● Aus dem Sozialbau in den Buckingham Palast: Ellie Gouldings Geschichte ist gut genug, um wahr zu sein. Sie hat sie selbst geschrieben. Eine starke Frau, die ihren Weg geht

● Höre hier die Journey Playlist mit Ellie: 50 verführerische Songs rund um die Liebe

56 MILLIONEN MAL wurde das Video zum ersten Song unserer Playlist auf Youtube angeklickt. Im April 2011 erklang es auf der Hochzeitsfeier von Prinz William und Kate Middleton. Auf der Bühne: eine junge Frau aus der Provinz, gerade 24 Jahre alt. Schüchtern wirkt sie, zerbrechlich – und doch so stark. Bald, das weiß sie, wird die ganze Welt ihr zuhören. Ihre Geschichte ist die vom Glauben einer Frau an ihre eigene Kraft und vom Mut, zu ihren Schwächen zu stehen.

Ellie Goulding
BIZEPS zeigen: Ellie Goulding ist das Girl next door geblieben

Als Kind ist Ellie Goulding nicht gerade auf Rosen gebettet. Der Vater verlässt die Familie mit vier Kindern. Die Mutter arbeitet im Supermarkt. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Ellie begreift: der einzige Weg da heraus besteht in Arbeit und Bildung. Mit 12 erzieht sich selbst den Akzent ihrer Heimat ab, der Grafschaft Herefordshire in den West Midlands, indem sie den Tonfall der BBC-Nachrichtensprecher imitiert. Mit 15 spielt sie Gitarre, dann auch Schlagzeug und Klarinette. Das schönste Instrument aber wird ihre Stimme. Zart und kraftvoll wie Ellie selbst. Sie wird sich als erste ihrer Familie an einer Universität einschreiben – und auch den Mut haben, das Studium abzubrechen. Ellie Gouldings Karriere nimmt immer rasanter Fahrt auf. Längst ist aus der Singer-Songwriterin eine Pop-Prinzessin geworden. Bis zum 15. Juli ist sie auf Weltournee. Die Termine findest du hier.

Ellie Goulding
ELLIE GOULDING träumt groß

Nächste Woche tritt sie bei den Grammys auf (wo sie auch nominiert ist) und doch ist Ellie ein Girl next door geblieben, das in Interviews von ihren Ängsten erzählt und wie es war, als der Gerichtsvollzieher den Fernseher mitnahm. Ihren neun Millionen Followern auf Instagram zeigt sie gern ihre sportliche Seite. Ellie mit angespanntem Bizeps. Diese Bilder zeigen eine Frau, die sich selbst geformt hat.

Ellie Goulding träumt groß. Damit inspiriert sie uns. Und natürlich mit ihren Songs, in denen sie nicht einfach den Himmel voller Geigen hängt, sondern auch widersprüchliche Gefühle zulässt. Sorry, das Leben spielt nicht immer Kuschelrock. Aber das Journey Team hat die passenden Songs.

Hier, von uns für Euch: die große Lovesong-Playlist.

Einfach klicken und genießen! Den Anfang macht natürlich Ellie selbst.

 

1. Ellie Goulding: „Your Song“

Zum Einstieg das wundervolle Liebeslied von Elton John. Ohne Effekte, dafür mit Klavier und Streichern. Schlicht und ergreifend.

2. Ellie Goulding: „On my Mind“

Weniger romantisch, dafür realistisch: „On My Mind" handelt von einer kurzen nächtlichen Begegnung, aus der vielleicht doch etwas Ernsteres werden könnte. Vielleicht. Nervöse Elektrobeats und kratzige Gitarren vertonen den inneren Widerspruch. An den Reglern: Schwedens Hitmaschine Max Martin (Kelly Clarkson, Pink, Katy Perry, Christina Aguilera, Taylor Swift).

3. Ellie Goulding: „Love Me Like You Do“

Auch bei ihrem bislang größten Erfolg hatte Martin die Finger am Fader. Es ist im Soundtrack des Films „Fifty Shades of Grey“ zu hören. Platz eins unter anderem in Australien, Deutschland, Irland, Neuseeland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien.

4. Robbie Williams & Nicole Kidman: „Somethin' Stupid“

Weiter geht es mit den Favoriten der Journey Redaktion. Wir beginnen mit ein paar Evergreens. „Somethin' Stupid“ wurde bekannt in der Version von Frank & Nancy Sinatra. Was bei Vater und Tochter noch ziemlich brav klang, wird bei Nicole & Robbie schon viel charmanter.

5. Barry White: „I'm Gonna Love You Just A Little More, Baby“

Barry White in der Form seines Lebens. Rrrrrrr!

6. Elton John & Kiki Dee: „Don't Go Breaking My Heart“

Warum Elton John diesen Song unter dem Pseudonym Ann Orson komponierte, erfährst du hier.

7. John Travolta & Olivia Newton-John: „You're The One That I Want“

Soviel Haarspray Olivia und John auch auf dem Kopf tragen, dieser Kracher aus der Verfilmung des „Grease“ klingt bis heute frisch und klar. Damals wurden noch Singles verkauft. In diesem Fall: 15 Millionen.

8. The Contours: „Do You Love Me?“

Die vorhergehenden Songs wären undenkbar ohne den Einfluss des Soul Label Motown. Dieser frühe Hit des Hauses wurde vom Hausherrn Berry Gordy selbst geschrieben.

9. Sonny & Cher: „I got You, Baby“

Sonny & Cher waren 10 Jahre verheiratet. Dieser Song war der Beginn ihrer gemeinsamen Karriere. Sonny wurde später Bürgermeister von Palm Springs und Cher wurde noch mehr Cher.

Sonny wurde später Bürgermeister von Palm Springs und Cher wurde noch mehr Cher.


10. Nicole Willis And The Soul Investigators: „If This Ain't Love (Don't Know What Is)“

Nicole Willis’ unbeschwerter Soulsong klingt ebenfalls schwer nach Motown in den Sechzigern, entstand aber 2005 in Helsinki.

11. Alicia Keys & Usher: „If I ain’t Got You“

Auch das Wunderkind Alicia Keys hatte eine Single Mom, schrieb schon als Teenager seine ersten Songs und hat heute die Vitrine voller Grammys . Der Text dieses Duetts mit Usher entstand aus Trauer über den Verlust ihrer Freundin Aaliyah.

12. Nelly Furtado & Timbaland: „Promiscuous“

Eine musikalische Liebesgeschichte: eigentlich wollte Nelly Furtado nur ein Stück mit dem HipHop-Magier Timbaland produzieren. Es wurde ein ganzes Album daraus – und  ihr größter Erfolg.

13. Rihanna & Jay Z: „Umbrella“ (Radio Edit)

Noch ein – rein professionelles – Traumduo: Jay Z und Rihanna. Now that it's raining more than ever / Know that we'll still have each other / You can stand under my umbrella.“ Schon für diese Zeilen sollte man immer einen Regenschirm dabei haben.

14. Jess & Matt: „You’re The One That I Want“

Diese magische Coverversion stammt von dem Duo (und Liebespaar) Jess & Matt, das bei der australischen Ausgabe der Castingshow „The X Factor“ entdeckt wurde.

15. Schiller: „Let Me Love You“

Zurück nach Deutschland: Mit dem Hit aus Schillers Album Sehnsucht.

16. Art of Noise: „Moments in Love (Beaten)“

Ohne Worte, dafür viele Synthesizer. So klangen Liebeslieder in den Achtzigern. Dieses wurde aufgenommen von Art of Noise.

17. Chet Baker: „My Funny Valentine“

Mit dieser Version des Songs aus dem Broadway-Musical „Babes in Arms“ wurde der Trompeter Chet Baker weltberühmt. Der Text handelt übrigens nicht vom Valentinstag.

18. Miles Davis: „My Funny Valentine“

Auch die Version von Miles Davis klingt bis heute nach.

19. Coleman Hawkins: „Love Song from „Apache“

Kaum jemand hat dem Tenorsaxophon so liebevolle Töne entlockt wie Coleman Hawkins. Hier mit seiner Version eines Themas aus dem Film „Apache“ mit Burt Lancaster.

Something simple is the key
Only love will set us free ("Love Theme from Spartacus")


20. Terry Caillier: „Love Theme from Spartacus“

Noch einmal großes Kino: aus Stanley Kubricks „Spartacus“. Terry Caillier holt den Song von der Cinemascope-Leinwand und verwandelt ihn durch filigrane Gitarrenakkorde in eine in eine umwerfende Liebeserklärung.

21. The Bad Plus: „How Deep Is Your Love“

Das Trio aus Minneapolis nimmt sich gern mal Popsongs vor und entdeckt poetisches Potential gerade in solchen, an denen wir schon länger vorbeihören.

22. Sophie Zelmani & Freddie Wadling: „Once“

Ein wunderschön verschrobenes Duett: Die schwedische Sängerin Sophie Zelmani und der Ex-Punk Freddie Wadling umarmen sich mit einer zärtlichen Ballade.

23. Nancy Sinatra & Lee Hazlewood: „Summer Wine“

Nur einer von vielen großartigen Songs, die Nancy und Lee einspielt haben. Dieser ist eine kleine Western-Story vom Cowboy und der schönen Frau.

She Saw My Silver Spurs And Said Let's Pass Some Time
And I Will Give To You Summer Wine („Summer Wine“)


24. Bryan Ferry & Jane Birkin: „In Every Dream There Home A Heartache“

Ja, natürlich haben wir Jane Birkin und Serge Gainsbourg nicht vergessen. Dazu später. Hier singt Jane gemeinsam mit Bryan Ferry einen grandiosen Song von Roxy Music.

25. Morcheeba & Kurt Wagner: „What New York Couples Fight About“

Der Sänger Kurt Wagner aus Nashville wurde bei uns mit der Band Lambchop bekannt. Morcheeba stammen aus London. Ihre Beschreibung, wie man sich in New York streitet, könnte jedoch überall auf der Welt zutreffen. Mit diesem Song fällt die Versöhnung leichter.

26. Kylie Minogue & Nick Cave: „Where The Wild Roses Grow“

Niemand käme auf die Idee, der elfenhaften Kylie Minogue etwas anzutun. Schon deshalb war es ein brillanter Einfall von Nick Cave, mit ihr diese „Mörderballade“ zu singen. Der Song verschaffte ihr Respekt besonders bei Musikfreunden, die Minogues leichten Synthie-Pop sonst nicht goutierten.

27. PJ Harvey & Nick Cave: „Henry Lee“

Ein weiterer morbider Geniestreich aus den „Murder Ballads“, dieses Duett mit PJ Harvey.

28. PJ Harvey & Thom Yorke: „This Mess We’re In“

Ein Paar, ein Telefongespräch. Komplizierte Gefühlslagen, mit Inbrunst vorgetragen von PJ Harvey und Radiohead-Sänger Thom Yorke.

29. Yonderboi: „Love Hides“

Der Text mag nur eine geniale Miniatur von Jim Morrison gewesen sein. Eine von vielen, die er mit den Doors in einem Song von zwei Minuten Länge vertonte. Der ungarische Soundbastler Yonderboi hat daraus eine Hymne gemacht.

Love hides in the strangest places.
Love hides in familiar faces.
Love comes when you least expect it. („Love Hides“)


30. Tori Amos: „I’m Not In Love“

Der ironisch-unterkühlte Klassiker von 10cc, noch weiter heruntergechillt von der großartigen Verwandlungskünstlerin Tori Amos.

31. Beyoncé: „Why Don't You Love Me?“

Schwer vorstellbar, dass jemand Beyoncé verschmähen könnte. Ihr Mann Jay Z sicher nicht. Und wir auch nicht, besonders, wenn uns ein solches R’n’B-Meisterstück in die Beine fährt.

32. Tricky: „The Love Cats“

Tricky covert The Cure. Im Duett mit der italienischen Sängerin Costanza Francavilla, die bei ihm nach einem Konzert eine Demo-CD mit ihrer Musik überreicht hatte. Am nächsten Tag rief er sie an…

33. Ryan Adams: „Wonderwall“

Der angeblich „beste britische Song aller Zeiten“ (MTV), für die Ewigkeit interpretiert von einem Amerikaner aus North Carolina.

34. Nouvelle Vague: „(This Is Not A) Love Song“

Nouvelle Vague haben dem Original von P.I.L. mit einem lässige Brazil-Groove auch den letzten Funken von Verweigerung ausgetrieben.

35. Adele: "Lovesong"

Adele schreibt nicht nur großartige Songs, sie erkennt auch die Größe anderer, in diesem Fall: Robert Smith von The Cure

36. Hector Zazou, Barbara Eramo & Stefano Saletti: „I Feel Love“

Der französische Komponist Hector Zazou verführt Donna Summers Original zu einem langsamen, lasziven Bauchtanz.

37. Curtis Mayfield: „Give Me Your Love“

1972. Die Koteletten sind breit, die Hosen haben Schlag. Curtis Mayfield spielt den Soundtrack für den Blaxploitation-Film „Superfly“ ein. Wenn man heute die Augen schließt, ist allein durch Mayfields Stimme alles wieder da.

38. The Delfonics: „La-La Means I Love“

Solche Bilder beschwört auch Quentin Tarantino in seinem Film „Jackie Brown“ wieder herauf. Für den Soundtrack hat er die hinreißenden Schnulzen der Delfonics ausgegraben.

39. The Velvet Underground: „Some Kinda Love“

Hier philosophiert der junge Lou Reed über die Liebe, über den grandiosen Rumpel-Beat von Velvet Underground.

40. Helge Schneider: Love me Tender"

Doc Snyder umgeht jede Kitschgefahr. 

41. Richard Hawley: „For Your Lover Give Some Time“

In Kritiken über Richard Hawley werden manchmal große Vorbilder wie Johnny Cash oder Lee Hazlewood zitiert. Überflüssig.

42. The Baseballs: „Bleeding Love“

The Baseballs aus Berlin hingegen wildern mit ihren Doo-Wop-Coverversionen gern bei anderen. Hier nehmen sie sich Leona Lewis vor.

43. Kings Of Convenience: „Love Is No Big Truth“

Die „Könige der Bequemlichkeit“ aus Norwegen wissen, wie man es sich kuschelig macht.

44. Feist: „Limit To Your Love“

James Blake hatte mit seiner Wummerbass-Version einen Megahit. Das schlanke Original von Leslie Feist und Chili Gonzales ist pure Anmut.

45. Leonard Cohen: „I’m You Man“

Leonard Cohen würde für die Liebe alles tun. Und WIR würden alles tun, um ihm die nächsten 100 Jahre zuzuhören.

So call me, Call me in the morning, Call me in the night, So call me, Call me anytime you like ("Vibrate")


46. Rufus Wainwright: „Vibrate“

Du bist der einzige Mensch, der mich immer anrufen darf. Wenn Rufus Wainwright das singt, möchte man gleich zum Hörer greifen.

47. Jane Birkin & Serge Gainsbourg: „Je t’aime mois non plus“ (dZihan & Kamien Remix)

Wie versprochen. Hier wird der einstige Skandal-Song vom Wiener Produzenten-Duo dZihan & Kamien auf ein weiches Downtempo-Sofa im Stil der Neunziger Jahre gebettet.

48. Senor Coconut: „Kiss“

Das Original von Prince, unwiderstehlich in der Salsa-Version von Senor Coconut.

49. Raz Ohara: „Love for Mrs. Rhodes“

Eines liebt Raz Ohara definitiv: sein Fender Rhodes Piano.

50. Ellie Goulding: „How long will I love you?“

Ellie Goulding beantwortet die Frage gleich im ersten Satz: „As long as stars are above you / And longer, if I can“. Happy Valentine’s Day!