Wasser marsch – von wegen! Coca-Cola und der WWF erweitern ihre weltweite Partnerschaft für den Umweltschutz. Wie in Deutschland in der Herstellung Wassersparen aussieht, zeigt ein Besuch am Standort Hildesheim.

Michael Bolik, Betriebsleiter CCE AG Hildesheim

Ein zufriedener Betriebsleiter, Michael Bolik, zeigt Journey, wo und wie in Hildesheim Wasser gespart wird


„Eigentlich gebe ich mich nie zufrieden“, sagt Michael Bolik. Der ehemalige Leistungssportler ist Betriebsleiter am Standort Hildesheim. „Doch beim Thema Wassersparen sind wir auf dem richtigen Weg. Wir brauchen zur Zeit 2,19 Liter Wasser, um einen Liter fertiges Getränk herzustellen. Damit liegen wir deutlich unter unserem Ziel von 2,26 Liter, das wir dieses Jahr erreichen wollen.“ Warum legt Coca-Cola Wert auf solche Nachkommastellen? „Ganz einfach“, erläutert Bolik. „Wasser ist unsere wichtigste Zutat. Eine klassische Coca-Cola zum Beispiel besteht zu 89 Prozent aus Wasser.“

Alles Wasser zurückgeben

Um diesen wertvollen Rohstoff zu schützen, ist Coca-Cola überall auf der Welt aktiv. Erklärtes Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll jeder Tropfen Wasser, der in den Getränken ist und der für die Herstellung benötigt wird, zurückgegeben werden. Deshalb ermittelt jeder Standort genau, wie viel Wasser er braucht. Dabei wird sogar das Wasser zum Bodenwischen einberechnet. Was bisher weltweit erreicht wurde, zeigt diese Graphik.

Kistenreinigung in Hildesheim

Auch Kisten müssen duschen, bevor sie wieder auf Reise dürfen - aber bitte mit möglichst wenig Wasser


In Hildesheim fängt Wassersparen bereits beim Flaschenwaschen an. Die Mehrwegflaschen durchlaufen mehrere Reinigungsschritte. „Das letzte Ausspritzwasser wird aufbereitet und in den Stationen davor eingesetzt. Das spart 20 Prozent Wasser“, erklärt Michael Bolik beim Rundgang. Weiterhin wird mit dem Brauchwasser von der Reinigungsmaschine auch die Waschanlage für Getränkekisten bestückt. Denn nicht nur Flaschen, auch die Kisten bekommen nach jeder Rückgabe eine ordentliche Reinigung.

Zig Kilometer Rohrleitungen ziehen sich durch knapp 140.000 Quadratmeter Betriebsfläche. Durch die meisten dieser Rohre laufen die Bestandteile für die Getränke, zum Beispiel der Sirup. Acht verschiedene Produkte stehen auf Boliks Plan. Bei jedem Produktwechsel ist eine Reinigung notwendig, damit die Getränke einwandfrei sind. Wird beispielsweise eine zuckerfreie Coke light nach einer Fanta abgefüllt, so dürfen weder Zuckerreste noch der Geschmack von Orangen an den Vorläufer erinnern. Um auch hier Ressourcen zu sparen, gibt es innovative Prozesse. Statt bei 80 Grad Celsius durchläuft die Reinigungslauge die Rohre nur noch bei 40 Grad. Das „Spülmittel“ wird an einer Stelle stoßweise in den Flüssigkeitsstrom dazugegeben. Das spart Energie und Wasser.

Hildesheim Wasseraufbereitung

Langjährige Zusammenarbeit mit dem WWF

Welche Möglichkeiten es gibt, Wasser und Energie zu sparen, hilft der WWF auszuloten. Die langjährige Partnerschaft zwischen Coca-Cola und dem WWF wurde im Juli 2013 bis 2020 verlängert und erweitert.

Über das Programm „Water Saver“ tauschen alle Standorte ihre Verbrauchsdaten aus und können voneinander lernen. In der Kombination von Sachverstand vor Ort und Lernen von anderen soll der Wasserverbrauch in den nächsten Jahren weiter sinken. „Damit erreichen wir sicherlich unser Ziel, im Jahr 2020 nur noch 1,6 Liter deutschlandweit zu erreichen. Gut zwanzig Prozent haben wir ja bereits in den letzten acht Jahren geschafft“, ist der Betriebsleiter optimistisch.

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