• Jeden Monat stellt euch die Journey Redaktion ein spannendes Start-up vor!
  • Wir wollen uns aber nicht auf schöne Versprechungen verlassen, sondern die neuen Angebote selbst ausprobieren.
  • Diesmal: tolle Orte zum Fotografieren
MEIN ERSTES FOTO vom Eiffelturm sieht ziemlich seltsam aus. Ich stand fast direkt darunter und konnte einfach keine anständige Perspektive finden. Also sieht man nur ein Stück Turm – ohne Kopf und ohne Füße. Die Französin, mit der ich damals unterwegs war, schüttelte nur den Kopf. Wir müssen zum Trocadéro, sagte sie, dort hat man die beste Aussicht auf den Tour Eiffel. Tatsächlich brachte ich von diesem Schüleraustausch noch richtig schöne Bilder mit. Gemeinsam mit der Erkenntnis: Wer gut fotografieren will, muss wissen, wo. Da kommt mir das Start-up Locationscout gerade recht.
Manuel Becker, Gründer von Locationsscout
FOTOGRAFIEREN am richtigen Ort: Manuel Becker, Gründer von Locationscout

Auch Manuel Becker, der Gründer von Locationscout, kennt den Wert von Expertentipps. In San Francisco nannte ihm eine Joggerin den perfekten Ort: Kirby Cove. „Dort die Sonne hinter der Metropole mit der Golden Gate Bridge im Vordergrund aufsteigen zu sehen war einfach perfekt“, sagt Manuel. Seit 2014 betreibt er nun den „Reiseführer für Fotografen von Fotografen“ mit Fotos aus derzeit 78 Ländern. Über 1.000 Mitglieder sind schon dabei, wöchentlich werden durchschnittlich 100 neue Spots hochgeladen, immer mit genauen Geodaten. Es muss übrigens nicht immer weit entfernt und exotisch sein, wie Manuel findet. „Locationscout hat mir selbst die Augen für meine schöne Heimat, das Rheinland rund um Bonn und Köln, geöffnet, in dem ich mittlerweile regelmäßig nach tollen neuen Fotomotiven suche.“

Fotografieren in Stuttgart: Das Schloss? Na ja.

Auch ich beginne diesseits des Atlantiks: Ich bin in Stuttgart. Anderthalb Stunden habe ich bis zur Weiterfahrt, sonnig ist es hier und herbstlich warm – optimal zum Fotografieren in der Innenstadt. 27 Locations werden mir angeboten, ich entscheide mich für das Neue Schloss. Zentral gelegen, Brunnen davor, sieht nach einem guten Fotomotiv aus. Dort angekommen merke ich: Der Fotograf verstand sein Werk. Denn im Original, na ja. Sieht ein bisschen streng aus, wie es da so steht, in Stein, am Tag. 
Fotografieren mit Locationscout - Stuttgart
WAHRZEICHEN: Neues Schloss in Stuttgart

Aber da war doch dieser Brunnen, gleich davor, mit lustigen Gesellen drin... Als ich eine Stunde später wieder im Zug sitze, habe ich ein Bild vom Neuen Schloss. Und ungefähr 20 Fotos von der steinernen Figur, die Wasser aus dem Brunnen trinkt.

Fotografieren in Wiesbaden:
Schau, der Vogel!





Fotografieren mit Locationscout - Stuttgart
Brunnen am Stuttgarter Schloss

Die nächste Gelegenheit zum Test ergibt sich bald: ein Tag in Wiesbaden, die Abendsonne taucht die Stadt in schönes Licht. Ich schaue beim Locationscout, doch der hat diesmal leider nichts für mich. Aber Moment, das ist doch die Gelegenheit! Ich wär’ der erste Fotograf in dieser Stadt. Ich frage meine ortskundige Begleitung nach einem anständigen Motiv, sie lotst mich recht schnell zum Kurhaus
Fotografieren mit Locationscout - Wiesbaden
TIERISCH: Wasservogel in Wiesbaden

Und ja, gefällt mir auch, der Stein. Mein Blick fällt auf den Brunnen hinter meinem Rücken, auf einmal bin ich abgelenkt. Als der Zug sich wieder in Bewegung setzt, habe ich zwei, drei Fotos vom Kurhaus im Gepäck. Und etwa 20 von diesem hübschen Wasservogel, der mit seinem Nachwuchs da im Brunnen saß.
Fotografieren mit Locationscout
SCHÖNE AUSSICHT: Kurhaus Wiesbaden

Fotografieren in Berlin:
Mein Freund, der Fisch

Etwas später in Berlin. Mein Ehrgeiz ist geweckt. Ich will noch ein Bild, das Locationscout nicht hat. 24 Orte sind es in Berlin bislang – und kein Bild von der Mauer dabei? Steckt doch so viel Emotion und Geschichte drin – auch von Coca-Cola
Fotografieren mit Locationscout - Berlin
VERSTECKTER FREUND: Fisch an der Mauer, Berlin

Auf zur East Side Gallery! Nach den ersten Bildern schlendere ich auf die Rückseite der Mauer und schaue mir Graffiti an. Als ich wieder in der U-Bahn sitze, habe ich zwei, drei Fotos von den Künstlerbildern an der Mauer.


Und etwa 20 von diesem türkisfarbenen Fisch, den ich an ihrer Rückseite entdeckt habe. Den sollte ich Manuel zeigen, wenn er mal in der Hauptstadt ist.
Seit 2013 gibt es das „Coca-Cola Founders Network“, das weltweit nach jungen, kreativen und motivierten Gründern sucht, um sie bei der Entwicklung innovativer StartUp-Ideen zu unterstützen.
10 StartUp-Teams aus Metropolen wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Bangalore, Istanbul oder Singapur und Berlin gehören inzwischen dazu.