Handeln statt streiten: Frauennetzwerk will junge Führungskräfte stärken

Von:  Journey Redaktion 21.04.2013

Sollte es eine Frauenquote in den Chefetagen deutscher Großunternehmen geben? Diese Frage beantworten sowohl Politiker als auch Frauen in Führungspositionen ganz unterschiedlich. Über die Quote wird diskutiert und gestritten. In den Unternehmen selbst gibt es aber längst ganz konkrete Ansätze, um die Position der Frauen zu stärken – unbürokratisch und lebensnah. Das Frauennetzwerk Foodservice bringt zum Beispiel Frauen aus der Ernährungsmittelbranche zusammen, um ein Netzwerk zu bilden: „Viele junge Frauen unterschätzen die Wichtigkeit eines Netzwerks“, meint Annette Mützel, Vorstandsvorsitzende vom Frauennetzwerk Foodservice. „Junge Frauen können davon profitieren, in einem Netzwerk zu arbeiten und sich auszutauschen. Leute kennenzulernen, zu binden, Kontakte zu knüpfen... darin sind die Männer besser“.

Externe Mentorin soll auf dem Weg nach oben helfen

Das Netzwerk der Gastronomie-Branche will Frauen in Führungspositionen gezielt stärken und fördern. Denn die Branche stellt für Frauen zwar ein interessantes Berufsfeld dar, doch sind sie nach wie vor auf den Chefetagen deutlich unterrepräsentiert. Ein Kernprojekt ist das Cross-Mentoring-Programm, das im Oktober 2012 in die zweite Runde gegangen ist. In dem Programm werden junge Führungskräfte auf dem Weg ins Spitzenmanagement von einer erfahrenden Mentorin unterstützt. Sie gibt Tipps für die Karriereplanung und zeigt Perspektiven in der Branche auf. Das Besondere ist, dass die Mentorin in einer ganz anderen Firma arbeitet als die Kollegin, die sie betreut: „Ich bin nicht politisch involviert in das Firmengeschehen, ich bin extern. Also kann ich die Gespräche sehr neutral führen“, erklärt die 62-jährige Annette Mützel. Sie ist seit über 30 Jahren im Topmanagement der Gastronomie-Branche tätig. Von ihrem Erfahrungsschatz profitiert Christin Niemtschke. Die 31-Jährige ist Verkaufskoordinatorin bei Coca-Cola und tauscht sich regelmäßig mit ihrer Mentorin aus: „Feedback zu bekommen von jemandem, der nicht in der selben Firma arbeitet zu konkreten beruflichen, aber auch persönlichen Fragestellungen, finde ich sehr hilfreich.“

Zuhören und Mut machen

Welchen Weg will ich einschlagen? Welche Chancen gibt es in dem Bereich? Wie kann ich mich am Markt positionieren? Fragen, die sich junge Spitzenkräfte am Anfang ihrer Karriere stellen. Annette Mützel sieht sich als Zuhörerin und will ihrer jungen Kollegin „Mut machen, sich etwas zuzutrauen, ihr den Rücken stärken und sie in ihrer Entscheidungsfindung bekräftigen.“ 15 Monate lang läuft das Cross-Mentoring-Programm. Christin Niemtschke hat bislang nur gute Erfahrungen gemacht und ermutigt junge Frauen, sich ebenfalls einem Netzwerk anzuschließen. Informationen zum Frauennetzwerk Foodservice gibt es unter: http://www.frauennetzwerk-foodservice.de.


Das 'Frauennetzwerk Foodservice – powered by Coca-Cola Deutschland' ist ein Netzwerk für Managerinnen und Unternehmerinnen aus der Foodservice-Branche. Das Netzwerk wurde 2008 als Initiative der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) gegründet. 
Die Idee des Netzwerks wurzelt im Wesentlichen in der Tatsache, dass die Foodservice Branche für Frauen durchaus ein interessantes Berufsfeld darstellt, Frauen in Führungspositionen dort jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind. Ziel ist es, durch einen intensiven fachlichen Austausch und gezielte Förderprogramme und Angebote dazu beizutragen, dass mehr Frauen den Sprung in das Management schaffen.

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