Es ist noch sehr früh am Morgen, aber Cornelia Nketia, Mutter von vier Kindern, ist bereits auf den Beinen und steht Schlange für Wasser. Noch vor sechs Monaten war ihre einzige Möglichkeit, an Wasser zu kommen, der trübe, braune Asukawkaw Fluss, der in 15 Minuten Fußmarsch zu erreichen ist. Verschmutzt ist der Fluss vor allem durch das Vieh, das sich langsam und träge zum Wasser begibt, um zu trinken und sich von der heißen, trockenen Dezemberluft abzukühlen. Trotzdem war der Askawkaw Fluss lange Zeit die einzige Wasserquelle der Gemeinde. Benutzt wurde das Wasser zum Trinken, Baden und natürlich für alle Haushaltsarbeiten wie dem Abwasch.

Cornelia Nketia mit ihren Söhnen

Cornelia Nketia mit ihren Söhnen Dominic, 11 und Ransford, 3


„Wir wussten, dass das Wasser nicht sauber war und dass es unsere Kinder krank machte. Aber wir hatten keine andere Wahl, bis das Wasserzentrum gebaut wurde“, sagt sie mit nachdenklichem Blick in die Ferne. 

Heute können Cornelia und andere dank dem Wasseraufbereitungszentrum der Gemeinde gegen eine bescheidene Nutzungsgebühr sauberes Trinkwasser bekommen. Realisiert wurde das Projekt durch The Coca-Cola Africa Foundation und die Water and Development Alliance (WADA) von USAID. Gleichzeitig richtete die Allianz auch noch verbesserte sanitäre Einrichtungen für Schulen und Haushalte ein.


Asukawaw Wasserzentrum

Das Asukawaw Wasserzentrum


Wasser trinkbar machen

Im Grunde trinken Cornelia und die anderen Dorfbewohner nach wie vor das gleiche Wasser. Allerdings gibt es einen riesigen Unterschied. Im Wasserzentrum, das im Mai 2012 eröffnet wurde, wird das Flusswasser in einem mehrstufigen Filtersystem gründlich gereinigt. Nach der Aufbereitung entspricht es den rds der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Heute gehen Cornelia und andere Gemeindemitglieder also nicht mehr zum schmutzigen Fluss, sondern zum Wasserzentrum, wo sie früh am Morgen mit Behältern verschiedener Formen und Größen anstehen, um sauberes Wasser zu kaufen.Der Preis für das saubere Wasser ist ausgesprochen erschwinglich. Das Asukawkaw-Wasserzentrum, erbaut und betrieben von Water Health Ghana, verkauft 20 Liter Wasser für zehn Pesewas,das entspricht etwa 4 Euro-Cent. Sobald das Zentrum um 6.30 Uhr öffnet, stehen Gemeindemitglieder an der neuen Wasserquelle Schlange. Cornelia kauft für ihren Haushalt durchschnittlich 80 Liter Wasser pro Tag, um damit zu kochen, darin zu baden und davon zu trinken. Sie hat mit ihrer Familie zusätzlich einen Wasservorrat angelegt, in einem großen, überdachten Metallfass neben ihrem Haus. Cornelia ist sehr erleichtert über diese Verbesserung ihrer Lebenssituation. „Der Unterschied zwischen dem Flusswasser und der Wasseranlage ist, dass das Wasser der Anlage sauber und trinkbar ist und das Flusswasser nicht“, sagt sie.

Anpassung an Neues

Während Cornelia und andere bereit sind, das neue Wasserzentrum in Anspruch zu nehmen, beziehen andere Gemeindemitglieder weiterhin ihr Wasser aus dem Fluss. Die Macht der Gewohnheit. Wie Cornelia erzählt, ist diesen Menschen durchaus bewusst, dass das Fluss-Wasser ihre Familien krank machen kann. Es dauere nur eben immer einige Zeit, bis manche Leute ihre Gewohnheiten ändern. Für Cornelia und ihre Familie ist der Fall klar. Lieber zahlen sie einige Cent, als die Gesundheit der Familie weiterhin aufs Spiel zu setzen. 

Asukawkaw ist eine der 16 Gemeinden in Ghana, die von den Wasseraufbereitungszentren, finanziert von The Coca-Cola Africa Foundation und ihren Partnern, darunter USAID und die Diageo Foundation, profitiert haben. Durch die Safe Water for Africa Initiative arbeitet The Coca-Cola Africa Foundation mit ihren Partnern daran, 20 Millionen Dollar aufzubringen, um bis zu 200 dieser Zentren in Ghana, Nigeria und Liberia zu bauen.