„Ich bin der festen Überzeugung, dass die Coke aus der Glasflasche viel besser schmeckt als aus der Dose oder Plastikflasche. Aber das kann doch eigentlich nicht sein, oder?“  

Genau. Es kann eigentlich nicht sein. Die Rezeptur, also die Zusammensetzung von Coca-Cola ist in jeder Verpackung genau gleich. Das Getränk müsste also objektiv gleich schmecken. Aber was ist schon objektiv?

Alles Geschmacksache

Tatsächlich bekommen wir sehr viele Fragen wie diese, aufgeteilt in zwei Lager. Die einen fragen sich, warum Coca-Cola aus der Glasflasche am allerbesten schmeckt, die anderen, warum sie aus der Dose am besten schmeckt. Die Antwort auf beide Fragen kann nur lauten: Sie haben beide Recht. Und beide haben gute Gründe.

Das Getränk müsste objektiv gleich schmecken. Aber was ist schon objektiv?

Im Grunde spricht nichts dagegen, Rotwein aus einer Espressotasse, einen Espresso aus einer Sektflöte und eine Limo aus einem Schnapsglas zu trinken. Es ist alles nur ein bisschen ungewohnt und manchmal auch unpraktisch. Außerdem sieht es nicht ganz so hübsch aus. Und weil das Auge mittrinkt und gewisse Erwartungen aufgebaut werden, wenn die Hand nach dem Gefäß greift, schmeckt das Getränk je nach Darreichungsform ein bisschen anders. Natürlich kann jeder mal zuhause ein bisschen rumexperimentieren. Die meisten Menschen werden aber bei der traditionellen Aufteilung bleiben – und ihre Coke vermutlich weiterhin am liebsten aus der Glasflasche oder aus der Dose trinken.

Frage des Monats - Getränkeverpackungen
DAS AUGE trinkt mit: Auch die Erwartung bestimmt das Geschmackserlebnis

Glas, Dose, PET: alles zu seiner Zeit

Wer wählen kann, trinkt seine Coca-Cola tatsächlich am liebsten aus der 0,2 L Glas-Konturflasche oder aus der Dose. Die wenigsten Fans dürfte die PET-Flasche um sich scharen. Dabei wird sie am meisten gekauft. Tatsächlich ist es so, dass Dose und Glasflasche gegenüber der Kunststoffflasche zwei Vorteile haben: sie lassen sich leichter kühlen und die Kohlensäure entweicht nicht. Das PET-Material hingegen ist etwas durchlässiger, so dass mit der Zeit Kohlensäure entweichen kann. Auch deshalb haben die Produkte in der PET-Flasche meistens eine kürzere Haltbarkeit. Wer eine Flasche tatsächlich erst nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum öffnet, kann schon mal ein Getränk vorfinden, das nicht mehr ganz so lebhaft prickelt wie sonst.

Trotzdem hat die PET-Flasche eindeutig ihre Vorteile: Wer nur einen Schluck trinken möchte und nicht gleich eine ganze Flasche oder Dose leeren möchte, ist mit der wiederverschraubbaren Flasche am besten dran. Zum Beispiel unterwegs. Oder im Familienkreis, da bietet sich die große PET-Flasche an, wenn alle aus Gläsern trinken.

Natürlich gibt es Liebhaber bestimmter Darreichungsformen. Für den einen gehört das Zischen beim Dosenöffnen zum Geschmackserlebnis, für den anderen die Konturflasche in der Hand. Der eine trinkt seine Mini-Dose auf ex, der andere spart sich in seiner wiederverschließbaren Flasche etwas für später auf. Auch deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Getränke in unterschiedlichen Verpackungen und Größen anbieten. Da ist für jeden etwas dabei. Und falls ihr mal etwas ganz Wildes ausprobieren wollt: Trinkt doch mal eine Coke aus einem Cocktailglas.

Alles klar? Wenn nicht, einfach fragen. Einmal im Monat beantworten wir an dieser Stelle Anfragen unserer Leser.

Claudia Wurm – Consumer Interaction Center
CLAUDIA WURM leitet das Consumer Interaction Center von Coca-Cola. Sie hat auf fast jede Frage eine Antwort.