Berlin, 23. Oktober 2019. Am 8. April 1929 wurde die erste Coke in Deutschland hergestellt und abgefüllt. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert. Durch die Teilung in Ost und West hatte viele Jahre aber nur die Hälfte des Landes Zugang zu den Getränken von Coca-Cola. Mit dem Mauerfall am 9. November 1989 änderte sich dies über Nacht. Mit der Überwindung der Grenze hatten Menschen in ganz Deutschland endlich die Möglichkeit, das Kultgetränk und die neu gewonnene Freiheit zu kosten.

Im Jahr 2019 feiern wir nicht nur 90 Jahre Coca-Cola in Deutschland, sondern auch 30 Jahre Mauerfall. Zwei Daten, die für Coca-Cola als Unternehmen und die Menschen in ganz Deutschland entscheidende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen bedeuteten.

Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Coca-Cola haben den Fall der Mauer und die Entwicklungen danach persönlich und vor Ort miterlebt oder einen ganz besonderen Bezug zum Thema. Ihre Geschichten und Erinnerungen lassen wir anlässlich des Jubiläums nachfolgend noch einmal aufleben.

Aufgewachsen in Strausberg bei Berlin, zog Paul-Gerhard Ritter 1959 vor dem Mauerbau mit seinen Eltern nach West-Berlin. Als Trainee kam Ritter 1970 zu Coca-Cola – und blieb. Ab 1988 war er Geschäftsführer der Coca-Cola Konzession in Lichterfelde in West-Berlin und erlebte den Mauerfall aus nächster Nähe. Am Abend nach der Grenzöffnung lässt er mehrere Lastwagen voll Coca-Cola an den Ku’damm, zum Europacenter und zur Gedächtniskirche fahren und alles an die dorthin strömenden Menschen verteilen. Am 11. November 1989 warf Ritter sogar Coke Dosen über die Mauer.

Gabriele Labrenz fing 1988 als Fahrerin bei Coca-Cola in Berlin-Charlottenburg an. Am Tag nach dem Mauerfall entschloss sich das Werk zu einer spontanen Aktion und verschenkte Coca-Cola Dosen als Begrüßungsgeschenk an Ost-Berliner. Labrenz stellte sich mit einem Schild auf die Straße und „winkte“ die Gäste aus dem Osten herein. Es folgte der abenteuerliche Aufbau des Vertriebs im Osten, wo es zu dem Zeitpunkt noch keine Strukturen für die Produktion und den Vertrieb von Coca-Cola gab. Diese Zeit hat Gabriele Labrenz geprägt – „weil wir nicht lange gefragt, sondern einfach gemacht haben.“

Uwe Blabusch kennt die Geschichte des Coca-Cola Abfüllwerks in Halle wohl besser als jeder andere: Schon vor dem Mauerfall war er dort tätig. Der Betrieb gehörte zum VEB Meisterbräu Brauerei. Mit der Wende kam Coca-Cola und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch die Hoffnung, dass es in Halle weitergehen würde. Es ging weiter: Seit 1991 werden dort Coca-Cola Erfrischungs-getränke hergestellt. Heute ist Blabusch Betriebsleiter in Halle und schätzt vor allem, dass Coca-Cola lokal agiert und ein verantwortungsbewusster Arbeitgeber ist.

Jens Ebicht begann im Februar 1990 bei der damaligen Meisterbräu Brauerei in Halle und wollte eigentlich nur vorrübergehend am Standort arbeiten. Als er erfuhr, dass Coca-Cola den Standort übernehmen würde, wollte er bleiben. Er machte berufsbegleitend seinen technischen Fachwirt und leitet heute, fast 30 Jahre später, den Bereich Instandhaltung im Betrieb. Auch heute noch stehen die Marke und das Unternehmen für Ebicht für ein ganz besonderes Lebensgefühl.

Uwe Kleinert, heute Leiter Nachhaltigkeit und Unternehmens-verantwortung, fing 1990 bei Coca-Cola Deutschland an und weiß aus eigener Erfahrung, welche wichtige Rolle Coca-Cola in den Zeiten der Wiedervereinigung spielte. Das Unternehmen investierte sehr schnell in neue Standorte in den neuen Bundesländern und ist heute längst ein Teil der Gesellschaft. Die lokale Produktion war schon immer eine bewusste Entscheidung von Coca-Cola. Kleinert war dabei, als der erste Produktionsbetrieb von Coca-Cola in Halle 1991 eröffnet wurde.    

Coca-Cola in den neuen Bundesländern: Die ersten Jahre nach dem Mauerfall

Das Gesicht von Coca-Cola im Osten Deutschlands prägen heute die beiden Produktionsstandorte in Halle (Saale) und Genshagen in Brandenburg. Hinzu kommen die Zentrale in Berlin und drei Vertriebsstandorte in Berlin-Hohenschönhausen, Weimar und Ziesendorf.

November 1989 - Fall der Mauer

Bereits am Morgen des 10. November kamen die ersten Ost-Berliner zu Coca-Cola, um sich die Schaufensterfabrik in Lichterfelde anzuschauen. Am Nachmittag des 10. November 1989 standen drei Lkws am Tauentzienplatz, an der Gedächtniskirche und am KaDeWe in Berlins West-End. Coca-Cola Mitarbeiter reichten dort den Menschen Coke Dosen von der Pritsche herunter. Am Tag darauf standen die Lkws auf dem Parkplatz an der Glienicker Brücke. Jeder Passant erhielt zwei Dosen Coca-Cola. Außerdem wurden die DDR-Bürger über den Radiosender 100,6 eingeladen, sich Coca-Cola kostenlos am Werk abzuholen. Allein in den folgenden sieben Tagen trinken zwei Millionen Menschen eine Coke auf die Freiheit.

8. Januar 1990

Die Entscheidung, Coca-Cola gegen DDR-Mark zu verkaufen, fällt. Ebenso die, eine lokale Infrastruktur im Osten Deutschlands für die Produktion und den Vertrieb von Coca-Cola aufzubauen. Dafür wurden auch bestehende Getränkekombinate in der DDR geprüft und es wurde ein Ausbildungsprogramm für junge ostdeutsche Hochschulabsolventen gestartet, um das regionale Management der Zukunft aufzubauen.

14. Februar 1990

Verkauf von Coca-Cola im Einzelhandel der DDR.

März 1990

Statistisch gesehen hat mittlerweile jeder ostdeutsche Bürger eine 0,33l Dose Coca-Cola getrunken, erste Sponsoringaktivitäten von Coca-Cola in den neuen Ländern.

April 1990

Erster Coca-Cola Werbespot im ostdeutschen Fernsehen.

Ende 1990

21 Millionen Kisten Coca-Cola Produkte wurden allein im Jahr 1990 (14. Februar bis Jahresende) in Ost-Deutschland verkauft.

2. April 1991

Offizielle Einweihung der Abfüllanlage in Halle (Saale). Der Betrieb hatte zuvor zum Getränkekombinat Dessau gehört.

Juli 1991

Mittlerweile werden 2.070 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den neuen Bundesländern beschäftigt, davon nur 70 als Trainer aus West-Deutschland. 

1993 

Entscheidung für einen Coca-Cola Standort in Genshagen (Brandenburg). Ausschlaggebend waren die Nähe zur Großstadt Berlin, die gute Verkehrsanbindung und die zentrale Lage im Osten Deutschlands.

1998

Grundsteinlegung für den damals modernsten Produktions- und Vertriebsstandort von Coca-Cola in Deutschland in Genshagen: An dem Aufbau des Werks waren 49 Unternehmen aus der Region beteiligt. 90 Millionen Mark wurden investiert. Im Mai 1999 wurde die Getränkeproduktion aufgenommen.

Die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) ist mit einem Absatzvolumen von 3,8 Milliarden Litern (2018) das größte deutsche Getränkeunternehmen. Sie ist für die Abfüllung sowie den Verkauf und Vertrieb von Coca-Cola Markenprodukten in Deutschland verantwortlich. Die CCEP DE betreut ca. 325.000 Handels- und Gastronomiekunden und beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter. Die CCEP DE ist Teil von Coca-Cola European Partners (CCEP), einem der führenden Konsumgüterhersteller in Europa. CCEP bedient über 300 Millionen Konsumenten in 13 Ländern mit einer breiten Auswahl von alkoholfreien Getränken.

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