Seine Geschichte liest sich ein bisschen wie ein Märchen. David Correy kam unter ärmlichen Verhältnissen in Brasilien auf die Welt, wuchs bei amerikanischen Adoptiveltern auf und singt jetzt die Hymne zur Coca-Cola Kampagne anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™- in seinem Herkunftsland.
„Wer hätte sich träumen lassen, dass ein Kind mit meiner Biografie einmal Coca-Cola repräsentieren würde und noch dazu mit diesem großartigen Song beim größten Fußballevent der Welt uns das im Land, in dem ich geboren wurde?“ wundert der Sänger sich selbst. Dabei wusste David früh, dass er auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu Hause ist. Als er fünf Jahre als war, baute sein Vater ihm seine erste Bühne. „Ich hatte immer etwas in der Hand und tat so, als sei das mein Mikro,“ erinnert sich der 27-jährige Sänger heute. „Immer, wenn ich dort oben auf meiner Kinder-Bühne stand, hatte ich das Gefühl, die ganze Welt sei bei mir.“ In den nächsten neun Monaten wird dieser Kindheitstraum in Erfüllung gehen.

The World is Ours

Correy ist die Stimme hinter „The World is Ours“, der Coke Hymne zur aktuellen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.Bei der Trophy Tour, die durch insgesamt 89 Länder führt, gibt er zahlreiche Konzerte - zur Einstimmung auf das Kickoff-Turnier im Juni in São Paolo. Keiner dieser Auftritte wird sein wie der andere. David arbeitet gerade mit lokalen Künstlern an unterschiedlichen Versionen des Songs. Andere Sprachen und andere Sounds werden mitmischen und auch der ein oder andere Fan wird auf der Bühne zu hören sein.

Der steinige Weg aus der Armut zum Star

David kam vor 27 Jahren im brasilianischen Recife in bitterer Armut zur Welt. Seine Mutter war gerade einmal 13 Jahre alt, als sie ihn bekam. Als ihr Sohn anderthalb war, gab sie ihn zur Adoption frei. Amerikanische Eltern nahmen David zu sich und so wuchs er viele tausend Meilen von seiner Heimat entfernt, in Riva, Maryland auf. Seine amerikanischen Eltern unterstützten ihn früh in seinen Leidenschaften – dem Singen und dem Theaterspielen. So kam es, dass er schon zur Schulzeit in Musicals mitspielte und schließlich ein Stipendium am Berklee College of Music bekam.
Wenig später erlebte er wieder eine schwere Zeit: Eine Polypenentzündung schädigte seine Stimmbänder so schlimm, dass er nicht mehr singen konnte und Berklee verlassen musste. Er gab jedoch nicht auf und schrieb weiterhin Songs. Im Lauf der Zeit gewann er seine Stimme zurück und begann wieder zu singen. Als seine Karriere gerade wieder Fahrt aufnahm, traf ihn der nächste Schicksalsschlag. Bei einem schweren Verkehrsunfall brach er sich die Hüfte und ein Bein. Danach verbrachte er über ein Jahr in der Reha, um wieder laufen zu lernen. 
Nach dieser Zwangspause hatte David 2012 endlich wieder Glück: In einer Reality-Show gewann er mit seinen Gesangseinlagen und seinem bewundernswerten Optimismus die Herzen der Juroren und der Zuschauer. In der Fernsehshow erzählte er von seinem Traum, seine ursprüngliche Familie wieder zu sehen. Eine brasilianische Zeitung nahm die Geschichte auf und schließlich hatte David einen Auftritt in seiner Geburtsstadt Recife. In der ersten Reihe saßen stolz und vereint seine Geburts- und seine Adoptivfamilie. „Das war für mich der absolute Höhepunkt meines Lebens,“ sagt David heute.

Born to fly

Von da an ging es bergauf für David Correy. Im April bekam er einen überraschenden Anruf von Coca-Cola. Eine Woche später flog er schon nach Rio und traf sich mit Joe Belliotti, Chef der Abteilung Global Music Marketing von Coca-Cola. Danach ging es direkt ins Studio. Das brasilianische Percussion-Ensemble Monobloco hatte mit dem Producer Mario Caldato Jr. seinen Part schon aufgezeichnet, das Songwriting-Team Rock Mafia hatte den Text zur Musik geschrieben. Davids Stimme war der letzte Baustein zum Glück.
Als er selbst die Aufnahme zum ersten Mal hörte, konnte er gar nicht mehr aufhören zu lächeln. „Schon die ersten beiden Zeilen – „Run like you’re born to fly/Live like you’ll never die“, das entsprach haargenau dem, was ich erlebt hatte,“ erzählt er. „All die Kämpfe, die ich durchlebt habe, brechen aus mir heraus, wenn ich den Song singe. Für mich fühlt es sich so an, als müsste in diesen Momenten jeder Zuhörer durch alle meine Erlebnisse gehen, die schmerzhaften, aber auch die unglaubliche Lebensfreude.“
Auch Belliotti ist der Meinung, dass David die Idealbesetzung für den Coke Song zur aktuellen FIFA WM ist. „Wenn wir Musik und Sport zusammenbringen, wollen wir junge Talente dabeihaben, die das positive Denken und die Lebensfreude von Coca-Cola verkörpern,“ erklärt Belliotti. „Wir kannten die Geschichte von David und wussten, dass seine Wurzeln in Brasilien liegen.“ „The World is Ours“ vereint Davids Popmusik mit Sambarhythmen, Funk und Techno. Der Song soll nicht nur für gute Stimmung sorgen, sondern Fußball- und Musikfans aus der ganzen Welt für die Musik des Gastgeberlandes begeistern. „Die meisten Nicht-Brasilianer kennen diese Musik kaum, weil sie in den letzten Jahrzehnten bei uns nicht zum Mainstream gehörte.“

Singen für die Welt

David Correy ist stolz auf seine brasilianischen Wurzeln und ein geradezu fanatischer Fußballfan. Tatsächlich zeigt eines der unzähligen Tatoos auf seinem Körper eine brasilianische Flagge, die eine Heavy-Metal-Geste überdeckt. Das Motiv taucht übrigens als Cover der Single wieder auf. „Mein Schicksal hat mich zu einer Mischung unterschiedlicher Kulturen gemacht. Der Song, in dem so viele verschiedene Kulturen zu Wort kommen, ist ein bisschen wie ich. Das verbindet uns,“ erklärt David. 
Neulich kamen David, Monobloco und Gaby Amarantos, die brasilianische Sängerin, die eine portugiesische Version der Single herausgebracht hat, zur Live-Premiere von „The World is Ours“ in Rio. Sie traten an einem wolkenlosen Tag auf dem Gipfel des Corcovado Mountain auf. Sie blickten auf die Stadt und die Christus-Statue breitete hinter ihnen die Arme aus. „Wenn du so weit oben stehst, dann singst du wirklich für die ganze Welt,“ sagte David am nächsten Tag, noch ganz benommen von seinem Auftritt in der alten Heimat.

Erst wenige Wochen zuvor hatte er alte Fotoalben durchgeblättert, als er auf eine Aufnahme seiner Adoptiveltern vor der Jesus-Statue stieß. Sie hatten das Foto vor 25 Jahren aufgenommen als sie gerade unterwegs waren, um ihren Adoptivsohn abzuholen. „Es war immer ein Traum von mir, einmal selbst dort zu stehen,“ erzählt er. „Jetzt habe ich eigene Bilder, die ich in dieses Fotoalbum kleben kann.“