Blogs gibt es wie Sand am Meer zu jedem Thema. Um Euch eine Orientierung zu geben, stellen wir alle zwei Wochen einen unserer Lieblingsblogs vor. Heute: Der Kuchenbäcker, eine Fundgrube für Rezepte und Geschichten.

KUCHEN, TÖRTCHEN UND MUFFINS – das waren früher einmal Eintrittskarten für Tobias Müller. Wenn er zu Freunden und Bekannten ging, nahm er etwas Selbstgebackenes als Gastgeschenk mit. Dabei hat er nichts gegen Wein und Blumen. Aber Selbstgemachtes fand er charmanter: „Das war für mich eine Frage der Wertschätzung. Wer backt, der zeigt seinen Freunden: Ich habe mir für dich Zeit genommen.“

Die Beschenkten waren glücklich. Und fragten nach Rezepten. Irgendwann schlug jemand vor: Schreib doch einen Blog. Ein Blog sei ihm zu viel Technik, dachte Tobias. Dann siegte die Neugier. Zum Glück.

Der Kuchenbäcker – Tiramisu Sterne
ES LIEGT WAS IN DER LUFT – und auf dem Teller: Tiramisu Sterne


Selber Backen für alle

Heute backt Tobi auch dann, wenn er nicht eingeladen ist. Er backt Kuchen, Muffins, Kekse, er dekoriert, probiert und kooperiert. Zwar gibt es in seinem Leben auch noch einen Job als Irgendwas-mit-Online aber eigentlich ist er Kuchenbäcker. Backen und Bloggen passen für ihn inzwischen prima zusammen. Seit 2013 gibt es nun den Kuchenbäcker und offensichtlich haben die Leser großen Bedarf an Süßem.

Das schnelle Kuchen-Rezept für Montag

Der Kuchenbäcker – Cola Kirsch Muffins
ÜBERLEBENSMITTEL für zwischendurch: Cola Kirsch Muffins

Auch wenn der Kuchenbäcker vor allem backt, wie es ihm gerade passt, so gibt es doch auf dem Blog eine auffällige Häufung von Serien. Genial regional gehört dazu – eine Reihe über regionale Erzeuger –oder der Mug Cake Monday. Es gab auch schon einen Muffin Monday. „Ich hatte immer die Idee, den Leuten den Wochenstart mit einem schnellen und einfachen Kuchenrezept zu versüßen. Dann fiel mir ein: Einen Muffin zu backen ist an einem normalen Montag gar nicht so einfach. Ein Tassenkuchen hingegen ist sogar bürokompatibel.“ Stimmt. Man nehme ein paar einfache Zutaten, rühre sie in einer Tasse zusammen und stelle die Tasse für ein paar Minuten in die Mikrowelle. Fertig ist die Kuchenpause. Tassen und Mikrowellen gibt es in jedem Büro und Grund für einen Kuchen auch. „Mal ist der Chef schlecht gelaunt, mal läuft es einfach nicht rund. Fünf Minuten Kuchenpause helfen praktisch immer.“ Gegen Durchhänger am Dienstag oder Donnerstag helfen Tobis Rezepte auch. Besonders die Cola-Kirsch Muffins.

Wer backt, zeigt seinen Freunden: Ich habe mir für dich Zeit genommen.


Auch in der Vorweihnachtszeit wird Tobi gerne zum Serientäter. Ab 1. Dezember gibt es einen kulinarischen Adventskalender: jeden Tag ein neues Rezept. Da muss der Stammleser mit dem Backen erst einmal nachkommen. Aber Weihnachten sei ohnehin die Zeit, in der täglich der Duft von Zimt, Nelken und Spekulatius in der Luft liegen sollte, findet Tobi. Allzu abgefahren fallen die Weihnachtsrezepte jedoch nicht aus. Tobi ist zwar experimentierfreudig, aber Weihnachten schließlich eine Zeit der Traditionen. Da wollen Hobby-Bäcker und Profi-Blogger, dass in der Luft liegt, was wir alle aus der Kindheit kennen.

Berliner Brot, Plätzchen und mehr

Der Kuchenbäcker - Lebkuchenhaus
NEXT LEVEL: Das Lebkuchenhaus…

Für Tobi ist das vor allem Berliner Brot nach dem Rezept seiner Oma. Darauf kann er in der Vorweihnachtszeit am wenigsten verzichten. Und Spekulatiusgewürz, so erzählt er, wird dieses Jahr bei ihm eine große Rolle spielen. Für alle, die nicht warten können, verrät er uns hier schon einmal seine Rezepte für Mandel-Gewürz-Kekse, Tiramisu-Sterne und Baumkuchen. Deko-Genies versuchen sich vielleicht am Lebkuchenhaus oder gleich am Weihnachtsdorf

Der Kuchenbäcker – Weihnachtsdorf
…oder gleich das Weihnachtsdorf?


Bonbons selber machen

Beim Kuchenbäcker gibt es aber nicht nur Gebackenes. Ein großes Hobby von Tobi ist das Bonbonmachen: „Der Beruf des Bonbonkochers ist ausgestorben. Das sind heute Fachkräfte für Süßwarentechnik, die werden auf Industrieanlagen ausgebildet und lernen das alte Handwerk gar nicht mehr richtig.“ Deshalb hat er sich das Handwerk genauer angesehen. Als er durch Zufall eine alte Bonbonmaschine fand, musste er sie sofort haben. Sowohl der alte Beruf als auch die alten Rezepte reizten ihn. Er probierte rum, sammelte alte Bonbongläser und Rezeptbücher und baute dann sogar mit seinen Eltern eine Bonbon-Manufaktur auf, mit einem kleinen Bonbon-Museum und Showküche. „Leider bin ich nicht so oft dort, weil die Manufaktur in Dänemark liegt, wo meine Eltern sein einigen Jahren wohnen. So schaue ich eben, welche Bonbon-Rezepte sich auch zu Hause nachkochen lassen. Das ist bei Bonbons nicht so leicht, weil man zum Teil schwer an die Zutaten kommt.“

Tassen und Mikrowellen gibt es in jedem Büro. Grund für einen Kuchen auch.


Rezepte, die sich umsetzen lassen, teilt Tobi natürlich mit seinen Lesern. Alles andere bleibt unter Ausschluss der Öffentlichkeit und wird vielleicht einmal Gastgeschenk bei Freunden. Das bedeutet für den Leser: Alles, was er beim Kuchenbäcker online sieht, ist auch machbar. Dort finden sich keine Torten, an denen man stundenlang rumdekoriert und keine Zutaten, die es nur im Spezialgeschäft gibt. Also: Ran an den Herd! Wer noch unsicher ist, probiert vielleicht einfach einen Mug Cake Monday aus. Der nächste Montag kommt bestimmt.

Blogoskop

Hast du einen Lieblingsblog?

„Es gibt so viele tolle Blogs. Mein absoluter Lieblingsblog, wo ich wirklich alles lese, ist Holunderweg 18. Bloggerin Nathalie hat einfach einen wunderbaren Stil. Sie schreibt genau wie sie denkt. Das lese ich wahnsinnig gerne.“

UND EINEN LIEBLINGS-SOCIAL-MEDIA-KANAL?

„Instagram. Mein Account ist instagram.com/derkuchenbaecker".