Die Welt rückt enger zusammen und jeder hat mehr Möglichkeiten zur Selbstentfaltung. Wir können aus vielen Angeboten frei wählen, und auch die Bedeutung von Freunden und Familie hat sich geändert. Was das für unser Lebensglück bedeutet, hat das Coca-Cola Happiness Institut in einer groß angelegten Happiness-Studie erforscht. Elf führende Experten der Glücksforschung haben daran teilgenommen. Hier sind die 10 Top-Erkenntnisse zum Umsetzen im Alltag.
  1. Sei du selbst! Wer weiß, wer er ist, was er will und was ihm wichtig ist, ist schon ganz nah dran. Orientiere dich nicht an anderen, sondern definiere selbst die großen und kleinen Ziele – und behalte sie im Auge. So bleibst du authentisch – und das macht lebensfroh! 
  2. Entscheide dich. Ich will alles – und noch viel mehr! Dann entscheide dich. Wer nach Selbstverwirklichung strebt, muss lernen, die richtige Wahl zu treffen – und dabei zu bleiben. Die Angst, etwas zu verpassen, gehört dann der Vergangenheit an.
  3. We are Framily. Wir suchen heute freier und bewusster nach Gleichgesinnten – in der Familie und im Freundeskreis. So entsteht die „Framily“ aus Friends und Family. Die gefühlte Familie ist dort, wo Liebe, Fürsorge und echtes Interesse sind.
  4. Mein Kollege, mein Freund. Den Job wollen wir nicht als Pflichterfüllung begreifen, sondern als Qualitytime. Unternehmen wählen wir nach ihren Werten aus und verbringen Zeit mit Menschen, die wir mögen. Die Arbeit wird als motivierend und sinnstiftend empfunden und ist so ein Schlüssel zu mehr Lebensfreude.
  5. Perspektive wechseln! Raus aus dem eigenen Rahmen, rein ins „Reframing“. So nennen Fachleute die Methode, Dinge in einem anderen Licht zu betrachten. Wer die Perspektive wechselt, kann gelassener und selbstbewusst zum Ziel gelangen.
  6. Fehler machen! Wer Neues wagt, darf keine Angst vor Fehlern haben. Karrieren und Lebenswege sind heute nicht mehr gradlinig, sondern von „Trial and Error“ geprägt. Nur wer sich Fehler zugesteht, kann aus ihnen lernen.
  7. Gegenüber geht vor Display! Viele von uns haben mehr Follower als Freunde und verbringen mehr Zeit mit dem Verabreden als mit dem Treffen. Wenn wir Freunde sehen, ist der Blick aufs Handy ein No-go. Konzentration und Achtsamkeit machen glücklich.
  8. Raus aus dem Freizeit-Stress! Freizeit bedeutet „freie Zeit“. Klingt banal, ist es aber nicht. Freizeitgestaltung wird oft mit Selbstoptimierung verwechselt. Aus dem Joggen wird ein Training für einen Marathon. Experten empfehlen: Finden Sie eine Balance zwischen Aktivität und Regeneration. Planen Sie Zeit ein für pures Nichtstun. 
  9. Einfach mal zufrieden sein. Obwohl es uns immer besser geht, werden wir unzufriedener. Mit der Vielfalt der Möglichkeiten steigen die Ansprüche, das führt uns geradewegs ins Prinzessin-auf-der-Erbse-Syndrom. Aber: Zufriedenheit ist die Königsdisziplin der Lebensfreude.
  10. Loslassen! Diese Fähigkeit hat eine entscheidende Bedeutung für unsere Lebensfreude und ist manchmal gar nicht so einfach: Lernen wir neu, uns treiben lassen, Gelassenheit zu üben und in der Gegenwart zu leben!


Zugegeben: das ist jetzt recht kurz und knapp zusammengefasst. Wer ausführlicher nachlesen möchte, was Experten rund um Lebensfreude empfehlen, kann sich hier die Auswertung der Delphi-Studie herunterladen, die Prof. Peter Wippermann am 23. Mai 2014 auf dem ersten Coca-Cola Happiness Kongress in Berlin im Rahmen eines Fachsymposiums vorgestellt hat:
Happiness Studie Infografik

Über die Happiness-Studie 2014:

Die Happiness-Studie wurde im Oktober 2013 bis April 2014 im Auftrag des Coca-Cola Happiness Instituts vom Trendbüro durchgeführt. Gemäß der Delphi-Methode hat ein interdisziplinäres Panel von elf Experten die Megatrends (Autonomie, Optionsvielfalt, Verbundenheit) unserer Gesellschaft analysiert und ihr Potenzial für mehr Lebensfreude untersucht. Sie sind den Fragen nachgegangen: Was machen diese Trends mit unserer Lebensfreude? Steigern sie diese? Und falls ja: Welche Voraussetzungen sollten dafür erfüllt sein? Die Experten der Studie sind: Ökonom Dr. Stefan Bergheim, Kommunikationswissenschaftler Prof. Norbert Bolz, Soziologin Prof. Hilke Brockmann, Gesundheitswissenschaftler Prof. Tobias Esch, Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen, Journalist Christoph Koch, Heino von Meyer (OECD), Pädagoge Ernst Fritz-Schubert, Psychologin Prof. Jule Specht, Happiness-Forscher Prof. Ruut Veenhoven, Trendforscher Prof. Peter Wippermann (Studienleiter).