Ein Lächeln auf der Straße, eine Überraschungs-Party mit Freunden, die Sonne kitzelt dein Gesicht, ein unerwarteter Kuss. Egal ob kleine Freuden im Alltag oder große Gefühle: Es ist dein Augenblick. Sei ganz bei dir. Erlebe ihn. Taste The Feeling!

KLICK. Der Gurt ist geschlossen. Das Gepäck verstaut. Das Handy im Flugmodus. Die Kaugummis schon mal griffbereit.

Ich verreise. Das ist eigentlich nichts Unübliches. Meistens nehme ich den Fernbus. Ab und zu sind auch Bahnfahrten im Budget. Heute aber nehme ich seit Längerem mal wieder das komfortabelste Transportmittel: das Flugzeug.

Bereits der Flughafen hat ein eigenes Flair. Meistens ist es jedoch zu spät oder zu früh, wenn man dort ist. Die Leute sind hektisch und nervös, es nicht rechtzeitig auf ihren Sitzplatz zu schaffen. Gäbe es freie Platzwahl würde schon Stunden vorher alles voller Handtücher liegen, denke ich als meine Reihe für das Boarding aufgerufen wird. Da steht schon das halbe Flugzeug erwartungsvoll in der Schlange.

Taste The Feeling – Über den Wolken
EIN SCHNELLER Trip Richtung Sonne, Beach Boys inklusive

Nach dem Weg durch die sterile Röhre, vorbei am Flugpersonal, habe ich endlich meinen Platz erreicht. Ein Fensterplatz. Minimale Beinfreiheit, maximaler Ausblick.

Ich liebe das Fliegen. Bei dem Gedanken daran, in ein paar Stunden aufzuwachen und in einem anderen Land zu sein, bin ich immer noch aufgeregt wie ein kleines Kind. Diese freudige Unruhe, die man nur dann spürt, wenn Neues und Ungewohntes bevorsteht.

Kurt Tucholsky hat dieses Gefühl so beschrieben: „Ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnsüchtig schreit die Ferne, und ich drehe mich im Bett herum und denke "Reisen...““ Dieses Mal bin ich dem Schrei gefolgt. Habe gebucht. Spontan. Schnell. Ohne viel Stress, ohne den Termin mit irgendjemandem koordinieren zu müssen. Einfach alleine Richtung Sonne, Richtung Abenteuer.

Das Flugzeug rollt im Dunkel der Nacht auf die Startbahn. Es steht zuerst noch eine Weile, bringt sich in Position. Steht wieder. Jetzt geht es los, denke ich aufgeregt.

Die Turbinen donnern. Ich werde in meinen Sitz gedrückt und sehe wie die Startbahn immer schneller vorbeizieht. Gleich kommt es: Das Gefühl kurz nach dem Abheben. Die eine Sekunde Schwerelosigkeit. Das Bauchkribbeln.

Ich freue mich auf die Ferne. Und den Tomatensaft.