Blogs gibt es wie Sand am Meer zu jedem Thema. Um Euch eine Orientierung zu geben, stellen wir alle zwei Wochen einen unserer Lieblingsblogs vor. Heute Frau Mutter, einen Mama-Blog mit Humor.


Mütter jonglieren den lieben langen Tag und einen Teil der Nacht mit Windeln, Haushalt, Job und einem Rest von Privatleben. Darüber könnten sie manchmal ein wenig verzweifeln. Nina Massek hat beschlossen, dem täglichen Wahnsinn lieber mit Humor zu begegnen. Ein Mama-Blog zum Schmunzeln und Zustimmen. 

Frau Mutter: von der Hobby-Satire zum Job

Blogoskop

Nina hatte immer Spaß an Satire und Comedy. In der Elternzeit mit ihrem zweiten Kind vor vier Jahren legte sie dann einfach los und setzte den Blog Frau Mutter auf. Der Blog war zunächst Hobby und Ausgleich zum Windeleinerlei, eine Art kreative Spielwiese und gleichzeitig ein Ort, an dem die eigenen Mama-Erlebnisse aufgeschrieben wurden. Heute ist der Blog längst mehr als ein Hobby. Die beiden Kinder gehen in Schule und Kita und auch Frau Mutter ist den Kinderschuhen entwachsen. Der Mama-Blog mit Satire-Anspruch ist Ninas Beruf geworden. Inzwischen beschäftigt sie vier Koautoren und schreibt ein Buch. Auch dort geht es um die Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs und die vielen kleinen Situationen in denen einer Familienmanagerin nur noch schräger Humor hilft. 

Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs

Warum aber ist es eigentlich lustig, wenn ein Kind verschwindet und wieder auftaucht oder wenn Mütter von ihren Arbeitsplätzen verschwinden und nicht wieder auftauchen? Eigentlich ist es das gar nicht. Es ist nur eine Frage der Perspektive. Man kann verzweifeln, überfordert sein und weinen. Man kann aber auch den witzigen Dreh suchen und darüber lachen. Im Zweifel hat die lachende Mutter mehr von ihrem Alltag. „Bei mir geht es darum, zu zeigen, was funktioniert, was nicht funktioniert und was trotzdem lustig ist,“ sagt Nina. Dabei will sie die alltägliche Überforderung nicht kleinreden, ihr aber ein bisschen den Ernst nehmen. „Stress und Überforderung können mit Humor gut bewältigt werden. Ich habe oft geschrieben, um über die anstrengenden Situationen noch mal nachzudenken. Ich wollte diese Geschichten sammeln. Die passten nicht in ein Tagebuch, jetzt habe ich sie im Blog.“

Von der Frau zur Mutter und wieder zurück

Blogoskop – Frau Mutter – Coca-Cola Journey
Zwischen Lippenstift und Schnuller: „Frau Mutter“

Auf den ersten Blick wenig lustig wirkt auch der Name, den Nina ihrem Blog gegeben hat. „Frau Mutter“, eine respektvolle Anrede vor hundert Jahren, klingt erst einmal streng. Es ist dann aber ganz anders. Erstens hat Tradition für Nina nichts Abschreckendes und zweitens geht es bei Frau Mutter um etwas ganz anderes. Es geht um das Spannungsfeld, in dem sich jede Frau befindet, die Frau war und auf einmal Mutter wurde. „Das ist der rote Faden, der sich durch mein Blog zieht. Es geht mir darum, Mutter zu sein und Frau zu bleiben. Wir sind Frauen, wir haben Berufe, wir interessieren uns für ähnliche Dinge. Aber wir sind auch Mütter. Der Blog kreist immer wieder um die Frage, wie vereint man das und was ist eigentlich eine moderne Mutter.“ Nach dem ersten Irritationsmoment kommt die Leserin dann auch darauf. Einmal auf den Blog geklickt, erscheinen Fläschchen und Schnuller auf der einen Seite, ein roter Lippenstift auf der anderen Seite. Jede Mutter, die schon einmal kritisch ihren Handtascheninhalt überprüft hat, versteht die Bildsprache sofort. Bevor die Handtasche am Kinderwagen hing, waren mehrere Lippenstifte, Geld und Hausschlüssel darin. Später Feuchttücher, Dinkelkekse, Fenchelteefläschchen, Schnuller – und zum Glück auch noch ein Lippenstift.

Hast du einen Lieblingsblog?

 „Momentan lese ich gerne Papa-Blogs. Ein sehr guter ist Familienbetrieb. Wir Mamas freuen uns sehr, dass die Papas jetzt mitbloggen. Daddylicious ist auch sehr gut und Ich bin dein Vater kann ich auch empfehlen. Und natürlich Weddinger Berg.“

Und was ist dein meist genutzter Social Media Kanal?

„Ich kommuniziere am meisten über Facebook. Das gibt die meisten Likes und fast mehr Interaktion als auf dem Blog selbst.“