„Früher hieß es immer: Bei Magen-Infekten helfen Salzstangen und Coca-Cola in kleinen Schlucken. Neulich habe ich es mal wieder ausprobiert und hatte den Eindruck, dass es mir wirklich besser ging. Kann aber doch eigentlich nicht sein – oder?“  

Ja und nein. Natürlich ist es medizinisch nicht bewiesen, dass Coca-Cola bei Magen-Darm-Infekten hilft. Trotzdem kann es sein, dass es dir subjektiv besser geht, wenn du etwas Coca-Cola zu dir nimmst. Dafür kann es ganz unterschiedliche Gründe geben – so vielfältig wie auch die Ursachen für deine Unpässlichkeit sind. 

Wenn’s partout nicht besser wird – dann lieber ab zum Arzt.


Sicher ist: Bei Magen-Darm-Beschwerden oder Durchfall ist es wichtig, dem Körper verlorengegangene Flüssigkeit und Mineralien wieder zuzuführen. Und wenn’s partout nicht besser wird – dann lieber ab zum Arzt.

Manchmal kennen wir den Grund für das Übel

Viren, Bakterien, Alkohol, Reiseübelkeit: Es gibt unglaublich viele Ursachen für einen flauen Magen. Manchmal kennen wir den Grund. Wenn zum Beispiel die Meeresfrüchtepizza schon ein wenig säuerlich geschmeckt hat oder am Abend zuvor schlicht zwei, drei Gläser zu viel vor uns standen und der Kopf sich ungut dreht. Oder wenn in kurzen Abständen schon mehrere Freunde oder Kollegen mit Brechdurchfall im Bett lagen. Mal meldet sich der Magen, mal der Darm, mal der Kopf: In jedem Fall ist das alles sehr unangenehm. Wir verlieren Energie, Flüssigkeit, fühlen uns schlapp und wollen eigentlich gar nichts von Essen und Trinken wissen.

Kaum jemand kann tagelang Kamillentee zu sich nehmen. Coca-Cola schmeckt einfach weniger nach Kranksein.

Was Ärzte, Mütter und sonstige Autoritäten in solchen Fällen immer raten ist: viel trinken. Zum einen verlieren wir bei Magen-Darm-Geschichten fast immer viel Flüssigkeit. Manchmal werden sogar schon die Augen etwas trocken und die Haut fühlt sich komisch an. Dann muss einfach der Flüssigkeitsspeicher wieder aufgefüllt werden.

Ein Coke kann gut tun. Auch psychologisch

Zum anderen hilft die Flüssigkeit dabei, Bakterien und Viren aus dem Körper zu spülen. Trinken hilft also in jedem Fall. Nun kann kaum jemand tagelang ungesüßten Kamillentee zu sich nehmen. Irgendwann ist jeder froh über eine kleine Abwechslung im Glas. Da kann eine Coke zwischendurch tatsächlich sehr gut tun. Auch psychologisch. Denn Coca-Cola schmeckt einfach weniger nach Kranksein als Kamillentee.

Energieschub zwischendurch

Ein anderer Grund, aus dem wir uns manchmal besser fühlen wenn die Krankheit auf dem Rückzug ist und wir etwas Coca-Cola zu uns nehmen: Das Getränk enthält einfach mehr Energie als ungesüßter Tee. Mit etwas Zucker und Koffein kommen wir leichter wieder auf die Beine. Und wenn der Auslöser der Übelkeit nicht ein Virus, sondern der Alkohol war, gilt das gleich doppelt. Da hilft eine Coke tatsächlich dabei, den Kopf zu ordnen, wieder klarer zu sehen und den Tag in Angriff zu nehmen.

Magenmittel auf Reisen

Manchmal ist die Übelkeit noch gar nicht richtig da, aber wir haben schon so eine ungute Ahnung. Das passiert vor allem, wenn wir uns unsicher sind, ob wir gerade etwas Fragwürdiges gegessen haben. Das Gefühl beschleicht uns gerne mal auf Reisen, sagen wir nach einem Becher mit Obststückchen an einem Streetfood-Stand. Ob nun die Ahnung oder das Obst der Auslöser für das komische Gefühl im Magen ist, spielt oft überhaupt keine Rolle, denn es ist da. Viele Reisende schwören in der Situation auf eine Dose Coca-Cola, sozusagen als Prophylaxe. Und sie sagen, dass es ihnen hilft.

Der Geschmack von Sicherheit

Vermutlich spielt auch hier die Psyche eine große Rolle: Egal wie experimentierfreudig der Reisende ist, bei einer Coke kann er sich sicher sein, dass sie überall auf der Welt nach der gleichen Rezeptur und in gleichbleibender Qualität hergestellt wird. Coca-Cola schmeckt irgendwie vertraut und gibt Sicherheit. Gegen Magengrummeln ist Sicherheit oft ein wirksames Mittel.

Alles klar? Wenn nicht, einfach fragen. Einmal im Monat beantworten wir an dieser Stelle Anfragen unserer Leser.

Claudia Wurm – Consumer Interaction Center
CLAUDIA WURM leitet das Consumer Interaction Center von Coca-Cola. Sie hat auf fast jede Frage eine Antwort.