Ein Lächeln auf der Straße, eine Überraschungs-Party mit Freunden, die Sonne kitzelt dein Gesicht, ein unerwarteter Kuss. Egal ob kleine Freuden im Alltag oder große Gefühle: Es ist dein Augenblick. Sei ganz bei dir. Erlebe ihn. Taste The Feeling!

BUMBUM, bumbum, bumbum. Mein Herz klopft. Regelmäßig aber schnell. Fast so schnell, dass ich jeden Moment befürchten muss, es springt mir gleich aus dem Brustkorb. So schnell, dass ich es höre, ohne hinhören zu wollen. Ich bin mir fast sicher, dass es jeder um mich herum mitbekommt. Äußerlich bleibe ich cool. Du kommst nur in den Raum, machst nichts weiter. Streifst mich mit einem kurzen Blick. Ich bin aufgeregt und denke an unser letztes Treffen.

Unser Song zum Valentinstag: „Kiss“ in der Version von Tom Jones und Art Of Noise


Du hast mir von dir erzählt. Von deinen Wünschen, deinen Ansichten, deinen Plänen, deiner Familie. Davon, wer du warst, bist und sein willst. Für den Hauch eines Moments war ich nicht mehr unterwegs. Ich war nicht mehr in der Uni, nicht mehr auf der Arbeit, nicht mehr bei meinen Ängsten und bei Dingen, die mich stressen. Ich war ganz bei dir, ganz bei mir.

Kaum eine Fingerspitze passte mehr zwischen unsere Münder. Ich spürte deinen weichen Atem auf meiner Haut.

Ein Kuss. Der Kuss. Unser Kuss. Unser erster. Deine grünen Augen sahen mich an, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan. Als hätten sie es schon bei unserem ersten Kennenlernen vor ein paar Monaten geahnt, dass wir uns einmal so nahe kommen würden. Sanft und ruhig, irgendwie unaufgeregt. Kaum eine Fingerspitze passte mehr zwischen unsere beiden Münder. Ich spürte deinen weichen Atem auf meiner Haut.

Und dann: mit jeder weiteren Bewegung fluteten Unmengen an Endorphinen meinen Körper. Du bettetest mich sanft auf Wolke 8. Wie könnten die 100 Milliarden zart umspielten Nervenzellen auf meinen Lippen auch anders reagieren? Botenstoffe schossen in mein Gehirn, Serotonin und Adrenalin tanzten Tango.

„Du bist das Letzte an was ich denk‘, wenn ich einschlafe und das Erste, was ich denk‘, wach ich auf.“ (Clueso)

Erste Küsse gibt es viele. Der erste Kuss im Kindergarten, der die erste Sandkastenliebe besiegelt. Verliebt, verlobt und längst vergessen. Das erste Bussi der Freundin, das einem zeigt, dass man es in den Freundschaftsolymp geschafft hat. Die ersten feuchten Küsse der Tanten und Verwandten, die mit steigendem Alkoholpegel auf Familienfeiern korrelieren und von denen man Monate später noch Albträume hat. Und dann gibt es die Küsse, nach denen nichts mehr ist wie vorher.

Taste The Feeling – Der erste Kuss

DANACH ist nichts mehr wie vorher


Aus meinen Köpfhörern dröhnt jetzt „Verliebt Lala“ von Clueso, während ich von der Uni nach Hause laufe: „Du bist das Letzte an was ich denk‘, wenn ich einschlafe
Und das Erste, was ich denk‘ wach ich auf.“ Kitsch. Noch ganz benommen von unserer Begegnung kann ich selbst Liebeslieder gerade ganz gut ertragen. Vielleicht war das kein Kuss wie viele andere. Ich hoffe auf ein weiteres Treffen, bald. Mal sehen, ob Berlin das erlaubt.