Blogs gibt es wie Sand am Meer zu jedem Thema. Um Euch eine Orientierung zu geben, stellen wir hier unserer Lieblingsblogs vor. Heute Filmosophie, den Film-Blog von Sophie Charlotte Rieger und ihren Filmosophen.

KINOFILME, SERIEN, FERNSEHFILME: Bewegte Bilder ließen das Herz von Sophie Rieger schon immer schneller schlagen. Sie beschäftigte sich mit Filmen und Filmkritiken in ihrer Freizeit, im Studium, in ihrem Beruf als Journalistin und natürlich vor allem als Bloggerin.

Filmkritik, ganz subjektiv

Als Filmosophie.com 2012 online ging, wollte Sophie vor allem eins: So über Filme schreiben, wie es ihr passt. Keine thematischen oder stilistischen Vorgaben und unbegrenzter Platz – das schien für die Journalistin damals die große Freiheit zu sein. Der Blog war ihre kreative und wissenschaftliche Spielwiese. Die Auswahl und die Herangehensweise sind noch heute sehr persönlich. 

Filmosophie - Team
SECHS AUGEN sehen mehr als zwei: Kathrin, Dennis und Sophie

Allerdings spielen inzwischen mehrere Persönlichkeiten eine Rolle. Erst kam die Filmwissenschaftlerin Cutrin dazu, dann Medienwissenschaftler Dennis. Zusammen mit der Amerikanistin Sophie bilden die drei das feste Filmosophenteam. Weitere Gastautoren schreiben gelegentlich mit.

Wir sind keine Leute, die sagen, ich hab mal drei Filme gesehen und schreibe jetzt darüber


Der große Vorteil der Kritiker-Vermehrung liegt auf der Hand: Sechs Augen sehen mehr als zwei. Filme wollen schließlich erst einmal gesehen werden bevor der Kritiker zur Feder greift. Und unterschiedliche Perspektiven tun auch dem persönlichsten Blog gut: „Jeder von uns hat einen anderen Zugang. Gleichzeitig sind das alles professionelle, wissenschaftliche Perspektiven. Wir sind keine Leute, die sagen, ich hab mal drei Filme gesehen und schreibe jetzt darüber,“ erklärt Sophie ihren gemeinsamen Anspruch.

Gender, Arthouse, Bollywood

Wo mehrere Kritiker zusammenkommen, können ihre Kritiken auch mehr abdecken. Trotzdem fühlt sich das Team von Filmosophie zu keinem Artikel gezwungen. Es gibt keinen Vollständigkeitsanspruch, nur echtes Interesse. So entsteht eine wilde und spannende Mischung. Blockbuster finden genauso Erwähnung wie Fundstücke aus abgelegenen Festivals.

Filmosophie.com – Homepage

AUFTRITT: Die Homepage der Filmosophen


Dennis schreibt gerne über Bollywood, Klassiker und DDR-Filme, Cutrin betreut Arthouse und Festivals und Sophie beschäftigt sich am liebsten mit Genderthemen. Inzwischen hat sie dafür einen eigenen Blog geschaffen. Auf Filmlöwin widmet sie sich ausschließlich Filmen von und über Frauen.

Uns geht es auf der Berlinale nicht um Glamour, sondern einzig und allein um: Filme


Für jeden Film-Freund gibt es natürlich einen großen Termin im Jahr: die Berlinale. Sophie und die Filmosophen sind dabei, wenn die roten Teppiche ausgerollt werden und sich alles um die Bären dreht. Bei allen Blitzlichtgewittern, Pressekonferenzen, Publikumsbefragungen und Regiegesprächen geht den Filmosophen auf der Berlinale nicht um Glamour, sondern einzig und allein um: Filme: „Wir gehen wirklich wegen der Filme auf die Berlinale und nicht auf Partys und Empfänge. Die Berlinale sieht für uns so aus: Wir gucken Filme und schreiben und gucken Filme und schreiben. Wenn zwischendurch noch Zeit zum Schlafen und Essen bleibt, sind wir schon zufrieden.“ Zehn Tage lang, zehn Nächte lang werden die Filmosophen auch dieses Jahr wieder so leben. Und wir werden hinterher wissen, wann es sich lohnt ins Kino zu gehen oder zu Hause den Beamer anzuwerfen.

Blogoskop

Hast du einen Lieblingsblog?

„In ergothek.com geht es um Filme, Bücher und Serien. Der Blog deckt eine recht große mediale Bandbreite ab. Dass das trotzdem nicht zusammengewürfelt wirkt, liegt daran, dass immer Goranas Persönlichkeit durchschimmert. Sie verrät viel über sich und wird dabei aber nicht banal oder uninteressant. Das mag ich."

Und einen Lieblings-Social-Media-Kanal?

„Facebook benutze ich am meisten. Twitter finde ich aber eigentlich schöner.“