Die Deutschen sind im Stress – im Terminkalender ist neben Job, Familie und Freizeitaktivitäten für gutes Essen ohne Zeitdruck wenig Platz. Dabei macht zusammen essen mit Menschen, die man mag, nicht nur satt, sondern vor allem Freude. Coca-Cola zeigt mit der Aktion mmmh & aaahh – Zusammen schmeckt's besser, wie wichtig gemeinsame Mahlzeiten für Körper und Seele sind und schaut dafür in die Kochtöpfe der Welt. Zuerst lässt uns ein italienischer Meister schnuppern.

Geahnt hat man es schon lange, dennoch schaffte es die Nachricht Anfang dieses Jahres auf die ersten Seiten der großen Zeitungen: Mediterranes Essen wie das aus der italienischen Küche mindert wegen seines hohen Gehalts an pflanzlichem Fett das Risiko für Herzkreislauf-Krankheiten, zeigt eine im Fachmagazin New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie.

Zutaten: Viel Zeit und nette Menschen

Doch es lohnt sich, noch aus anderen Gründen genauer auf die italienischen Essgewohnheiten zu schauen. Luciano Pane führt mit seinen Brüdern das Restaurant Papà Pane (Link to www.papàpane.com) in Berlin-Mitte. Sein Geheimnis: Gutes Essen besteht aus frischen Zutaten, viel Zeit und vielen Leuten: „In meiner Heimat kommen zum Essen gern spontan noch die Oma und der Onkel und die Cousine, und die bringt noch ihren Freund mit usw. So ein Abendessen in großer Runde dauert dann bis zu zwei Stunden.“

Todsünde Cappuccino zum Abendessen

Ein komplettes Abendessen in Italien besteht aus ungefähr vier Gängen und kann zum Beispiel Vorspeise, Pasta, Hauptgang mit Fisch oder Fleisch und Dessert bzw. dolce beinhalten. Danach gibt es Espresso – auf keinen Fall einen Cappuccino oder Ähnliches, was nicht nur nur mit der Mentalität zu tun hat, sagt Luciano Pane: „Dazu gibt es eine Geschichte aus meinem Lokal: Ein Gast bestellte in der Muschelsaison wunderbare Muscheln – und caffelatte dazu. Da musste ich ihm sagen: 'Das mache ich nicht. Danach geht es Ihnen womöglich schlecht und Sie denken, das lag an den Muscheln!" 

Die italienische „Mamma“ ist in Gefahr

Kein „schwerer“ Kaffee mit Milch nach einem Menü – eines von vielen kleinen aber wesentlichen Details der italienischen Esskultur, die man in Italien nicht an die große Glocke hängt, sondern im Gefühl hat. Allerdings sind auch in Italien Traditionen gefährdet und die berühmte Mamma steht nicht mehr so häufig am Herd wie früher, um für die ganze Familie zu kochen. “Es ist wie in Deutschland: Fast-Food-Ketten sind im Vormarsch, der Zeitdruck im Alltag wächst.“

Gemeinsam essen heißt gemeinsam das Leben genießen

Dennoch, berichtet der Wahl-Berliner Pane, gibt es in Italien noch diese besondere Beziehung zum Essen in großer Runde, besonders im Süden des Landes. Zumindest am Wochenende werde in der Familie gegessen; die Vorbereitungen begännen gern schon einen Tag vorher, damit alles fertig wird. „Es ist immer ein Fest. Denn die Einstellung vor allem der Süditaliener ist: Heute lebe ich, heute genieße ich! Wer weiß, was morgen ist.“

Essen – eine Sache des Respekts

Luciano Pane fasst es so zusammen: „Italiener haben Respekt vor einem üppigen Mal – weil sie nicht wissen, ob sie es sich morgen noch leisten können.“ Zum Nachkochen empfiehlt uns der Koch seine Bandnudeln mit Parmesan, grünem Spargel und gehobeltem Trüffel – etwas Einfaches, aber Besonderes:

Rezepttipp: Bandnudeln mit Parmesan, grünem Spargel und gehobeltem Trüffel

  • Butter in einer Pfanne zerlassen (nicht braun werden lassen)
  • grünen Spargel in Stücken darin dünsten  (Vorsicht – Köpfe nicht beschädigen)
  • Parmesan, Sahne und etwas Wasser dazu, kurz aufkochen
  • Bandnudeln dazugeben (am besten natürlich hausgemacht)
  • etwas Trüffel darüber hobeln (ca. 30 Gramm für 2 Personen)