Jedes Jahr sterben knapp eine Million Menschen an den Folgen einer Malaria-Infektion - obwohl die Krankheit einfach zu behandeln ist. Anlässlich des Weltmalariatages am 25. April 2013 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erneut mit diesen Zahlen auf die Krankheit aufmerksam gemacht. Noch immer stirbt jede Minute ein Kind an den Folgen des so genannten Wechselfiebers, mehr als 200 Millionen Menschen sind infiziert. Vor allem in Afrika ist die Infektion weit verbreitet. Was fehlt, sind Medikamente. Aufgrund der schlechten Lieferwege kommen lebenswichtige Medikamente oft nicht schnell genug oder gar nicht bei den Patienten an. Mit dem Projekt „The Last Mile“ nutzt Coca-Cola sein logistisches Know-how und unterstützt gemeinsam mit dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (Global Fund) und der Bill und Melinda Gates Stiftung die Regierung in Tansania dabei, den Zugang zu Medikamenten für Afrika - beispielsweise gegen Malaria oder AIDS - zu erleichtern.

Eine Coke kommt überall hin

Medikamente für Afrika – die Lieferwagen fahren bis in die entlegensten Winkel
The Last Mile: Lieferwagen fahren bis in die entlegensten Winkel, um Menschen in Afrika Medikamente zu bringen


Coca-Cola ist Experte, wenn es um Distributionsnetzwerke geht. Das Unternehmen liefert seine Produkte in die entlegensten Winkel der Welt und kennt sich mit den lokalen Transportbedingungen aus. Als sich Coca-Cola 2009 das erste Mal mit Vertretern des Global Fund und der Bill und Melinda Gates Stiftung traf, stand eine Frage im Raum: „Wenn Coca-Cola in der Lage ist, Getränke in die abgeschiedensten Dörfer Afrikas zu transportieren, warum schaffen dann Medikamente nicht auch ihren Weg dorthin?“ Medikamente für Afrika – Coca-Cola wollte es möglich machen! 2010 gründeten die Partner das Projekt „The Last Mile“ und starteten einen Piloten in Tansania. „Ziel der Zusammenarbeit ist es, das tansanische Gesundheitsministerium dabei zu unterstützen, ein funktionierendes Verteilernetzwerk aufzubauen. Basis dafür sind unsere Logistik-Modelle, die sich in der Lieferkette von Coca-Cola bewährt haben“, sagt Adrian Ristow, Coca-Cola Projektmanager von „The Last Mile“ in Afrika.

20 Millionen Menschen erhalten Zugang zu Medikamenten

Medikamente für Afrika – Coca-Cola stellt das Vertriebsnetz für den Transport zur Verfügung
Ausgefeilte Logistik: Coca-Cola stellt Vertriebsnetz für den Transport von Medikamenten zur Verfügung


Medikamente für Afrika – aus dem Wunsch, helfen zu wollen, wurde ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt: In weniger als drei Jahren konnte die Lieferzeit von Medikamenten dank des Projekts deutlich verringert werden – in Tansania braucht der Nachschub statt 30 jetzt nur noch fünf Tage. Auch die Bestellung von Arzneimitteln wurde vereinfacht. Kliniken sind heute vielfach in der Lage, die benötigten Stoffe eigenständig anzufordern. Dadurch erhöhte sich deren Verfügbarkeit um 20 bis 30 Prozent. Insgesamt konnte die tansanische Regierung die Lieferung von 120 lebenswichtigen Medikamenten bereits von 500 auf 5.000 Gesundheitseinrichtungen erweitern. „Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass 20 Millionen Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben einen gesicherten Zugang zu Medikamenten haben“, so Ristow. Mitte 2013 wird das Pilotprojekt in Tansania auf eine Fläche von 75 Prozent des Landes ausgeweitet werden. Zudem ist eine Expansion der Initiative nach Ghana und Mosambik geplant – in Zusammenarbeit mit der Clinton Global Health Initiative.

Medikamente für Afrika:: Coca-Cola Kisten transportieren Durchfallmittel in Sambia

Seit 2010 liefert Coca-Cola in Sambia auch Medikamente zusammen mit seinen Getränken aus. Dabei werden Mittel gegen Durchfall - wie Zinktabletten und orale Rehydrationssalze - in den freien Platz in Coke Kisten gesteckt und transportiert. Die Idee dazu hatte der Brite Simon Berry. Er gründete 2008 seine Initiative „ColaLife“ mit dem Ziel, die Vertriebswege für Medizin mithilfe bereits bestehender Distributionsnetzwerke zu ergänzen. Medikamente für Afrika – Coca-Cola arbeitet mit seinen Partnern weiter daran, denn es gibt noch viel zu tun!