• Bei Coca-Cola im fränkischen Knetzgau prüfen Fische die Qualität geklärter Abwässer – als „Bio-Indikatoren“.
  • Wasserschutz ist ein zentrales Thema der Coca-Cola Nachhaltigkeitsstrategie.
  • 2007 wurde das Ziel ausgegeben, bis 2020 wasserneutral zu produzieren - doch schon 2015 wurde dieses Ziel erreicht.

ER IST EIN FRIEDLICHES UND GESELLIGES TIER. Vollkommen entspannt zieht der Koi seine Kreise. Immer wieder schaut er bei einem der Goldfische vorbei, mit denen er das Aquarium teilt. Wenn es aber drei Mal am Deckel klopft, der das Wasserbecken bedeckt, ist es vorbei mit der Ruhe. „Das Klopfen ist das Zeichen für die Fütterung“, sagt Berthold Goetz, stellvertretender Betriebsleiter am Coca-Cola Produktionsstandort in Unterfranken, „dabei geht es ziemlich wild zu, da kann man schon mal nass werden.“ 

Insgesamt zwanzig Fische, zehn Kois und zehn Goldfische, leben in einem Aquarium der Kläranlage des Betriebs. Was tun die Fische dort? 

Aquarium Kläranlage Knetgzau – Coca-Cola Journey
ARBEITSPLATZ Aquarium: Altgediente Coke-Mitarbeiter in Knetzgau
„Alle Coca-Cola Produktionsstandorte, die geklärtes Abwasser in einen Fluss leiten wollen, müssen mit Fischen als so genannten Bio-Indikatoren nachweisen, dass das Wasser ausgereinigt ist“, so Goetz, der auch für die Qualitätssicherung verantwortlich ist. In Deutschland ist Knetzgau der einzige Betrieb des Unternehmens mit eigener Kläranlage. Weltweit gibt es sieben solcher Betriebe, die das gereinigte Wasser direkt in Flüsse einleiten dürfen. Doch was sind Abwässer, die bei der Produktion von Coca-Cola anfallen? „Flaschen werden gespült, Leitungen und Maschinen gereinigt. Wir produzieren so wenig Abwasser wie möglich, aber jeder Liter zählt. Welche und wie viele Fische im aufbereiteten Wasser schwimmen, wird von Coca-Cola festgelegt – „das sind in Europa andere Arten als zum Beispiel in Asien.“

1997 ging die Kläranlage in Betrieb, seither läuft ein Teil des Abwassers durch das Becken. „Das Aquarium fasst etwa 5.000 Liter. Die werden im Laufe eines Tages komplett ausgetauscht“, sagt Goetz. Den Fischen geht es hier schon seit fast zwanzig Jahren gut. Nur ein einziger Verlust war bislang zu beklagen. Altersschwäche.

Wasserschutz. Weltweit.

Kläranlage in Knetzgau – Coca-Cola Journey
KLÄRANLAGE in Knetzgau: Wasserneutrale Produktion 
Coca-Cola Deutschland setzt sich bundesweit für den Wasserschutz ein – das zeigte schon ein Besuch in der Produktion am Standort Hildesheim. Zentral für das Engagement ist ein umfassendes Wassersparprogramm: So wurde der Wasserverbrauch pro Liter Getränk zwischen 2004 und 2012 um 17 Prozent reduziert. Aber auch lokale Projekte, etwa die Renaturierung der Alten Elbe Klieken, gehören zum Engagement für die wichtigste Ressource des Unternehmens. International hat sich The Coca-Cola Company 2007 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 wasserneutral zu produzieren. 2015 wurde dieses Ziel - fünf Jahre früher als geplant - erreicht. Für jeden Tropfen Wasser, den Coca-Cola für die Produktion von Getränken verbraucht, führt das Unternehmen inzwischen einen der Natur zurück. Möglich wird dies durch Wasserschutzmaßnahmen weltweit, die hohe Qualität der Abwasserbehandlung sowie eine effizientere Wassernutzung. Weltweit hat Coca-Cola zudem Projekte zum Wasserschutz und einem verbesserten Trinkwasserzugang in Entwicklungsländern aufgesetzt. Von Coca-Cola Süßwasserprojekten haben schon über 1,8 Millionen Menschen profitiert.

 

Coca-Cola Deutschland wurde von der Verbraucherinitiative e.V. für soziales und ökologisches Engagement als "Nachhaltiger Hersteller 2015" in Gold ausgezeichnet.

Mehr zu den Einzelheiten der Erhebung hier.

Mit welchen Mitteln nicht nur der Kampf um Wasser geführt wird, sondern auch der Kampf um die Meinungen darüber, beleuchtet diese Reportage in der Tageszeitung „Die Welt“