Wer digital mit anderen in Kontakt treten möchte, hat heute diverse Möglichkeiten: Mit E-Mail, SMS, Facebook und Twitter seien nur die gängigsten Kommunikationsformen genannt. 

Doch der digitale Austausch ist nicht nur vielfältig, schnell und beliebt, er hat auch seine Fallstricke – besonders für die Karriere. Wie man Online-Medien richtig nutzt, verraten Kommunikationsexperten auf Coca-Cola Journey. Es lohnt sich, diese acht Regeln für gelungene Online-Kommunikation zu beherzigen – damit es auch weiterhin im Job gut läuft.

Regel Nr. 1: Behandle berufliche E-Mails wie Geschäftsbriefe

Es muss nicht immer gleich die peinliche E-Mail mit den Lästereien über den Kollegen sein, die man unbeabsichtigt an den großen Verteiler schickt, in dem dann auch der betreffende Kollege ist... Schon kleine Schlampereien und Formlosigkeiten in professionellen E-Mails können den Empfänger verprellen und das Geschäft verderben. Nach Meinung des Autors des Buchs Manners in a Digital World: Living Well Online, Dan Post Senning, werden ganze Sätze, korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie respektvolle Anreden oder die Abschiedsfloskel „mit freundlichen Grüßen“ unterschätzt. Lieber etwas zu förmlich als zu flapsig – eine E-Mail ist keine Kurznachricht, auch wenn man sie vom Smartphone verschickt!

Regel Nr. 2: Bevor Du eine dienstliche SMS verschickst, denke an Deinen Chef

„Für manche Menschen gehört die Kommunikation per SMS immer noch ins Private“, gibt Karriere-Coach Roy Cohen und Autor von The Wall Street Professional's Survival Guide zu bedenken. Bevor man seinem Chef oder einem Kollegen eine professionelle Kurznachricht schickt, sollte man sich die Frage stellen: Wie tickt mein Chef bzw. das Unternehmen? Kommunikation per SMS muss also zur Firma passen. Der Ratgeber-Autor Dan Post Senning sieht noch ein weiteres Problem: Wer eine Kurznachricht sendet, erwartet in der Regel vom Adressaten eine zügige Antwort. Dieses Gefühl sollte man bei seinen Vorgesetzten besser nicht erzeugen – es sei denn, es geht um akutes Problem wie zum Beispiel einen verpassten Flug. 

Regel Nr. 3: Vorsicht Facebook

Viele, die in ihrem Facebook-Account Freunde und Kollegen vereinen, vergessen hin und wieder, dass sie nicht nur unter Freunden sind. Dabei sind Klatsch und Meckereien über das Büro absolut tabu! Eine Möglichkeit für etwas mehr Privatsphäre: Getrennte Profile für den beruflichen und den persönlichen Bereich. Zu besonderer Vorsicht rät Kommunikationsexperte Dan Post Senning bei Fotos: „Bilder können sich besonders stark auf ein Erscheinungsbild auswirken.“ Findet zum Beispiel ein potentieller Arbeitgeber ein gepostetes Bild fragwürdig, war die Bewerbung umsonst. Wer Fotos von Kollegen posten möchte, sollte unbedingt vorher das OK einholen!

Regel Nr. 4: Erst denken, dann twittern

Dass sich auf Twitter alle kurz fassen müssen, bedeutet nicht, dass es dort keine Missverständnisse gibt. Je kürzer die Nachricht, desto besser sollte sie durchdacht und abgesichert sein, rät Karriere-Coach Roy Cohen. Schließlich kann sich hier jeder in aller Kürze über den Autor informieren. Und noch ein Tipp von Dan Post Senning für erhitzte Gemüter: Niemals twittern, wenn man sich über etwas aufregt! Lieber durchatmen – und den Tweet erst abschicken, wenn man sich beruhigt hat.

Regel Nr. 5: Hol das Beste aus Deinem Social Network Profil heraus

Business-Portale wie zum Beispiel LinkedIn sind eine hervorragende Unterstützung im Beruf oder bei der Jobsuche. Oft wird ihr Angebot allerdings nicht richtig ausgeschöpft, sagt David Burkus, Professor für Betriebswirtschaft an der Oral Roberts University im US-Bundesstaat Oklahoma. Es gebe zum Beispiel branchenspezifische Diskussionsforen, in denen Teilnehmer kostenlos Hilfestellung und Anregungen erhalten. Außerdem sollten Nutzer darauf achten, ihr Profil sorgfältig zu pflegen und nicht nur die Kontaktliste. Letzteres sei wichtig, so Burkus, ein aussagekräftiges Profil jedoch ebenso.

Regel Nr. 6: Prüfe regelmäßig Deine Auftritte in den sozialen Medien

Ein Social-Media-Account zum Beispiel bei Facebook will gepflegt werden, denn inzwischen schaut fast jeder Arbeitgeber, was seine Bewerber im Netz von sich preisgeben. Der Wirtschaftsprofessor David Burkus rät, sich auf eine Online-Präsenz zu konzentrieren und nicht halbherzig überall vertreten sein zu wollen. Das muss nicht immer Facebook sein: Wer seine eigene Homepage oder ein Blog kreativ gestaltet und mit interessanten Inhalten bestückt, dürfte vielen Mitbewerbern um eine begehrte Stelle etwas voraus haben.

Regel Nr. 7: Behandle alle im Netz so, wie Du auch behandelt werden möchtest

So simpel diese Regel klingt, so sehr vergreift man sich gerade bei der Online-Kommunikation leicht im Ton. Denn der Kommunikationspartner sitzt ja in der Regel nicht gegenüber. Doch Online-Experte Dan Post Senning ist sicher: Respekt und Freundlichkeit zahlen sich immer aus – auch am Arbeitsplatz.