Work-Life-Balance: Mit 5 Dingen aus Kindertagen glücklich wie früher

Vor lauter Routine im Alltag verlernen wir mitunter, glücklich zu sein. Dabei brauchen wir den Ausgleichdringend. Die amerikanische Unternehmerin Leslie Bradshaw gibt 5 Tipps für mehr Spaß und Ausgeglichenheit – aus ihrer Erinnerung an Kindertage. 

Work-Life-Balance für mehr Spaß und Lebensfreude


1. Es lebe der Mittagsschlaf

Kleine Kinder, die mittags nicht schlafen, sind ab nachmittags meist unausstehlich. Nach einer Stunde Kissenkuscheln sieht die Welt vollkommen anders aus. Die Kleinen sind ausgeruht, aufnahmefähig und bester Laune. Das können wir auch! Schon ein Power-Nap von 15 Minuten lädt die Akkus wieder auf und lässt uns mit mehr Energie weiterarbeiten. Sie können tagsüber nicht schlafen? Dann holen Sie mehr aus ihrem Nachtschlaf.  Gehen Sie öfter mal eine Stunde früher ins Bett. Keine Zeit zu schlafen? Churchill hat während des Zweiten Weltkriegs jeden Tag Mittagsschlaf gehalten. Wenn er das geschafft hat, sollten wir das auch hinkriegen. 

2. Richtig Essen entspannt

Nehmen Sie Ihre Diät ernst. Dabei bedeutet Diät nicht Kalorienzählen, FDH, Low-Carb oder sonst eine Abnehm-Mode. Wir verstehen Diät im ursprünglichen Wortsinn. Das lateinische Wort „dies“ bedeutet nämlich zunächst einmal „Tag“. Gemeint ist also die Ernährung im Tagesablauf, also was und wie viel Sie wann essen. Wie der ideale Ernährungsplan aussieht, kann jeder nur selbst herausbekommen. Es gibt nämlich keine Wunder-Diät, die zu jedem passt. Ich habe am meisten Energie, wenn ich fünf kleine Portionen am Tag esse und so meinen Blutzucker stabil halte. Finden Sie Ihren eigenen Weg.

3. Spielen macht Spaß

Früher habe ich viel Sport getrieben, später, als die Arbeit wichtiger wurde, nahm der Sport ab und mein Gewicht zu. Jetzt habe ich mir meinen Körper zurückerobert. Früher habe ich meinen Körper behandelt, als sei er nur geliehen, jetzt gehe ich anders mit ihm um. Er gehört mir, und ich investiere in ihn wie in ein neues Eigentum. Heute treibe ich wieder sehr viel mehr Sport und bin mit meinem Aussehen und meinem Körpergefühl rundum zufrieden. Was mir hilft, dranzubleiben: Ich verstehe körperliche Aktivität nicht als Qual, sondern als Spiel. So macht die Bewegung viel mehr Spaß. Finden Sie heraus, welches Spiel Sie am liebsten spielen. Vielleicht finden Sie ja zum Sport Ihrer Jugend zurück!

4. Neugierde gewinnt!

Es gibt einen Spruch, der besagt, dass wir am Tag, an dem wir nicht mehr lernen, aufhören zu leben. Wecken Sie also Ihre Wissbegierde wieder auf. Ich habe damit angefangen, meine Welt wissenschaftlich zu erforschen. Ich stelle Hypothesen auf, mache Experimente und ziehe daraus meine Schlüsse. Kinder machen das im Grunde jeden Tag. Inzwischen sehe ich die Welt mit einem ganz anderen Blick. Werden Sie wieder Forscher!

5. Zurück zum Buntstift

Kinder lernen, sich auszudrücken, in dem sie malen. Später lernen sie, ihre Sprache mit farbenfrohen Metaphern zu gestalten – und wechseln vom Malen zum Sprechen oder Schreiben. Die meisten von uns kehren nie wieder zurück zu Malstift und Papier, sobald sie einmal beim Computer gelandet sind. Ich habe die alte Kindheitstechnik rausgekramt und zeichne wieder, auch bei der Arbeit. Zeichnen hilft mir, mich auszudrücken und bringt mich in meinen Denkprozessen weiter. Ich finde andere Lösungswege und werde in jeder Hinsicht immer kreativer. Außerdem macht mich das Zeichnen stolz und glücklich. Ich habe neue und vielleicht auch sehr alte Talente wiederentdeckt.
Sie sehen, es ist eigentlich nicht schwer, ein Stück vom Glück der Kindheit zurückzuholen. Wir müssen nur gelegentlich innehalten und einen Schritt zurückgehen. Es lohnt sich!
Leslie Bradshaw ist eine engagierte Unternehmerin, Sozialwissenschaftlerin und Datenjournalistin aus den USA. In nur sechs Jahren baute sie eine Firma zur Visualisierung von Daten auf, zu deren Kunden Nike, Samsung, Google, Intel und die NASA zählen. Das Inc. Magazine wählte sie zu den „Top 30 Unternehmerinnen unter 30.“