Auf dem Pausenhof, zuhause, im Schulsport: Immer gab es Spiele und Sportarten, die uns als Kinder wahnsinnig viel Spaß gemacht haben und uns völlig außer Atem brachten. Und heute: Die Motivierten unter uns gehen nach dem Büro ins Fitnessstudio, um Hüftgold und schlechtem Gewissen den Kampf anzusagen. Spaß? Fehlanzeige. Es geht auch anders. Erinnern wir uns doch einfach mal an früher. Jede Wette: Schulhofsport macht auch heute noch Spaß und wirkt wie ein Jungbrunnen.

1. Hoola-Hoop

Kaum ein Mädchen hat nicht seine gesamte Grundschul- und Unterstufenzeit damit verbracht, Holz- oder Plastikreifen stundenlang um die Taille kreisen zu lassen. Wer geschickt war, nahm gleich mehrere Reifen und kreiste dann auch noch in unterschiedlichen Richtungen. Irgendwann hörte das auf.

Warum sollten wir wieder anfangen?

Reifen um die Taille kreisen zu lassen macht einfach Spaß – und vor den Freundinnen von früher macht es enorm was her! Zugegeben, für den Wiedereinstieg braucht man zwar nur einen Reifen, aber eine Menge Geduld. Anfangs wird der Reifen traurig auf dem Boden landen. Aber dann! Kaum kreist er wieder um die Körpermitte, trainiert der Reifen die gerade und seitliche Bauchmuskulatur. Spitzentaille und Spaß, was will man mehr? 

2. Gummitwist

Gummihüpfen war immer ein Mädchensport. Zwei standen im Gummi, ein bis zwei Mädchen hüpften verschiedene Kombinationen. Das Gummiband wurde anfangs um die Knöchel gehalten, dann um die Knie, dann um die Hüfte und wenn die Hüpferinnen sich noch immer keine Patzer erlaubt hatte, auch noch um den Hals.

Warum wir wieder anfangen sollten

Macht das Hüpfen auf einem Stepper im Fitnessstudio etwa Spaß? Nein! Gummihüpfen aber! Außerdem kostet es keine 50 Euro im Monat, sondern ein paar Euro für ein Gummiband und es bringt auch noch mehr. Im Gegensatz zum Fitness kann man beim Gummitwist seine Mithüpfer aussuchen und immer neue Kombinationen erfinden. Sportlich, kreativ und garantiert stimmungshebend!

3. Seilspringen

Ein Seil, sonst nichts. Damit konnten wir als Kinder stundenlang hüpfen. Langsam, schnell, einfach, doppelt, beidbeinig, einbeinig, abwechselnd rechts, links. Wenn mehrere Freunde zusammenkamen, schwangen zwei das Seil und ein bis zwei Hüpfer sprangen so lange, bis einer einen Fehler machte und durchgetauscht wurde.

Warum wir wieder anfangen sollten

Wer nicht jedes Mal, wie beim Gummitwist, zwei Freunde motivieren möchte, sondern auch mal alleine spontan vor sich hinhüpfen will, greift zum guten alten Springseil und ist versorgt. Seilspringen macht mehr Spaß als Joggen, man kann nebenher Musik hören und trainiert Kreislauf und Sprungkraft. Es macht zudem unglaublich leichte, schnelle Beine. Mehr Fitness braucht kein Mensch. Außerdem kann jede Frau von Welt nach einer halben Stunde Seilchenspringen stundenlang auf High Heels ihren Büroalltag meistern: alles Trainingssache. 

4. Treppenfangen

Auf Schulhöfen gibt es meistens Treppen. Am besten geeignet zum Treppenfangen ist eine Treppe mit etwa zehn Stufen. Alle Beteiligten, also zwischen drei und zehn Schüler, hüpfen gleichzeitig von einer Stufe auf eine andere. Einer ist der Fänger, die anderen die Gejagten. Da alle gleichzeitig hüpfen, weiß niemand, auf welcher Stufe der Fänger landet. Je nach Lust, Laune und Konstitution springt man eine Stufe höher oder tiefer oder auch zwei, drei oder vier. Wer mit dem Fänger auf die gleiche Stufe kommt, ist gefangen – und wird Fänger. 

Warum wir wieder anfangen sollten

Treppenfangen macht tierisch Spaß und fit hinsichtlich Sprungkraft und Reaktionsvermögen. Das könnte die spaßige und wesentlich effizientere Steigerung der Empfehlung „häufiger die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen“ sein: also häufiger mit Kollegen Treppenfangen spielen statt in die Kantine gehen. Hebt die Stimmung und macht fit. 

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