Coca-Cola Accelerator – Initiator David Butler

Startups stehen für Einfallsreichtum, Innovation, Flexibilität – hier werden aus kleinen Ideen schnell ganz große Projekte. Coca-Cola hat im Sommer 2013 in neun Städten weltweit ein Accelerator Programm initiiert, um Startups mit herausragenden und nachhaltigen Ideen zu unterstützen und voneinander zu lernen. Der Coca-Cola Global Accelerator Summit im März in Berlin ist der erste Erfahrungsaustausch der internationalen Accelerator-Teams. Mit dabei: der Initiator des Programms, David Butler, Vice President für Innovation aus der Unternehmenszentrale in Atlanta.

Das Coca-Cola Accelerator-Programm sucht innovative Gründer

Das Coca-Cola Accelerator-Programm definiert sich selbst als unkonventionell – was heißt das und warum diese Beschreibung?
Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass unser Modell auf einem “founders-first”-Ansatz basiert, also „Gründer-zuerst“. Wir wissen, dass tolle Unternehmensgründer eine weitaus bessere Chance haben, auch tatsächlich tolle Unternehmen zu gründen. Neue Ideen zu haben ist einfach, aber es erfordert sehr viel Stehvermögen, sie erfolgreich umzusetzen.
Das Coca-Cola Accelerator-Programm sieht jedoch vor, großartige Gründer zu finden und diese zu unterstützen.
Sie selbst kommen aus dem Design. Welche Innovationen lassen vor diesem Hintergrund Ihr Herz schneller schlagen?
Als Designer habe ich mich die meiste Zeit damit befasst, Unternehmen zu helfen, Produkte zu kreieren, zu optimieren, neu zu positionieren oder zu erweitern, um neues Wachstum herbeizuführen. In jedem Fall gibt es einen Punkt, an dem man an ganz klare Grenzen stößt, die durch das Geschäftsmodell bestimmt werden. Es gibt einige Dinge, die man nicht tun kann aufgrund der Art und Weise, wie das Geschäft betrieben wird. In meiner derzeitigen Rolle und im Rahmen unseres Accelerator-Programms gestalten wir das gesamte Geschäftsmodell, mit allem Drum und Dran, nicht nur das Produkt oder die Serviceleistung – das ist eine große Chance. Als Designer kann man keine bessere Möglichkeit geboten bekommen.
Und das hat mich auch dazu gebracht, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Als ich gefragt wurde, ob ich bereit wäre, zu helfen, den Innovationsgrad zu erhöhen, kam ich nicht umhin, die Art und Weise zu betrachten, wie Startups von Null auf riesige Bewertungen gelangen und mich zu fragen, ob wir etwas Ähnliches schaffen könnten.

In Berlin findet der erste Coca-Cola Global Accelerator Summit statt

Als Gastgeberstadt des ersten jährlichen Coca-Cola Global Accelerator Summit ist Berlin gewählt worden...
Wir haben uns aus drei Gründen für Berlin entschieden: Zunächst geht in der Startup Community von Berlin unheimlich viel. Von Singapur bis Sydney oder San Francisco, jeder scheint über Berlin als das „nächste große Ding“ zu reden.
Deutschland ist darüber hinaus natürlich einer unserer bedeutendsten Märkte und eine unserer stärksten Business Units. Hendrik Steckhan, der Geschäftsführer der Coca-Cola GmbH, ist von Anfang an einer unserer größten Unterstützer gewesen. Und schließlich ist Berlin, ob Sie es glauben oder nicht, auch die praktischste Stadt, weil sie für alle Teilnehmer weltweit ungefähr gleich gut erreichbar ist.
Der Charme von Startups scheint darin zu bestehen, dass sie nicht unbedingt so schnell wie möglich auf allen Ebenen erfolgreich sein müssen. Sehen Sie das auch so?
Ja, wir sind überzeugt, dass wir die Misserfolgsquote von 90 Prozent bei den meisten Startups entscheidend verringern können, indem wir die unglaublichen Ressourcen der The Coca-Cola Company nutzen – Ressourcen, von denen die meisten Startups nur träumen können. Wir haben die Marken, die Beziehungen, die Finanzierung und die Vertriebskanäle, die uns hoffentlich helfen können, schneller vom Startup zum Scale-up zu gelangen.
Was macht Sie so zuversichtlich, dass der Startup Spirit nicht nur ein Hype ist – wie die New Economy vor zehn Jahren, besser bekannt als Dotcom-Blase?
Ich hatte 1996 selbst eine Dotcom-Firma gegründet und danach mit vielen weiteren zusammengearbeitet, bis es 2001 zum Zusammenbruch kam. Was heute wirklich anders ist, ist der Ansatz. Wir setzen so wenig Ressourcen wie möglich ein, entwickeln Produkte gemeinsam mit Kunden, statt nur für diese zu entwickeln und fokussieren uns von Anfang an auf das Geschäftsmodell, und das ist ein ganz anderer Ansatz als in den Dotcom-Tagen.
Eine Dotcom-Firma, an die ich mich erinnere, boo.com, gab damals mehr als 60 Mio. USD aus, bevor sie ihr Produkt auf den Markt brachte. Die heutigen Startups arbeiten genau umgekehrt – sie kreieren schnell ein „Produkt mit minimaler Wirtschaftlichkeit“ innerhalb von Tagen nach der Gründung, um das Geschäftsmodell zu validieren. Dies ist ein ganz anderer Ansatz als die Art und Weise, wie Dotcoms damals aufgebaut wurden.
Vor 125 Jahren entstand eine Innovation mit Namen Coca-Cola. Was bedeutet es für ein Unternehmen dieser Dimension heute, den Gründergeist der Innovation aufrechtzuerhalten?
Ich denke, dass dies wirklich ein toller Ansatz ist, um über sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen großer Unternehmen, gemeinnütziger Organisationen und sogar staatlicher Institutionen in unserer Zeit nachzudenken. Um relevant zu bleiben, müssen wir uns auf die Umsetzung konzentrieren – das tun, was wir auch in der Vergangenheit getan haben – wobei wir aber auch neue Wege erkunden müssen, um Einfluss auszuüben, mit einem Wert für die Menschen, die in den Gemeinden leben, in denen wir tätig sind. Unsere Mission lautet: „Die Welt erfrischen, Momente von Optimismus und Glück herbeiführen, Werte schaffen und etwas bewirken“. Das ist das, was wir versuchen… und Sie stimmen mir sicherlich zu, dass dies äußerst erfrischend ist.

Starthilfe für Startups! Wir glauben an Ideen

Wer eine Idee hat, kann diese in Ermangelung an finanziellen Mitteln oft nicht umsetzen. Das Coca-Cola Accelerator-Programm unterstützt mutige Erfinder! Denn neue Startups braucht das Land. Weitere Informationen über das Programm gibt es hier in unserem Accelerator Programm.