Was für den einen pures Glück ist, muss bei dem anderen keine positiven Gefühle auslösen. Dennoch gibt es wissenschaftlich erwiesene Faktoren, die unser Glücksempfinden deutlich verbessern können

1. Mache dein Bett

Als Kinder sollten wir unser Bett machen, als Erwachsene kümmern wir uns eher weniger darum. Unsere Zeit ist kostbar geworden. Doch Bettmacher sind glücklicher als Nicht-Bettmacher, wie „Psychology Today“ berichtet. Ein ordentliches Bett macht schon etwas her, das fällt uns immer wieder im Hotel auf. Und genau wie uns ein aufgeräumter Schreibtisch meist organisierter und effektiver arbeiten lässt, könnte uns ein gemachtes Bett zu mehr Struktur im Alltag helfen. Einen Versuch ist es wert und die 30 morgendlichen Sekunden sind womöglich gut investierte Zeit in unser Wohlbefinden.

2. Führe gute Gespräche

Smalltalk hilft uns, schnell und unkompliziert mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Manchmal macht uns ein kurzer Plausch mit Fremden im Supermarkt oder in der Bahn ganz selig.

Eine Studie der Association for Psychological Science bewies allerdings, dass weniger Smalltalk und mehr tiefgründige Gespräche uns auf Dauer glücklich machen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass glücklichere Menschen weniger Zeit alleine verbringen als ihre unglücklicheren Mitmenschen. Geselle dich also zu Menschen, mit denen du auch tiefgründige Gespräche führen kannst. Innige und liebevolle Beziehungen sind die Basis für ein glückliches Leben.<

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3. Beweg dich!

Tanze, springe, laufe, radle, boxe oder roll dich auf der Erde. Hauptsache, du spürst deinen Körper und bewegst dich. Über die beglückenden Wirkungen von Sport und Bewegung wurde schon viel berichtet. Wir merken immer wieder selbst, wie wohl wir uns fühlen, wenn wir schwimmen, tanzen oder Fahrrad fahren. Wir sind im Alltag oft von unserem Körper entfremdet, er funktioniert nur noch. Gönne dir und deinem Körper Bewegung, dehne und strecke dich, spüre alle Muskeln und Fasern und lass dich massieren. Das macht wirklich glücklich!

4. Spiel mit dem Dreck und atme die Natur

Als Kinder haben wir uns gerne im Schlamm gewälzt, keine Pfütze war vor uns sicher. Wenn wir im Grünen sind, unsere Hand durch das saftige Gras streicht, die Sonne unsere Haut wärmt und es nach frisch gemähtem Rasen riecht, dann sind wir glücklich. Wer noch das Glück hat, einen Garten oder ein Beet zu haben, das er beackern kann, dem müssen wir eigentlich keine Glückstipps mehr geben.

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5. Wenig Alkohol und keine Zigaretten

Dieser Tipp soll ohne erhobenen Zeigefinger auskommen, denn wir alle wissen, wie lecker ein Glas guter Wein oder ein kühles Bier sein kann. Die Ergebnisse der Grant-Studie, eine der größten und aufwendigsten Langzeitstudien der Welt, zeigen jedoch, dass ein gelungenes Leben wenig Alkohol und kein Rauchen vorsieht. Wir genießen also lieber bewusst das gute Glas Rotwein, statt am Abend eine ganze Flasche hinunterzukippen.

6. Lerne aus Fehlern

Eine weitere Erkenntnis der Grant-Studie: aus Fehlschlägen für die Zukunft zu lernen. Probleme werden nicht durch Aggression (nach außen) oder durch Verdrängen (nach innen) gelöst, sondern durch Sport abgebaut, wie Spiegel Online berichtet.

7. Bleibe neugierig und entwickle dich weiter

Neulich stolperte ich im Netz über einen Spruch, der mir im Gedächtnis blieb. Er lautete in etwa: "Wer mit 50 Jahren noch die gleichen Ansichten wie mit 20 hat, der hat die letzten 30 Jahre nicht wirklich gelebt." Stimmt! Wir hören nach der Schule nicht plötzlich auf zu lernen und unser Wissen zu erweitern. Dann fängt es erst richtig an. Reise in ferne Länder, lerne interessante Menschen kennen und koche dich einmal rund um den Globus. Höre nie auf, über die Wunder des Lebens zu staunen, behalte einen kindlichen Blick und nimm nicht alles zu ernst. Dann bist du auf dem besten Weg, ein glückliches Leben zu führen.

Die Autorin

Victoria Scherff



Victoria Scherff ist Autorin bei unserem Kooperationspartner barcoo und schreibt über alles, was den Alltag besser macht.