Der Super-Sonne-Sommer mit seinen Grillparties hat es mal wieder bewiesen: "mmmh & aaahh – Zusammen schmeckt's besser"! Genauso heißt die Coca-Cola Aktion, mit der wir Menschen  an einen gemeinsamen  Tisch bringen wollen. Jedes Land hat seine Sitten und Traditionen, denen wir in dieser Serie nachgehen wollen. Nach einem Blick in die Kochtöpfe von Italien und Russland präsentieren wir hier einige Bräuche und Tipps für mehr Freude am gemeinsamen  Essen aus der Coke Heimat, den USA.

Die Vereinigten Staaten von Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!  Was das Essen angeht, ist das nicht übertrieben. Die Vielfalt der Einwanderer führt dazu, dass die asiatische Küche genauso wie die mexikanische oder die europäische in dem riesigen Land heimisch sind. Aber gibt es eigentlich so etwas wie US-amerikanische Essenstraditionen?

Burger und Pommes? Die US-Speisekarte bietet viel mehr

Dirty South

Dawn Nelson aus Florida hält für ihre Gäste Überraschungen aus den Nord- und Südstaaten Amerikas bereit


Wir fragen Dawn Nelson aus Florida. Seit sieben Jahren lebt sie in Berlin und betreibt inzwischen ein Café und das Restaurant Dirty South im Stadtteil Friedrichshain. Hier verwöhnt sie ihre Gäste mit Cupcakes und Tex-Mex-Food, einer Mischung der mexikanischen mit der US-Südstaaten-Küche, die sich über die Jahrhunderte entwickelt hat.

Überraschungen aus der nordamerikanischen Küche

Das Rezept für Chili con carne im Dirty South besteht nicht einfach aus Hackfleisch, Bohnen und Chilipulver, sondern wird traditionell mit Rindfleisch, Kreuzkümmel und Koriander zubereitet. Dazu gibt es kein pappiges Brötchen, sondern selbstgemachtes Maisbrot. Und wer kennt schon Eggs Benedict, also Toastie mit Ei, Bacon und Sauce Hollandaise? Oder Corned Beef Reuben? Dahinter verbirgt sich Brot mit Corned Beef, Sauerkraut, Thousand Island Dressing und Käse. „Vor allem in den südlichen Bundesstaaten der USA läuft das unter klassischer Hausmannskost“, erklärt Dawn. Hausmannskost heißt im Englischen Comfort Food, was man ebenso mit Wohlfühl-Essen übersetzen könnte. Auch das ist eben typisch amerikanisch: Essen soll nicht nur satt machen, sondern auch Freude bereiten und das Wohlbefinden steigern.

Dirty South

Hier ist nur der Name schmutzig: Im Dirty South in Berlin Friedrichshain geht's ansonsten traditionell zu


Relax: Zusammen essen ohne Zwang

Im anstrengenden Alltag darf es gern schnell gehen mit der Zubereitung. Am Wochenende und an Feiertagen wird dagegen ausgedehnt gekocht und geschmaust, Häuser und Gärten füllen sich zu Dinner- und den beliebten Barbecue-Parties. Auf den Smoker-Grill kommt laut Dawn alles, was schmeckt: raffiniert eingelegte Steaks, Fisch, Gemüse. „Anything goes“, alles ist erlaubt, „die Amerikaner sind eben entspannte Menschen!“ Doch einmal im Jahr folgt alles einem genauen Plan...

Traditioneller geht’s nicht: Thanksgiving

An Thanksgiving, dem in den USA groß gefeierten Erntedankfest im November, kommen die Familien zum gemeinsamen Abendessen an einen Tisch, der sich durchbiegt unter einem Roasted Turkey (Truthahn) und diversen traditionellen Beilagen wie mashed potatoes (Kartoffelpüree), glazed carrots (glasierte Möhren) und cranberry sauce (Preiselbeersoße). Dawn mag es, ihren US-amerikanischen Freunden in Berlin ein klassisches Thanksgiving Dinner aufzutischen – und dafür bereits drei Tage vorher in der Küche zu stehen, damit auch alles rechtzeitig fertig ist. Denn das Truthahn-Menü ist für sie nicht einfach Comfort Food – an Tagen wie diesem muss es Homesick Food (Heimweh-Essen) sein.

Rezepttipp: Eggs Benedict – schnell und einfach

Dieses Gericht isst man in den USA typischerweise zum Frühstück oder Mittag. Es ist schnell gemacht. Man braucht:

Eggs Benedict

Rezepttipp: Eggs Benedict – schnell und einfach

Dieses Gericht isst man in den USA typischerweise zum Frühstück oder Mittag. Es ist schnell gemacht. Man braucht:

  • englische Muffins (Toasties)
  • Eier 
  • Essig und Salz zum Pochieren der Eier
  • Butter
  • Kochschinken oder Bacon
  • Sauce Hollandaise 

Pro Portion ein Ei so pochieren, dass das Eigelb flüssig bleibt. Schinken (oder Bacon) in der Pfanne mit Butter anbraten und eine Muffin-Hälfte rösten. Muffin mit Schinken bzw. Bacon und Ei belegen und warme Sauce Hollandaise darüber geben.

Dazu schmecken Tomaten oder Spargel. Für die vegetarische Variante ersetzt man den Schinken durch Blattspinat.


GUTEN APPETIT!