Ein Lächeln auf der Straße, eine Überraschungs-Party mit Freunden, die Sonne kitzelt dein Gesicht, ein unerwarteter Kuss. Egal ob kleine Freuden im Alltag oder große Gefühle: Es ist dein Augenblick. Sei ganz bei dir. Erlebe ihn. Taste The Feeling!

DER GERUCH von Salz und Algen. Wenn ich auf der Landstraße das Fenster öffne und es noch nicht sehen kann. Die erste Verheißung, das Gefühl anzukommen. Endlich wieder am Meer. Wo bin ich nur so lange gewesen?

Am Ende der Welt

Etwas später sehe ich es endlich und werde ruhig und unruhig zugleich. Der Blick zum unendlich weiten Horizont gibt mir Ruhe. Das Gefühl, sofort in dieses Wasser springen zu wollen, macht mich kribbelig. Endlich raus aus dem Auto, Gepäck hinschmeißen, ausgepackt wird später.

Taste The Feeling - Meer sehen
SOFORT REIN! Beim ersten Kontakt mit dem Wasser beginnt der Urlaub wirklich

Ich renne den Weg zu den Felsen durch Ginster und Hortensien. Ein paar Minuten später stehe ich am Felsen und atme tief. Es ist, als hätte die Gischt sich in die Luft gemischt. Es tost eher grün-grau als türkis, die Wellen spritzen hoch, das Meer ist wild an diesem Nachmittag. Über ein paar Felsen klettern, endlich die Füße im Sand.

„Natürlich wird meine Hose nass. Jetzt ist eh schon alles zu spät. Ich stürze mich in die nächste Welle.“

Eigentlich will ich zum Wasser rennen, aber der Sand lässt mich kaum vorwärts kommen. Außerdem ist der Weg weiter als sonst, wir haben Ebbe. Trotzdem: zumindest bis zum Knie rein in die Wellen, die natürlich höher, kräftiger und schneller sind als erwartet. Und kälter. 15 Grad, dafür mit Tempo – das ist für mich der Atlantik in der Bretagne. Natürlich wird meine Hose nass. Egal. Jetzt ist eh schon alles zu spät. Ich stürze mich in die nächste Welle und spüre statt des Huch-Moments, den Schwimmbäder und Seen meist auf Höhe der Taille bereithalten, den Ganzkörper-Schock. Drei Züge tauchen, und schon wirkt es nicht mehr so kalt.

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FÜR DIESEN Augenblick lohnt sich der Weg

Fünf Minuten in den Wellen machen mich so fertig wie Kilometerschwimmen im Freibad. Als ich aus dem Wasser stapfe, ringe ich nach Atem, setze mich kurz in den Sand und sammele mich. Dann wird es empfindlich kalt. Finisterre ist nicht die Côte d’Azur, das Wasser hat mich ausgekühlt, der Wind streicht über meine Gänsehaut. Schnell ins Handtuch. Mir ist kalt, ich habe Salzgeschmack in der Nase und einen Bärenhunger. Zum Glück hält die bretonische Küche einiges bereit, um mich wieder aufzubauen.