Sie rasen, springen, spielen Polo: Biker aus ganz Deutschland haben sich in Berlin zur Fahrrad-Schau getroffen. Dort gab's die neuesten Trends und die besten Designs. Cityräder, Mountainbikes, E-Bikes oder Rennräder. Dazu Lenker, Sättel, Schlösser, Kleidung, Anhänger und und und. Wir haben uns ins Getümmel gestürzt – und vier Bikes für vier ganz spezielle Typen gefunden!

Fahrradmesse

Der Tiefstapler: 

Ja nicht auffallen. Das ist die Devise des Tiefstaplers unter den Bikes. Das Mini-Rad für die kurze Fahrt zwischendurch! Ursprünglich für Artisten gebaut, gibt es diese Exemplare heute wohl nur noch im Internet. Aber das Baby-Bike kann mehr als viele denken: „Ich fahre bei Mountainbike-Marathons die Bergsprints damit oder packe eine Anhängerkupplung dran. Dann kannst du im Sommer mit Grill und Bierkasten in den Park fahren“, sagt Besitzer Thomas Strobel (27). Oder mal schnell zuhause von der Couch zum Kühlschrank!

Der Individualist: 

Pimp my Bike! Der Individualist will nicht so aussehen, wie die anderen. Er will sich nicht anpassen, sondern einzigartig sein. Comics, Palmen, Sonnenuntergänge: Fast alles ist möglich bei der Firma Riesel aus Dresden: „Die Leute können uns ihr Rad schicken und wir gestalten es nach ihren Wünschen“, sagt Mitarbeiter Thomas (37). Egal ob Klapprad, Rennrad oder BMX-Bike. Lenker, Gabel, Rahmen, Sattelstütze: Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Außer das Urheberrecht! „Es ist auf jeden Fall was für Radfahrer, die auf das Äußere achten. Technik spielt eine untergeordnete Rolle. Die Optik entscheidet“, meint der Fachmann. 

Der Allrounder: 

Fahrradmesse

Wow, sind die dick: Die Reifen des Fatbikes sind über vier Zoll breit und drehen auf, wo andere versagen. Sand, Schlamm, Steine, Schnee – das Fatbike kommt überall vorwärts. In diesem Fall sogar richtig schnell. Denn es ist mit einem 500-Watt-Motor ausgestattet, fährt mehr als 40 km/h. „Ich sehe es als Roller-Ersatz für den Weg zur Arbeit. Aber natürlich auch als Spaß beim Geländefahren im Wald“, sagt Johannes Richter (32). Er hat den Prototyp entwickelt. „In den USA sind Fatbikes der große Trend. Meist kommt es mit etwas Verspätung auch bei uns an“. 

Der Belastbare: 

Fahrradmesse

Hunde lassen sich gerne mal chauffieren. Dem belastbaren Biker ist aber auch sonst keine Last zu schwer. Er transportiert alles und jeden mit seinem Rad. Die Balkonpflanze, den Grill, die Einkäufe. Das Lastenbike ist aber auch bestens für Infostände geeignet, als Flohmarkt-Stand oder die mobile Eisdiele. „Ich habe damit schon zwei Hunde und zwei Kinder transportiert oder fünf Schaufensterpuppen. Ein Kunde sogar mal ein Terrarium mit Schlangen“, sagt Andreas Triebenbacher (45) aus Berlin. Er arbeitet mit den Radfahrern in Workshops daran, das Bike in einen Einkaufswagen zu verwandeln. „Stahlarbeiten für das Gerüst, Lackieren, die Kiste mit Holz verkleiden. Wer technisch begabt ist, ist klar im Vorteil“, erklärt der Hundebeseitzer. Seine Bulldogge, 45 Kilogramm schwer, liebt Ausflüge mit ihrem Herrchen: „Ich warte nur noch darauf, dass sie stolz durch die Gegend winkt, wenn ich sie chauffiere“.