Bei den Tafeln bekommen Bedürftige Essen, das nicht mehr verkauft werden kann? Stimmt. Das ist aber noch lange nicht alles. Gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise werden die Tafeln zu Orten der Integration. Coca-Cola unterstützt sie mit Spenden.

Tafeln: Essen, wo es hingehört

Kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum oder auch eine matschige Orange in einem Netz voller einwandfreier: das sind Gründe, aus denen Lebensmittel in Supermärkten nicht mehr verkauft werden. Ein großer Teil davon landet im Müll. Es sei denn, die Lebensmittel werden von den örtlichen Tafeln abgeholt und an Menschen verteilt, die sie sich sonst nicht leisten könnten. „Essen, wo es hingehört“, sagen die Tafeln. Nahrungsmittel gehören nicht in den Abfall, sondern auf den Teller von Menschen. Das fand auch Coca-Cola, ergänzte das Angebot um passende Getränke und machte daraus „Essen und Trinken, wo es hingehört“.

Tafeln: Spenden, aber richtig
Coca-Cola – Tafeln – Lebensmittel
ANLAUFSTELLE: Die Tafeln bieten direkte Hilfe 

Bildnachweis: Bundesverband Deutsche Tafel e.V.
Foto:Dagmar Schwelle

Auch Erfrischungsgetränke landen, wenn der Handel sie aus Haltbarkeitsgründen nicht mehr annimmt – genießbar wie sie sind – im Ausguss. Ein Missstand, fand der Geschäftsbereich Nachhaltigkeit bei Coca-Cola und setzte sich deshalb mit dem Bundesverband der Tafeln zusammen. „Wir sind gegen die Verschwendung von Ressourcen und die Tafeln tun aktiv etwas dagegen,“ erklärt Sandra Broschat aus der Nachhaltigkeitsabteilung. 
Inzwischen ist Coca-Cola seit drei Jahren offizieller Partner der Tafeln. Gespendet werden nicht nur Getränke, sondern auch Sachspenden und Geld. Mit einer Spende von 29.000 Euro im Jahr beteiligt sich Coca-Cola seit drei Jahren gezielt an Projekten. Dieses Jahr floss die Spende in einen Fonds mit dem Namen „Tafeln – Leben – Integration.“

Tafeln: Flüchtlingen nachhaltig helfen

Es gibt Tafeln, bei denen bisher morgens etwa 80 Menschen vor der Türe standen. Diese 80 stehen dort nach wie vor – und zusätzlich 200 bedürftige Flüchtlinge. Ihnen allen fehlt es am Nötigsten. Als bei Coca-Cola im Sommer überlegt wurde, wofür in diesem Jahr gespendet wird, war schnell klar: Es wird nicht lange nach einem Projekt gesucht. Die Spende geht direkt an „Tafeln – Leben – Integration“. „Wir wollten mehr tun, als Flüchtlingen kurzfristig mit einem Getränk eine Freude zu bereiten“, sagt Sandra Broschat. „Natürlich spenden wir auch weiterhin Getränke. Aber Flüchtlinge brauchen vor allem nachhaltige Hilfe und die Tafeln brauchen Unterstützung, die sie in die Logistik stecken können.“

Wenn alle Geschenke kaufen und über Weihnachtsmärkte schlendern, wird das Ungleichgewicht besonders deutlich.

Tafeln als Treffpunkt

Wenn die Nachfrage wächst, wird mehr als sonst deutlich, dass es sich an den Tafeln nicht nur um Essen und Trinken dreht, sondern um viel mehr. „Die Tafeln sind im Laufe der Jahre zu einem Treffpunkt für Menschen geworden,“ erklärt Jochen Brühl, der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel. „Die Menschen finden eine Anlaufstelle. Sie können mit anderen ins Gespräch kommen, mit denen sie sonst vielleicht nichts zu tun hätten. 

Coca-Cola – Tafeln - Tisch
DIE TAFELN sind ein Treffpunkt für Menschen. Egal, woher sie kommen

Bildnachweis: Bundesverband Deutsche Tafel e.V.
Foto:Dagmar Schwelle


Und sie können sich einbringen. Beides ist gerade für Flüchtlinge sehr wichtig.“ Tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass die Bedürftigen – Flüchtlinge und Einheimische – sich ehrenamtlich engagieren, eine Konstellation, von der alle Beteiligten profitieren.

Weihnachts-Tafeln

Der starke Anstieg der Flüchtlingszahlen ist der eine Grund, warum es bei den Tafeln in Deutschland gerade besonders viel zu tun gibt. Der andere Grund ist Weihnachten. Wenn andere Geschenke kaufen, festlich essen gehen und über die Weihnachtsmärkte schlendern, wird das Ungleichgewicht von Überfluss und Armut in Deutschland besonders deutlich. Die Tafeln versuchen mit verschiedenen Projekten, allen ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Bei manchen Tafeln gibt es Geschenkeaktionen, bei anderen gemeinsame Kochabende. Hier geht es nicht nur um das Kochen und Essen, sondern auch um Integration von Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. 

Es geht nicht nur ums Essen, sondern um Menschen, die gemeinsam am Tisch sitzen. Woher auch immer sie kommen.

Tafeln: Nicht nur für Flüchtlinge

Integration bedeutet, dass alle zusammenkommen. Projekte, bei denen es ausschließlich um Flüchtlinge geht, gibt es bei den Tafeln nicht. „Das würde die Integration eher behindern,“ sagt Jochen Brühl. Es geht schließlich darum, verschiedene Menschen, die alle unter Existenzängsten leiden, gemeinsam an einen Tisch zu bringen. Beim Essen und auch bei ehrenamtlichen Arbeiten haben die verschiedensten Leute eine Chance, einander zu verstehen. Einen besseren Weg, Außenstehende zu integrieren, gibt es vermutlich nicht. „Es ist viel Arbeit, die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Aber wenn das gelingt, dann lohnt es sich auch. Deshalb sehen wir die Tafelarbeit auch als eine große Chance und als einen wichtigen Beitrag zur Integration,“ erklärt Brühl. Es geht nicht nur um Essen und Trinken, sondern um Menschen, die gemeinsam an einem Tisch sitzen. Woher auch immer sie kommen.
Wenn du die Tafeln ebenfalls unterstützen möchtest, findet du weitere Informationen hier.