In Aachen dämmert es. Leines Gaworski kommt aus dem Clubhaus des Aachener Motorradclubs „Street Angels“ und schwingt sich auf seinen kultigen Chopper. Der Biker aus Leidenschaft liebt Vereinstreffen und gemeinsame Touren. Heute fährt der Mittfünfziger jedoch früher nach Hause: Morgen stehen Umbauarbeiten auf der „Hazienda Arche Noah“ an, einem riesigen Abenteuerspielplatz – für Menschen, gegen den Krebs.

Leines, der eigentlich Uwe-Edmund heißt, war es schon immer ein Anliegen, mehr als nur sein Motorrad zu bewegen. 2003 gründete er deshalb gemeinsam mit seinem Club das Projekt „Hazienda Arche Noah“, für schwerkranke Kinder und deren Angehörige. Als echter „Workaholic“ investiert er jede freie Minute in das Engagement rund um den weitläufigen selbstgebauten Abenteuerspielplatz mit Oasen-Faktor – barrierefrei versteht sich. Hier ist „Wieder-Kind-sein“ angesagt. Und Familien, die vom Krebs oder anderen schweren Krankheiten betroffen sind, bekommen ein Stück Normalität zurück. Fernab von Krankenhausluft.

Das Projekt „Hazienda Arche Noah“ überzeugte auch BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“. Die Hilfsorganisation engagiert sich seit 1978 für bedürftige Kinder und unterstützt jedes Jahr viele Projekte und Einzelschicksale. Auf dem Gelände der Hazienda finanzierte „Ein Herz für Kinder“ gemeinsam mit den „Street Angels“ einen Behindertengerechten Umbau.

Für Leines ist das Projekt eine Herzensangelegenheit – für die jungen Patienten, die zu Besuch kommen, ein Ort für Momente voller Lebensfreude. „Wenn ich sehe, was für eine unbeschwerte Zeit die Familien auf dem Gelände – samt Baumhaus und Piratenschiff – erleben, bin ich glücklich.“, so der Aachener. Und er will noch mehr erreichen: In der Weihnachtszeit entdeckt Leines einmal mehr den Santa in sich und ruft im Rahmen der Hazienda das „Traum-Mobil“ ins Leben. Wer den Gründer einmal persönlich kennenlernen möchte, besucht ihn auf der Coca-Cola Weihnachtstour am 3. Dezember in Stolberg (mehr dazu hier erfahren).