Wer Joggen zu anstrengend, Gerätetraining langweilig und Yoga esoterisch findet, muss nicht auf Sport verzichten. Wir stellen ein paar internationale Sportarten vor, die abseits der Trampelpfade der Bewegungsjunkies liegen. Doch Achtung: Nicht alle sind zur Nachahmung empfohlen!

Amateurfunkpeilen

Funken und Sport? Kommt auf den Funker an. Beim Amateurfunkpeilen geht es in die Natur. Im Wald werden dabei fünf kleine Sender versteckt, die gefunden werden müssen. Die Sender heißen Füchse und geben Lebenszeichen in Form von Morsecodes von sich. Der Suchende muss den Code entschlüsseln und entscheiden, welche Route er läuft. Wer schnell und erfolgreich Füchse jagt, gewinnt.

skurrile Sportarten

Darts

Lange stand Darts im Verdacht, ein Glücksspiel zu sein. Ist es nicht! Es ist wirklich ein Sport: Die Treffsicherheit lässt sich trainieren und ist nicht allein dem Glück überlassen. Auch wenn der Sport in erster Linie in Kneipen betrieben wird... Bei uns ist Darts weniger beliebt als in Großbritannien. Dort ist er ein Volkssport und füllt nicht nur Pubs, sondern ganze Hallen.

Elefantenpolo

Elefantenpolo klingt sehr umständlich und so sieht es auch aus. Im Grunde eignen sich indische Elefanten nicht weniger für das Polospiel als Pferde. Sie sind teamfähig, domestiziert und gelehrig, nur eben ein bisschen größer. Weit entfernt vom Pferdepolo ist die Dickhäuter-Variante nicht. Es gibt aber Unterschiede: Ein Team besteht aus drei Elefanten, drei Spielern und drei Mahouts, also Elefantenführern. Der Spieler sitzt auf dem Rücken des Elefanten und dirigiert den Mahout, der auf dem Hals sitzt. Der Mahout gibt die Befehle an seinen Elefanten weiter. Ist ein Befehl auf dem Weg vom Spieler über den Mahout zum Elefanten, gibt es gelegentlich Kommunikationsprobleme. Am Ende kommt es darauf an, wer den dickeren Kopf durchsetzt.

Fingerhakeln

Im Rest von Deutschland spielen vor allem Schuljungs Fingerhakeln, in Bayern bleibt die Vorliebe für das Kräftemessen bei Tisch ein ganzes Leben. Im Großen und Ganzen geht es darum, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen. Gespielt und trainiert wird vor allem im Wirtshaus. Mittel- oder Zeigefinger werden bei den Profis durch einen genormten Lederriemen verbunden. Nach dem Startschuss geht es vor allem um Kraft und Technik.

Gummistiefelweitwurf

So etwas kann nur aus Finnland kommen. Dabei ist es nicht einmal so, dass es dort besonders viel regnet und jeder immer Gummistiefel zur Hand hat. Seit 1975 gibt es in Finnland  Meisterschaften im Gummistiefelweitwurf. Ursprünglich soll die Idee, Stiefel wegzuwerfen, von finnischen Seeleuten stammen. Wer versucht, mit seiner Regenfußbekleidung zu werfen, stellt schnell fest: So ein Stiefel ist unhandlich und wenig aerodynamisch. Es kommt also sehr auf Wurfwinkel und Kraft an. Mit der richtigen Technik kann ein Stiefel dann auch weit kommen. Der finnische Rekord liegt bei 68,03 Metern.

skurrile Sportarten

Kubb

Manchmal stehen Menschen in Parks um Holzklötze herum und benehmen sich rätselhaft. Tatsächlich handelt es sich bei ihrer Beschäftigung nicht um Schach und nicht um Kegeln, sondern um Kubb. Der skandinavische Präzisionssport wird auch Wikingerschach genannt. Beim Kubb versuchen zwei Teams mit Wurfstöcken die gegnerischen Holzklötze zu treffen. Gelingt es ihnen, diese umzuwerfen, dann dürfen sie auch den König abwerfen. Meisterschaften finden jährlich in Schweden statt.

Zwergenwerfen

Wer gerne Kleinwüchsige durch die Gegend wirft, treibt zwar Sport, er bewegt sich aber am Rande der Legalität. Organisiert wird Zwergenwerfen vor allem von Betreibern von Kneipen oder Striptease-Lokalen. Als politisch korrekt gilt dieser Weitwurf nicht. Betreibern und Wurfobjekten ist das egal. Als das Zwergenweitwurfverbotsgesetz durchgesetzt wurde, demonstrierten Kleinwüchsige dagegen. Sie fühlten sich beim Broterwerb gehindert. In Schutzkleidung auf weiche Matten geworfen zu werden, sei keine Entwürdigung. Trotzdem hat das Uno-Menschenrechtskomitee das Zwergenwerfen im Jahr 2002 als menschenverachtend verurteilt.