Blogs gibt es wie Sand am Meer zu jedem Thema. Um Euch eine Orientierung zu geben, stellen wir alle zwei Wochen einen unserer Lieblingsblogs vor. Heute Von guten Eltern, einen Mutter-Hebamme-Vater-Blog.

Mama-Blogs sind meist nette, launige Sammlungen von Texten über den etwas chaotischen Alltag von Großstadtmüttern. „Von guten Eltern“ ist ein wenig anders. Anja Constance Gaca ist nicht nur Mutter dreier Kinder, sie ist auch Hebamme, Stillberaterin und Schreikindberaterin. Außerdem schreibt der Familienvater mit. Ein Eltern-Blog mit vielen Perspektiven.


Mutter, Vater, Hebamme

An Ostern vor zwei Jahren fing es an. Anja, selbst Hebamme und Mutter, wollte eigentlich nur ein paar Sachen zusammenschreiben zu Themen, die sich aus ihrem beruflichen Alltag ergeben. „Natürlich erkläre ich viele Dinge rund um die Geburt immer wieder und natürlich erkläre ich sie auch weiterhin jeder Frau einzeln. Aber ich fand es gut, meinen Kundinnen sagen zu können: „Schau doch noch auf die Seite, da habe ich das schon mal zusammengefasst.“ So kam es, dass unter dem Namen „Von guten Eltern“ eine Sammlung von Artikeln entstand, wo jede Frau, die schon einmal mit den Themen „Mutter werden“ oder „Mutter sein“ zu tun hatte, reichlich zu lesen findet.

GUTER RAT für jede Lebenslage
GUTER RAT für jede Lebenslage

Das Wichtigste: die Wahrheit sagen

Dennoch besteht der Blog nicht ausschließlich aus Hebammen-Wissen. Anja schreibt auf „Von guten Eltern“ fachlich versiert und trotzdem persönlich. Geschichten aus dem Familienalltag finden sich ebenso wie Artikel über das Abstillen, Beikost oder die Familientauglichkeit eines getesteten Kleinwagens. Wer Rat sucht, findet Rat, wer einfach unterhalten werden will, findet Unterhaltung. Beides unter der Prämisse, dass Mutter und Vater des Blogs die Wahrheit sagen, also „Wie das mit dem Kinderkriegen und Kinderhaben wirklich ist.“ Nur eines findet sich so gut wie nie: der einzig richtige Weg. Ob Einschlafstillen oder Fläschchen, Hausgeburt oder Klinik, die Artikel sind subjektiv, aber kein Tipp kommt dogmatisch daher.



Die Leser: Amateure und Profis

So vielseitig wie die Themen, so unterschiedlich sind auch die Leser. Anjas Kundinnen zählen ebenso zu ihren Stammlesern wie andere „Betroffene“ in ganz Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Viele Fans lesen sich rund um das Kinderkriegen rein, also meistens zwischen Mitte Zwanzig und Ende Dreißig. Aber auch Omas sind dabei, Babysitterinnen, Väter und natürlich eine Menge Hebammen. Insgesamt kommen im Monat etwa 187.000 Nutzer und 195.000 Aufrufe zusammen, mehr als 5.000 Fans folgen dem Blog auf Facebook. Welche Themen oder Artikel besonders viel gelesen werden, überrascht die Bloggerin manchmal selbst. Neulich schrieb sie einen persönlichen Brief an ihr drittes Kind unter dem Titel „Du glückliches Drittkind“. Der Artikel wurde ein Facebook-Selbstläufer mit riesiger Reichweite. „So etwas plane ich nicht und ich schreibe auch nicht auf Erfolg hin. Ich bin froh, dass ich das auch nicht muss, Bloggen ist schließlich nicht mein Hauptberuf.“

Nebenher, aber mittendrin

LESEN und lesen lassen
LESEN und lesen lassen

Bei einem Blog mit ständiger Bewegung könnte man fast vergessen, dass „Von guten Eltern“ nur nebenher läuft; neben drei Kindern und einem Beruf. Trotzdem schafft es die Autorin, irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen und dazu auch noch ein Kochbuch über breifreie Beikost zu schreiben. Auch das Buch entstand aus Anjas Familienalltag und ihrem beruflichen Wissen. Hier passt eben alles zusammen. „Von guten Eltern“ ist nicht der Blog neben dem Job, sondern der Blog zum Job und zur Familie.

Hast du einen Lieblingsblog? 

Geborgen wachsen von Susanne Mierau. Sie ist Kleinkindpädagogin und schreibt zu klassischen Erziehungsthemen und über einen bindungsorientierten, achtsamen Umgang mit Kindern.“

Und was ist dein meist genutzter Social Media Kanal? 

„Facebook, Instagram, Twitter. In der Reihenfolge.“