER („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“). Am Kicker-Tisch ärgern sich die beiden Fußballfans in einer spannenden Partie, danach geht es verbal weiter. Im Fußball-Talk verrät HSV-Fan Felix, welchen Spieler er sich für eine Gastrolle bei „GZSZ“ wünscht:

„Lewis Holtby. Der pusht den HSV, ist ein guter Spieler und ein cooler Typ. Der kann gerne mal vorbeikommen und einen Fußballer spielen.“

Der HSV-Star reagiert prompt auf seiner Facebook-Seite:

Bislang ist leider noch nichts daraus geworden.

Auch eine Fanta haben wir in diesem Jahr getrunken, und zwar mit YouTuber JULIEN BAM. Und das nicht ohne Grund. Schließlich hat der 27-Jährige einige Wochen lang exklusiv den Fanta Snapchat-Kanal bespielt. Bam gehört zu den beliebtesten deutschen YouTubern, seine Parodie des Songs «Everyday 

Saturday» erreichte knapp 17 Millionen Klicks – so viel wie kein anderer deutscher Clip im Jahr 2016. Hat er schon mal ein Video bereut?

„Bereut nicht, aber es gibt Videos, hinter denen ich mittlerweile nicht mehr so richtig stehen kann. Mein „Faktenvideo“ zum Beispiel. Das fand ich damals richtig cool, heute eher grauenvoll. Das würde ich gerne löschen. Es gibt tatsächlich Videos, die ich mittlerweile auf 'privat' gestellt habe, damit sie nicht mehr jeder sehen kann. Ich kann mich darin als Typ einfach nicht mehr wiederfinden. Man entwickelt sich ja auch weiter.“

Auch 2017 treffen wir uns wieder mit Prominenten aus Sport, Film und Musik. Wir freuen uns schon jetzt auf den französischen Superstar OMAR SY („Ziemlich beste Freunde“) und RUPERT EVANS, Hauptdarsteller der Amazon-Erfolgsserie „The Man In The High Castle“.