Draußen ist es kalt und grau. Gestresste Menschen stehen an der Haltestelle. Dann kommt der Bus – aber nicht irgendeiner: Justin Zongo sitzt am Steuer und winkt den Menschen zu. Nach unten gezogene Mundwinkel weichen strahlenden Gesichtern. Einsteigen! Ein herzliches „Hallo, wie geht’s?“. Und Justin greift zum Mikrofon: Beatboxen ist angesagt.

Busfahrer Justin Zongo

Fährt schön, singt schön: Die Fahrgäste von Justin Zongo finden ihren Busfahrer spitzenmäßig


Justin Zongo – Gedanke eins: ein ungewöhnlicher Name. Gedanke zwei: Wer ist das eigentlich? Die Frohnatur kommt ursprünglich von der Elfenbeinküste und lebt seit über zehn Jahren in Deutschland. Lachen und Freundlichkeit wurden dem Familienvater in die Wiege gelegt – und er liebt die Musik. Tagtäglich chauffiert der Busfahrer seine Fahrgäste durch die 60.000-Einwohner-Stadt.

Busfahrer. Eigentlich ein ganz normaler Beruf. Doch Justin will mehr. Mehr, als seinen Fahrgästen nur eine Dienstleistung erbringen. Es ist ihm eine Herzensangelegenheit, ihnen eine echte Freude zu machen. Der beliebte Rüsselsheimer singt leidenschaftlich gerne. Und irgendwann fiel ihm auf: „Gerade in der Weihnachtszeit sind die Leute oft schlecht gelaunt. Kälte, Einkäufe in überfüllten Kaufhäusern, Streit in der Schule oder einfach nur der alltägliche Wahnsinn in der Arbeit ... Was kann ich tun, um meinen Gäste eine Freude zu machen?“. Die Antwort gab er sich selbst: seine Musik teilen. Gesagt, getan. Egal, ob afrikanisches Volkslied oder Beatboxen: Hauptsache, der Rhythmus stimmt. Und das kommt an, genau wie seine Fahrgäste.

Justin hat bereits den Santa in sich entdeckt. Und der fünffache Vater schöpft große Kraft daraus, anderen etwas Gutes zu tun – besonders Jugendlichen. Kleine Gesten, ein strahlendes Lächeln oder spontane Aktionen wie lautes Singen auf einer ganz normalen Linienfahrt machen ihn zum Vorbild. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Menschen eine Freude machen. Besonders in der Weihnachtszeit. Mehr über den singenden Busfahrer auf seiner Website oder auf Facebook.


Und dann war da noch...

Julia Pars, die schon als Kleinkind gerne ihre Geschenke abgab – an Kinder, die es nicht so gut hatten wie das wohlbehütete Mädchen aus dem Londoner Brentford.

Geschenke verschenken

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