1. Was ist das Happiness Institut und warum beschäftigt sich ein Unternehmen wie Coca-Cola mit Lebensfreude? 

Thorsten Sperlich (Direktor des Coca-Cola Happiness Instituts): Seit über 125 Jahren stehen wir für Lebensfreude. Wir wollen dem Thema Lebensfreude eine Plattform geben: Das Coca-Cola Happiness Institut hat 2012 seine Arbeit aufgenommen. Seitdem bieten wir allen am Thema Lebensfreude Interessierten spannende Geschichten, Erkenntnisse und Studien. Wir arbeiten eng mit unserem interdisziplinären Beirat zusammen, zu dem renommierte Glücks- und Trendforscher sowie Ökonomen und Pädagogen zählen. Wir achten bei unserer Arbeit darauf, dass wir Wissenschaftliches in Alltagspraktisches übersetzen.Lebensfreude kann man teilen, das Wissen darüber auch! 

2. Was ist das Ziel des Happiness Instituts?

Thorsten Sperlich: Wir wollen den Dialog über Lebensfreude in Deutschland voranbringen, indem wir unser Wissen und die Erkenntnisse anderer bündeln und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen: Zum Start des Instituts im Jahr 2012 haben wir in einer großen Happiness-Studie zusammen mit dem Meingungsforschungsinstitut Forsa die Deutschen gefragt, was sie wirklich lebensfroh macht und im letzten Jahr haben wir die Lebensfreude in den verschiedensten Lebensbereichen betrachtet. Jetzt werfen wir einen Blick in die Zukunft. Dieser Blick in die Zukunft war auch Thema auf unserem Coca-Cola Happiness Kongress im Mai in Berlin. Mit einem Fachsymposium boten wir den Experten der Lebensfreudeforschung eine geeignete Plattform, sich über dieses universelle Thema auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. In diesem Rahmen haben wir auch die neue Coca-Cola Happiness-Studie 2014 „Die Megatrends der Gesellschaft und ihr Potenzial für mehr Lebensfreude“ vorgestellt. 

3. Warum hat das Institut diese Megatrend-Studie in Auftrag gegeben und was ist das Besondere daran? 

Thorsten Sperlich: Unsere Welt dreht sich schnell. Täglich strömen unzählige Informationen auf uns ein, in immer kürzer werdenden Abständen treten neue technische Errungenschaften in unser Leben. Wir haben uns gefragt: Was bedeutet dieser stete Wandel für unsere Lebensfreude? Was verändert sich und wie gehen wir am besten damit um? Deshalb haben wir die Coca-Cola Happiness-Studie 2014 „Die Megatrends unserer Gesellschaft und ihr Potenzial für Lebensfreude“ in Auftrag gegeben. Elf renommierte Experten aus Wirtschaft, Medizin, Psychologie, Trend- und Glücksforschung haben  die großen Strömungen in unserer Gesellschaft analysiert. Sie haben drei große Trends ausgemacht: Das Streben nach mehr Autonomie, die steigende Optionsvielfalt sowie den Wandel unserer Beziehungen. Daraus leiten sie konkrete Handlungsempfehlungen ab – wir nennen sie Lebensfreudestrategien. Und das ist auch das Besondere der Studie: Sie gibt nicht nur einen guten Überblick über den Zustand unserer Gesellschaft, sondern auch praktische Tipps für ein besonders lebensfrohes Morgen.

4. Welche Ergebnisse haben Sie besonders überrascht? 

Thorsten Sperlich: Ich habe mich besonders gefreut über das positive Ergebnis der Studie. Unser Lebensfreudepotenzial steigt – mit den vielen neuen Möglichkeiten, die uns das moderne Leben bietet. Das Fazit der Forscher ist: Wir müssen nur lernen, das Beste daraus zu machen. Und eben dafür gibt die Studie tolle Anleitungen. Jeder ist seines Glückes Schmied – so viel ist klar. Wie wir alle das Handwerk dazu erlernen können, das zeigt die Studie besonders anschaulich. Wir können im Leben nicht alles ausprobieren und nicht alles wird uns Lebensfreude bescheren. Wir müssen einfach nur wissen, was uns gut tut und uns auf dieser Basis entscheiden. Erster hilfreicher Tipp dabei: sich ein bisschen mehr Gelassenheit gönnen.