DIE IDEEN FÜR UNSERE PLAYLISTS kommen normalerweise von Musikern, Schauspielern und anderen Menschen, die uns begeistern. Menschen, die unsere Welt und unsere Gedanken zum Tanzen bringen. Diesmal aber ist die Quelle unser Inspiration schlicht und einfach: das Wasser.

Mit gutem Grund. Wir bei Coca-Cola haben ein besonderes Verhältnis zum Wasser. Nicht nur, weil wir unsere Getränke daraus herstellen. Wasser ist die wertvollste Ressource auf der Erde. Deshalb ist der verantwortungsvolle Umgang mit und der Schutz von Wasser fester Bestandteil unserer globalen Ziele. Vor kurzem hat Coca-Cola als erstes Fortune 500-Unternehmen seinen Wasserverbrauch vollständig ausgeglichen, fünf Jahre früher als geplant.

Wasser ist das Ur-Element allen Lebens. Klar. Aber Wasser ist für uns auch: Musik. Der feine Landregen auf einer Dorfstraße, ein tropischer Wolkenbruch, die ewige Wiederkehr der Brandung am Meer.

Als wir in unsere Plattensammlungen schauten – die haben wir noch! –, stellten wir fest: Es gibt beinah so viele Songs über das Wasser, wie es Lieder über die Liebe gibt. Deshalb wollen wir mit euch zuhören, was Musikern aller Stile und Epochen empfinden, wenn sie auf die Weite des Ozeans hinausblicken oder das Rauschen des Regens hören. Wie ihre Akkorde fließen, die Melodien fliegen, wenn sie sich vor diesem scheinbar selbstverständlichen und doch so kostbaren Element verneigen.

„Wir steigen niemals in denselben Fluss“. Diesen berühmten Satz sagte der griechische Philosoph Heraklit vor rund 2500 Jahren. Der Fluss, das wollte er mit diesem Bild sagen, ist jeden Tag, jede Minute ein anderer, mit anderen Strömungen, anderem Wasser. Das Wasser ist für Heraklit Sinnbild des ständigen Wandels in unserer Welt. Wasser ist Bewegung und Veränderung. Wie das Leben selbst.

Deshalb hier von uns für euch: Die bislang flüssigste Journey Playlist.

Einfach laufen lassen und genießen!

 

1. Nicolas Jaar: „Être“

Nicolas Jaar beginnt sein hochgelobtes Album „Space Is Only Noise“ mit dieser Meditation am Ufer. Klingt nach Aufbruch. Los geht’s!

2. Waldeck: „Aquarius“

Leben wir schon im Zeitalter des Wassermanns? Darüber sind die Sterndeuter verschiedener Meinung. The Fifth Dimension machten aber schon 1969 diesen Song aus dem Musical „Hair“ zu einem Welthit. Die Version des Wiener Elektronikers Klaus Waldeck nimmt uns auf einer sanften, aber unwiderstehlichen Welle mit.

3. Frank Ocean: „Swim Good“

Frank Ocean schrieb lockere Songs für John Legend oder Justin Bieber. Und er schrieb ebenso locker über seine Bisexualität. Keine Kleinigkeit im Hip-Hop und R’n’B. Mit seinem coolen Flow zeigt er Mut und offenen Geist. Schwimmen kann er offenbar auch.

Hier könnt ihr hören, was Rita Ora aus dem Song macht:

4. Justin Timberlake: „Cry Me A River“

Das Rauschen im Intro: ein Fluss, Regen, die Dusche? „Cry Me A River“ war einer der ersten Songs, die Justin Timberlake als Solo-Künstler veröffentlichte. Dabei ist dieser Klassiker über 60 Jahre alt. Besondere Aufmerksamkeit verschaffte ihm die Version von Julie London, aber auch Dinah Washington, Ella Fitzgerald und Barbra Streisand haben ihm ihre besonderen Noten verliehen.

Stepped in the waters / The water was cold / Chilled my body / But not in my soul (Anderson .Paak)

5. Anderson .Paak: „The Waters“

Anderson .Paak hat schon einiges erlebt, sogar obdachlos war er schon mit Frau und Kind. Nachdem Dr. Dre ihn entdeckte, ging es allerdings bergauf. Sein Album „Malibu“ gilt als eines der besten des Jahres. Beste Strandlage.

6. Adele: „Water Under The Bridge“

Manchmal muss man loslassen können, sagt Adele. Und jemanden ziehen lassen wie Wasser unter einer Brücke.

7. Tony Joe White: „Rainy Night in Georgia“

Mit Regengüssen in Georgia kennen wir uns aus. Mit diesem Song wurden sie in unzähligen Versionen besungen. Das Original von Tony Joe White aus dem Jahr 1969.

8. Gregory Porter: „Liquid Spirit“

Der Sänger Gregory Porter hat viele Wassertitel und Flüssigkeitsmetaphern in seinem Repertoire. Klar, flüssig und manchmal verdammt heiß.

9. Radiohead: „Weird Fishes/Arpeggi“

Mit Radiohead gleiten wir durch einen warmen Golfstrom bunter Harmonien.

10. Ernest Ranglin: „Surfin“

Der Godfather der jamaikanischen Gitarre ist schon mit Bob Marley und vielen anderen gesurft. Eine relaxte Lagune aus Jazz und Reggae.

Die Sprache des Regens verstehen / begreifen, worüber er spricht (Caterina Valente)

11. SpVgg Linden-Nord: „Die Sprache des Regens“

Caterina Valente hat diesen Song des Brasilianers Baden Powell bei uns bekannt gemacht. Hier eine famose Version der Spielvereinigung Linden-Nord aus Hannover.

12. TLC: „Waterfalls“:

Jage nicht nach den Wasserfällen, halte dich an die ruhigen Gewässer, die du kennst, singen TLC. Die Geschichte hinter dem Song findest du hier.

13. Malaria vs. Chicks on Speed: „Kaltes Klares Wasser“

Ein immer wieder erfrischender Klassiker der Berliner Frauen-New-Wave-Band hier in einer Neubearbeitung mit Chicks On Speed. Brrrrrrr!

14. Lykke Li: „I Follow Rivers“

Lykke Li würde ihrer Liebe überallhin folgen. Der Videobeweis:

15. Grace Jones: „Walking In The Rain“

Auch Grace Jones ist unterwegs. Ursprünglich stammt der Song von der australischen Band Flash and The Pan. Aber sie hat ihn zu einem Klassiker gemacht.

16. Michael Rother: „Blauer Regen“

Der deutsche Gitarrist Michael Rother hat mit Neu! Musikgeschichte geschrieben – und bis heute nicht aufgehört. Kenner hören hier den feinen Regen an den Hängen des Weserberglandes.

I'm singing in the rain / Just singin' in the rain / What a glorious feeling / I'm happy again (Gene Kelly)

17. Gene Kelly: „Singin In The Rain“

Als Gene Kelly diese wundervolle Hymne aufnahm, war sie bereits ein Evergreen, einspielt von Dave Brubeck, Oscar Peterson oder Sammy Davis jr. Aber eigentlich hatte der Song bis dahin nur auf ihn gewartet:

18. Die Peheiros: „Wasser ist zum Waschen da“

Herrlicher Nachkriegs-Schlager-Schmus von den Peheiros. Damals wollte man vor allem brave Unterhaltung. Doch die drei Sangesbrüder aus Bremen wagten bereits die krasse These: „Ohne Wasser wäre (...) Hawai die Südessee-Insel, ein öder Palmenpinsel.“

19. Dalida: „Am Tag als der Regen kam“

Titelsong eines deutschen TV-Krimis von 1959, komponiert von Gilbert Bécaud, unvergesslich durch Dalida. Wurde Regen jemals wieder so sehnsuchtsvoll herbeigesungen?

20. Peter Fox: „Haus Am See“

Schon eine Immobilie am Wasser hebt ja die ganze Existenz. Peter Fox singt: „Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau, schließ’ die Augen und lauf einfach geradeaus.“ Wir stimmen ein in den Chor: Auf zum Haus am See!

21. Astrud Gilberto: „Agua De Beber“

„Deine Liebe ist der Regen, mein Herz die Blume“. Solche Zeilen schrieb der brasilianische Dichter Vinícius de Moraes, gemeinsam mit Antonio Carlos Jobim. Aber wir werden sie immer mit der Stimme von Astrud Gilberto hören.

22. Fat Freddy’s Drop: „Fish In The Sea“

In Neuseelnad kennen sie sich aus mit allem, was im Wasser lebt, denn sie sind umgeben von sehr viel Waser. Hier spricht die Band Fat Freddy’s Drop mit einem Wunschfisch, ähnlich dem Butt im Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“. Als der nicht helfen kann, gibt es ein einfaches Mittel, um die Sorgen loszuwerden: „In the evening / When the sun has set / Come to me/ By the waters edge / Say the words oh / Say them loud and clear / And the worries, all your worries / Will disappear.“

23. Ludovico Einaudi, Cecilia Chailly: „Onda“

Der italienische Pianist und Komponist Ludovico Einaudi ist ein Star der zeitgenössischen Klassik. Die Harfenistin Cecilia Chailly hat seine Werke für die Harfe adaptiert. Hier die anmutige „Onda“, zu Deutsch: „Welle“

24. Michael Nyman: „Fish Beach“

Der britische Komponist Michael Nyman wurde bekannt durch seine Musik für die Filme von Peter Greenaway. Hier ein Stück aus dem Soundtrack zu „Drowning by Numbers“.

25. Georg Philip Telemann: „Wassermusik in C-Dur“

Die „Wassermusik“ Georg Philipp Telemann aus Jahr 1723 trägt auch den Beinamen „Hamburger Ebb’ und Fluth“. Dieser vierte Satz ist dem „verliebten Neptunus“ gewidmet.

26. Antonio Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten: Sommer“

Die „Vier Jahreszeiten“ sind ein Schulbeispiel für Programmmusik, also Musik, die etwas bildlich nachzeichnet. Hier lässt Antonio Vivaldi ein Sommergewitter niedergehen. Immer wieder eine Naturgewalt.

27. Charles Trenet: „La Mer“

Danach sehen sieht man manchmal klarer. Wir blicken mit Charles Trenet aufs Meer. Sein Tongedicht aus dem Jahr 1943 berührt uns noch heute. Wenn Trenet die Stimme erhebt, tanzen die Sonnenreflexe auf dem Wasser. Hier ein schönes historisches Video:

28. Bobby Darin: „Beyond The Sea“

Sehr bekannt ist Trenets Chanson auch in der Version des Sängers und Schauspielers Bobby Darin, dessen Leben von Kevin Spacey verfilmt wurde. Hier ein Ausschnitt:

29. Lang Lang & Madeleine Peyroux: „Moon River“

Die Spiegelung des Mondlichts auf dem nächtlichen Fluss, dem man einfach folgen muss. Hunderte Male haben wir diesen Standard schon gehört, doch selten so anrührend wie in dieser neuen Einspielung des Pianisten Lang Lang mit der kanadischen Sängerin Madeleine Peyroux.

30. Jarabe de Palo: „Agua“

Durst ist für die spanische Band Jarabe de Palo eine Metapher für unerfüllte Sehnsucht. Eine, die bislang 50 Millionen Youtube-Zuschauer verstehen können:

31. The Kooks: „Seaside“

Eine frische Brise von The Kooks aus dem britischen Seebad Brighton.

32. Jack Johnson: „To The Sea“

Auch Jack Johnson aus Hawaii ist ein bekannter Experte für alles Maritime. Er war schon an der Highschool Profi-Surfer.

I'm gonna drown / In that troubled water / It's coming 'round my soul /  It's way beyond control (Cat Power)

33. Cat Power: „Troubled Waters“

Nicht Simon and Garfunkel sind es, die Cat Power hier in dunkel-ozeanische Gefühlslagen übersetzt. Es ist ein Song von Duke Ellington aus dem Jahr 1936.

34. Bill Frisell: „Surfer Girl“

Meistergitarrist Bill Frisell hängt dem „Surfer Girl“ der Beach Boys seine Akkorde wie Blütenkränze um den Hals.

35. Kat Edmonson: „Rainy Day Woman“

From Cat to Kat: „Well, I’ll never mind the weather, as long as we’re together“, sagt ihr Geliebter – und ist doch nur an Regentagen bei ihr. Für uns ist die wunderbare Kat Edmonson eine Frau für jede Wetterlage.

36. Smetana: „Die Moldau“

Na, gut durchgeschwommen? Wir könnten diese Playlist noch eine Weile weiterlaufen lassen (und tun das vielleicht demnächst). Für heute aber können wir nicht schließen, ohne noch ein zwingendes Stück zu spielen. Wegen seiner Länge haben wir es für den Schluss aufgehoben: „Die Moldau“, das bekannteste Werk des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana. Wie der Fluss zu Beginn aus zwei kleinen Quellen sprudelt und zu einem mächtigen Strom anschwillt – das ist eine hinreißende Liebeserklärung an seine Heimat, an die Kraft der Natur – und an das Wasser, das in ihr fließt.