Einsatz für Menschen in Not, das ist der Beruf von Andreas Thiede. Mehr noch: es ist seine Berufung. Für die Berliner Tafel versorgt er Bedürftige mit Essen und anderen guten Gaben. Die Dankbarkeit der Menschen ist für ihn das Schönste an seinem Job. Oder wie er es selbst formuliert: „Die Herzlichkeit der Menschen, die nicht mehr haben als ihre Herzlichkeit.“

Sechs Arbeitstage die Woche, zwölf oder mehr Stunden am Tag. Klingt hart. Für Andreas allerdings kein Problem, denn er liebt seinen Job. Seit über zwei Jahren steht er im Dienst der Berliner Tafel. Heute sitzt er in der zentralen Lagerhalle der Hilfsorganisation in der Beusselstraße. Von hier aus dirigiert er die Fahrten durch die Stadt, koordiniert Abholungen und Auslieferungen, prüft den Wareneingang und -ausgang. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit, anderen zu helfen. Sein Beruf ist seine Berufung. Da machen ihm selbst die langen Arbeitszeiten nichts aus. „Ich sehe das nicht als Belastung“, meint Andreas. „Es macht mir einfach Spaß. Und ich kann den Menschen zeigen, dass man es aus eigener Kraft von ganz unten wieder nach oben schaffen kann.“ Andreas weiß, wovon er spricht. Er hat im Leben selbst schon schwere Niederlagen einstecken müssen. Aber davon hat er sich nie unterkriegen lassen: „Ich bin selbst ein Kämpfer, ein Aufsteher.“ Eine Einstellung, die er an andere weitergeben möchte.

Andreas Thiede

Seit über zwei Jahren steht Andreas Thiede im Dienst der Berliner Tafel


Die Berliner Tafel versorgt 300 soziale Einrichtungen in Berlin. Vor allem mit Essen, aber auch mit anderen Sachspenden. An sechs Tagen pro Woche machen sich die Transporter der Tafel auf den Weg durch die Hauptstadt. Ihr erstes Ziel: Die zahlreichen Händler und andere Spender, die Lebensmittel für Bedürftige bereitstellen. Dann bringen die Fahrer alles zum Lager. Dort wird die Ware gesammelt und für den weiteren Weg zu den Empfängern umgeladen. Hier sorgen die fleißigen Tafel-Helfer dafür, dass alles genau dort ankommt, wo es gebraucht wird. Früher ging Andreas selbst mit einem der Transporter auf Tour. Angefangen hat er vor über zwei Jahren als Ehrenamtlicher. Dank der Unterstützung des Bundesfreiwilligendienstes ist er inzwischen hauptberuflich bei der Berliner Tafel.

Trotzdem kann er es nicht lassen, auch persönlich rauszugehen, um zu helfen. Immer wieder schwingt er sich nach Dienstschluss selbst in einen der Transporter. Nicht selten ist er bis spät in die Nacht unterwegs. Warum er das alles auf sich nimmt? Er liebt die Begegnungen mit den Menschen, denen er hilft. Ihr Dank ist für ihn die schönste Belohnung. Was ihn bewegt? Etwa die Herzlichkeit von Obdachlosen, die für eine warme Mahlzeit dankbar sind. Oder wenn er sieht, wie viele Menschen sich für andere engagieren und bereit sind, zu geben und zu helfen. Das sind die Erlebnisse, die Andreas beflügeln. „So etwas erlebe ich jeden Tag“, erzählt Andreas. „Das spornt mich an, immer weiter zu machen.“ Mit dieser Einstellung macht er sich Tag für Tag unermüdlich ans Werk, schließlich gibt es viel zu tun. Und eines merken Andreas und seine Mitstreiter bei ihren Begegnungen mit den Menschen immer wieder: Gemeinsam können sie viel bewegen.

Unterstützung erhält die Berliner Tafel von zahlreichen Partnern und Spendern. Auch Coca‑Cola macht sich seit vielen Jahren für die Hilfsorganisation stark.

Berliner Tafel e.V

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