Wenn man heute von Wasserknappheit spricht, dann verlassen wir in Gedanken meist den europäischen Kontinent. Bilder Afrikas, des Nahen Ostens und dem indischen Subkontinent erscheinen vor unserem inneren Auge. Deutschland gehört eher nicht zu den Ländern, die wir mit der Problematik der Knappheit dieser lebenswichtigen Ressource verbinden, und doch könnte genau das für die Generation unserer Enkel schon Realität sein.

Das zumindest geht aus den Forschungsergebnissen des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung hervor, welche im Rahmen des econsense Nachhaltigkeitsstammtisches mit rund 70 Vertreter aus Unternehmen, Regierung, NGOs und Wissenschaft am 21.Oktober in der Zentrale von Coca-Cola Deutschland in Berlin von Dr. Jesko Hirschfeld, Senior Economist des Instituts, vorgestellt wurden. Vor allem der Osten Deutschlands werde bereits 2100 mit Wasserknappheit konfrontiert sein - ein Ausblick, den man sich angesichts des Hochwassers im Frühsommer dieses Jahres kaum vorstellen kann.

Auch virtuelle Wasserflüsse spielen eine Rolle

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource müssen wir, so Hirschfeld, drei verschiedene Arten von Wasserflüssen in Deutschland bedenken. Da sind zum einen natürliche Wasserflüsse aus Niederschlägen, Zuflüssen und Verdunstung, dann gibt es künstliche, das sind solche, die bei der Nutzung in Industrie, Kraftwerken und Haushalten entstehen und schließlich haben wir auch noch mit virtuellen Wasserklüssen zu tun, verursacht durch Im- und Exporte.

Coca-Cola zeigt weltweites Engagement

Wasserknappheit

Für Coca-Cola sind alle drei von gleicher Bedeutung und die Unternehmensstrategie zum nachhaltigen Umgang mit Wasser soll dazu beitragen, dass auch in Zukunft ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Durch verschiedene Projekte im In- und Ausland, wie zum Beispiel die Renaturierung der Alten Elbe in Klieken oder das Projekt für sauberes Trinkwasser durch die Errichtung von EKOCENTERN, sorgt Coca-Cola dafür, dass in der Wasserbilanz das auf der einen Seite verbrauchte Wasser an anderer Stelle wieder zurückgegeben wird und nimmt damit selbst unter den nachhaltigkeitsbewussten Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Zudem wird weltweit nahezu alles Wasser aus dem Produktionsprozess, das nicht für das Getränk selbst verwendet wird, also zum Beispiel Wasser aus der Flaschen- und Anlagenreinigung, von Coca-Cola wieder gereinigt und in einem Zustand an die Umwelt zurückgeführt, dass Fische darin leben können. In einigen Ländern ist das Wasser danach sogar sauberer als zuvor.

Ein Fußabdruck zur Messung

Messbar wird der Verbrauch anhand des so genannten Wasser-Fußabdrucks, ein vom Water Footprint Network in Enschede entwickelter Indikator des direkten oder indirekten Wasserverbrauchs von Konsumenten und Produzenten. Das Projekt entstand in Kooperation mit Wissenschaftlern, Unternehmen und Regierungen und gibt an, wie viel Wasser verbraucht oder verschmutzt wurde. Nicolas Franke, Project Officer des Netzwerkes, erklärt in seiner Präsentation den Nutzen des Abdrucks. Er könne die Ursachen von Wasserknappheit analysieren, die Effizienz verschiedener Strategien bewerten und sei vor allen Dingen international vergleichbar. Dabei setzt sich der Fußabdruck aus drei verschiedenen Quellen zusammen: „blau“ (Oberflächengewässer und Grundwasser) „grün“ (Regenwasser) und „grau“ (verschmutztes Wasser). Für Coca-Cola sind neben der Zusammensetzung vor allem die Auswirkungen auf die Umwelt wichtig und nicht allein die Größe, betont Dr. Klaus Stadler, Director Environmental & Water Resources Coca-Cola Europe.

Für eine wasserreiche Zukunft

In den letzten fünf Jahren konnte Coca-Cola den Wasserverbrauch in der Produktion um fast 20 Prozent pro Liter Erfrischungsgetränk senken. Außerdem besteht schon seit vielen Jahren im Rahmen des Programms „Water Saver“ eine internationale Kooperation mit dem WWF. Auch in Zukunft bleibt Wasser eines der zentralen Nachhaltigkeitsthemen bei Coca-Cola. Bis 2020 sollen alle Getränke „wasserneutral“ hergestellt werden.