Die letzten Sonnenstrahlen schaffen es gerade noch zu uns. Bald aber wird die dunkle Jahreszeit erleuchtet vom Strahlen der Bildschirme, Displays und Beamer. Serienzeit! Das Sofa ruft. Macht es euch gemütlich! Hier zeigen wir euch unsere neuen Lieblingssterne am Serienhimmel

„Stranger Things“

WELCOME BACK: Winona Ryder in „Stranger Things“


Back to the Eighties! Müsste der Untertitel dieser Mystery-Science-Fiction-Horror-Serie lauten. Wegen der Anklänge an große 80er -Filmhits wie „Stand by me“ oder „Poltergeist“ ebenso wie wegen der grandiosen Hauptdarstellerin Winona Ryder, deren Leinwandkarriere Ende der 80er Fahrt aufnahm. Ryder spielt die Mutter des Jungen Will, der eines Nachts auf dem Heimweg spurlos verschwindet. Danach ist nichts mehr wie es war und todesmutige Minderjährige treffen auf furchterregende Monster. Zu sehen bei Netflix.

 
Welche Coke passt dazu?
Winona Ryder ist spätestens seit „Reality Bites“ unsere Coke light-Queen.

 

„The Path“

ALLES Glaubenssache: Aaron Paul in „The Path“


Jesse aus „Breaking Bad“ hat jetzt eine eigene Serie. Aaron Paul spielt nicht nur die Hauptrolle, er ist auch Produzent von „The Path“. Bislang zehn Folgen erzählen von den Macht- und Glaubensfrage in einer fiktionalen Sekte, hervorgegangen aus einer Hippie-Kommune in Upstate New York. Sie essen vegetarisch, fahren Hybrid-Autos und benutzen Macbooks. Das Grundstück der „Meyeristen“ ist eine Mischung aus Öko-Kommune und Kibbuz. Beinahe  Hipster-Himmel. Doch bei aller Frömmelei belügen und manipulieren die Mitglieder einander ausgiebig. Zu sehen bei Amazon Video. 


Welche Coke passt dazu?
Zero. Für null Glauben an falsche Versprechungen.

 

„Transparent“

„Transparent“

YOU’VE GOT THE LOOK: Jeffrey Tambor als Maura/Mort Pfefferman in „Transparent“


Die Pfeffermans suchen die Liebe, nun bereits in der dritten Staffel. Und nebenbei auch: ihre Identität, besonders die sexuelle. Zu Recht wurde diese Serie von Jill Soloway mit Preisen überhäuft: Sie erzählt klischeefrei und leichthändig-tragikomisch vom Transgender-Coming-out des Familienvaters Mort (Jeffrey Tambor), der/die fortan als Mora weiterleben möchte. Auch seine drei Kinder durchqueren widersprüchliche Gefühlswelten, mal mit dem anderen, mal mit dem eigenen Geschlecht. Vielleicht rührt die Lebensnähe dieser feinen Erzählung auch daher, dass Jill Soloway die Geschichte ihres eigenen Vaters verarbeitete. Die vierte Staffel ist bereits beschlossen. So viel immerhin ist klar. Zu sehen bei Amazon Video.


Welche Coke passt dazu?
Alle, bunt durcheinander, bitte!

 

„The Man In The High Castle“

„The Man In The High Castle“

THIRD REICH: Grenzposten in „The Man In The High Castle“


Stell dir vor, der Zweite Weltkrieg wäre anders ausgegangen. Die USA wären aufgeteilt zwischen den Siegermächten Japan und Deutschland. Es hat schon öfter Romane mit ähnlichem Szenario gegeben, auch Verfilmungen, etwas das in England angesiedelte „Vaterland“ mit Rutger Hauer. Keine dieser Visionen jedoch hat es geschafft, die beklemmende Atmosphäre einer solchen Diktatur so bildgewaltig umzusetzen. „The Man In The High Castle“ basiert lose auf einem Roman von Philip K. Dick und wurde produziert vom Philip K. Dick-Spezialisten Ridley Scott. Auch hier steht bereits fest: Das endlose Dritte Reich geht demnächst in die zweite Staffel. Zu sehen bei Amazon Video.


Welche Coke passt dazu?
Zero. Für null Bock auf Diktatur.

 

„Crisis In Six Scenes“

Crisis In Six Scenes

MACH’S NOCH EINMAL, WOODY: Woody Allen und Miley Cyrus den Dreharbeiten zu „Crisis In Six Scenes"


Warum nicht auch Woody? Die großen Streamingdienste machen mit ihren üppigen Budgets vieles möglich, was im erstarrten Studiosystem abgelehnt wird. Kein Wunder also, dass sie regen Zulauf von etablierten Leinwandkünstlern haben und viele Schauspieler und Regisseure sich über paradiesische Arbeitsbedingungen freuen. Nur Woody Allen hadert. Natürlich mit sich selbst. Er habe jede Sekunde bereut, seit er den Vertrag unterschrieben habe, klagt er. Der Grund: nicht etwa die weibliche Hauptrolle, gespielt von Miley Cyrus. Er sei einfach mit dem Serienformat nicht zurande gekommen und fürchte nun, die netten Leute von Amazon zu enttäuschen. Die Kritiken waren nicht gerade überschwänglich. Und ja, die Selbstanalyse trifft zu: „Crisis in Six Scenes“ ist wie ein eher durchschnitlticher, ungekürzter Woody Allen, der einfach in sechs Teile geschnitten wurde. Aber Woody hüpft noch immer agil als Hauptdarsteller durchs Bild. Und wir bewundern ihn dafür, dass er seit 50 Jahren beinah jedes Jahr einen Film auf die Leinwand bringt. Und seine launige, Cordhosengemütliche Anarchie lässt uns jegliche Alltagshektik vergessen. Zu sehen bei Amazon Video.


Welche Coke passt dazu?
Für Klassiker: Coke Red.

 

„Mr. Robot“


Bist du eine Eins oder eine Null? Wirst du handeln oder nicht? Diese Frage stellt sich Elliot, ein junger Programmierer, der so ziemlich alles und jeden hackt. Die Grenze zwischen Netz und realer Welt verschwimmt für ihn zunehmend. Erst als er sich einer Gruppe anschließt, die den Mega-Konzern „Evil Corp.“ stürzen will, findet er seine Richtung wieder. Dieser Auftrag bringt ihn an den Rand seiner Kräfte. Denn mit deren Boss (Christian Slater) verbindet ihn mehr als er zunächst ahnt... Zu sehen bei Amazon Video.

Welche Coke passt dazu?
Wir entscheiden uns für das echte Leben: Coke life.

 

„Flesh and Bone“


In vielen Szenen erinnert „Flesh and Bone“ an den knallharten Tanzfilm Black Swan. Spitzenballett, Egos und Schmerzen, Kraft und Verletzungen. Und auch die undurchsichtige Vergangenheit der Hauptfigur Claire Robbins, ihre Qualen und innere Zerrissenheit erinnern sehr an Natalie Portman in Darren Aronofskys Meisterwerk. Doch Hauptdarstellerin Sarah Hay hat einen anderen, noch tieferen Einblick in das Thema: Sie tanzt selbst an der Semperoper in Dresden. Zu sehen bei Amazon.

Welche Coke passt dazu?
Auch Ballerinas sind echte Kerle. Deshalb zum Spitzentanz auf jeden Fall Coke Zero.

 

„Marcella“


Sie ist von zarter Gestalt und trägt diese tiefe Verletzlichkeit in den Augen. Gleichzeitig ist Marcella (Anna Friel) tough, unerschrocken und einer der besten Cops der Stadt. Die britische Serie erzählt von der Jagd nach einem brutalen Serienmörder in London aus Perspektive der unsteten Hauptfigur Marcella, die – gerade frisch von ihrem Mann verlassen – zwischen Verzweiflung und Mut, Zerbrechlichkeit und Brutalität schwankt. Düster, abgründig und hochspannend. Zu sehen bei Netflix.

Welche Coke passt dazu?
Verhangene Großstadt, viel Beton und Glas. Hier wünschen wir uns ab und zu ein wenig Grün herbei. Und trinken darauf eine Coke life.

 

„Chef’s Table“


Hier geht es an die Töpfe der absoluten Spitzenköche! Schon an der ersten Staffel konnten wir uns nicht sattsehen. In der zweiten Staffel geht es lecker weiter. Wieder dürfen wir sechs Köchen über die Schulter schauen, dabei zum Beispiel Gaggan Anand in Bangkok und Dominique Crenn in San Francisco. Übrigens: Auch in Frankreich stand „Chef’s Table“ für eine Sonderstaffel inzwischen am Herd von vier Spitzenköchen. Freuen dürfen wir uns außerdem auf Tim Raue, der als erster Deutscher in der vierten Staffel dabei sein wird, die 2017 startet. Zu sehen bei Netflix.

Welche Coke passt dazu?
Bei so vielfältigen Genüssen ist es schlicht unmöglich, nur eine passende Coke zu trinken. Wir empfehlen für die unterschiedlichen Spitzenköche verschiedene Sorten vorrätig zu halten.

 

„11.22.63 – Der Anschlag“


Was geschah am 22. November 1963 in Dallas? Auch über 50 Jahre nach dem Anschlag auf den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy gibt es zahlreiche Verschwörungstheorien. Die Thriller-Serie „11.22.63“ spielt gekonnt mit den Rätseln um das Attentat und entführt uns zurück in die 60er Jahre. James Franco spielt in der Stephen-King-Adaption den zeitreisenden Lehrer Jake Epping. Er wird in die Vergangenheit geschickt, um den Mord an Kennedy zu verhindern. Acht Folgen hat er Zeit, Lee Harvey Oswald auszuspionieren und mögliche Mittäter ausfindig zu machen. Kann er den Anschlag verhindern? Und wenn ja: Wie verändert das den Lauf der Zeit? Zu sehen auf DVD.

Welche Coke passt dazu?
James Franco in der Hauptrolle. Unser Coke-Light-Mann 2014. Also bitte...

 

„Orphan Black“


Die kenne ich doch? Zuschauer der kanadischen Mystery-Serie „Orphan Black“ sehen doppelt und dreifach. Manchmal auch vierfach. Denn Hauptdarstellerin Tatiana Maslany ist gleich in mehreren Rollen zu sehen. Sie spielt weibliche Klone, die getrennt voneinander aufwachsen und nun versuchen, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Das ist spannend, aber vor allem durch Maslany sehenswert. Sie gibt all ihren Figuren eine eigene Gestik, Mimik und Sprechart. Dafür bekam die 31-Jährige völlig zurecht einen Emmy. Zu sehen bei Netflix.

Welche Coke passt dazu?
Die schauspielerische Palette von Tatiana Maslany ist so breit wie das Sortiment von Coca-Cola. Darum am besten zu jeder Folge eine andere Coke trinken.

 

„Scream Queens“


Die Horror-Comedy „Scream Queens“ aus der Feder von „Glee“-Macher Ryan Murphy ist bitterböse und völlig überdreht. Die verwöhnten Studentinnen einer College-Verbindung (die Chanels) intrigrieren, manipulieren – und liefern die Gags. Ein mysteriöser Killer sorgt aber dafür, dass sich die Zahl der Darsteller (darunter Emma Roberts, Jamie Lee Curtis, Lea Michele, Abigail Breslin, Ariana Grande und Nick Jonas) schnell dezimiert. Die Suche nach dem Mörder übernehmen eine stümperhafte Polizistin und eine skrupellose Schuldirektorin. Köstlich! In Deutschland ist die Serie bislang nur im Original als Import-DVD zu sehen.

Welche Coke passt dazu?
Mehr Frauen-Power geht nicht. Unser Tipp: Coke light.