Vergangene Woche fanden in Willingen im Sauerland die Nationalen Winterspiele von Special Olympics statt. Coca-Cola ist langjähriger Partner von Special Olympics Deutschland und mit dem inklusiven Projekt der Lift Unified Laufgruppen seit 2011 gemeinsam aktiv. Bei den Nationalen Spielen waren erneut auch Mitarbeiter von Coca-Cola als freiwillige Helfer dabei. Dieses Mal hatten die Coke Volunteers die Gelegenheit, am Rande der Spiele mit zwei Athleten über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Herbert Krüger
HERBERT KRÜGER
Herbert Krüger ist 34 Jahre alt und Vize-Athletensprecher für Niedersachsen. Er kommt aus Hildesheim und tritt bei Special Olympics in den Sportarten Schwimmen, Leichtathletik und Schneeschuhlaufen an.

 

Herbert, sind das hier deine ersten Nationalen Spiele von Special Olympics?

Herbert: Nein, ich war bereits bei einigen Nationalen Spielen dabei, z.B. in Garmisch oder in Inzell. In Garmisch bin ich auch das erste Mal im Schneeschuhlaufen angetreten.

Wie häufig hast du für die Winterspiele trainiert?

Ich gehe einmal in der Woche Laufen oder Walken. Ab und zu gehe ich auch ins Fitnessstudio aufs Laufband oder auf den Stepper. Da laufe ich meist so um die fünf Kilometer.

Was gefällt dir hier besonders gut?

Die einzigartige Atmosphäre! Man geht aufeinander zu und kann miteinander reden. Hier trifft man viele bekannte Gesichter wieder und lernt aber auch neue Leute kennen. Wir müssen uns aber auch bei allen ehrenamtlichen Helfern bedanken. Die waren alle total nett und haben viel gearbeitet.

Was machst du, wenn du wieder zu Hause bist? Hast du noch andere Hobbys?
Zuerst mal freue ich mich darauf, meine Freundin wieder zu sehen! Die kann nämlich leider nicht dabei sein, weil sie arbeiten muss. Sonst spiele ich ab und zu ein bisschen mit meiner Playstation oder sitze am Computer. Aber so viel Zeit bleibt neben meiner Arbeit und dem Sport dann auch gar nicht.

„In Sportvereinen gibt es immer noch Berührungsängste“

Was würdest du die für die Zukunft wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die eine Behinderung haben, mehr in Sportvereinen aufgenommen werden – bisher gibt es hier leider noch immer große Berührungsängste. Das ist schade, weil die Nationalen Spiele so ein tolles Erlebnis sind und man hier einfach eine Menge toller Leute kennenlernt.

 

Mark Solomeyer
MARK SOLOMEYER
Mark Solomeyer ist 43 Jahre alt und Athletensprecher für Special Olympics Deutschland. Er wohnt in Bad Ems und seine Sportart ist Badminton.

Mark, du trittst bei den Sommerspielen sehr erfolgreich im Badminton an. Welche Bedeutung hat der Sport für dich?

Mark: Sport hat für mich persönlich eine ganz große Bedeutung. Ich habe eine lange Krankengeschichte und Sport hat mir enorm dabei geholfen, zurück ins Leben zu finden – beispielsweise beim Sprechen.

„Durch Sport lernt man das Miteinanderleben und Lebenlassen – und wird dadurch viel selbstbewusster.“

Außerdem lernt man das Miteinanderleben und Lebenlassen – und wird dadurch viel selbstbewusster.

Hier bei den Winterspielen bist du jetzt offiziell als Athletensprecher unterwegs. Was gehört da zu deinen Aufgaben?

Ich vertrete ich die Athleten bei offiziellen Anlässen, bei den Nationalen Spielen bin ich aber vor allem als Ansprechpartner für sie da. Wenn sie Probleme oder Sorgen haben, können sie sich immer an mich wenden. Ich möchte mich da auch gar nicht so sehr in den Fokus stellen, sondern sehe mich eher als Sprachrohr – zur Presse oder den unterschiedlichen Organisatoren.

Was ist dir besonders wichtig, wenn es um die Unterstützung der Athletinnen und Athleten geht?

Ich möchte vor allem unsere regionalen Athletensprecher stärken und untereinander vernetzen. Außerdem sollen auch vermehrt Spiele auf regionaler Ebene stattfinden, hier möchte ich die Sprecher bei der Organisation unterstützen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es muss noch viel getan werden.

Die Nationalen Winterspiele in Willingen sind nicht deine ersten Special Olympics, du warst unter anderem sogar schon bei den Weltspielen 2007 in Shanghai dabei. Was ist für dich das Besondere an den Special Olympics?

Die Begegnungen mit den anderen Athleten sind einfach toll. Alle können zusammen trainieren, sich gegenseitig Tipps geben und motivieren. Das Leitmotto von Special Olympics „Gemeinsam stark“ hat für mich auch deshalb eine ganz besondere Bedeutung und spiegelt unseren olympischen Gedanken sehr gut wieder.