Für Malehlonoholo Moleko war es eine Woche der Premieren. Sie bestieg zum ersten Mal in ihrem Leben ein Flugzeug, verließ zum ersten Mal ihre Heimat Südafrika und reiste zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. Und das war noch lange nicht alles. Moleko, die in ihrem Land eine kleine Bäckerei zu einem erfolgreichen Restaurant und Geschäft ausgebaut hat, sprach am diesem Freitag auf der TEDxWomen Konferenz in Washington D. C. als eine außergewöhnlichen Frauen, die unter außergewöhnlichen Umständen Großartiges geleistet hatten. Malehlonoholo Moleko hat Großartiges geleistet. Sie kam aus einer kleinen schmutzigen Dorfstraße jenseits von Johannesburg und hat in vielen kleinen Etappen einen sehr weiten und erfolgreichen Weg hinter sich gebracht.

Hilfe zur Selbsthilfe

Vor zwei Jahren kämpfte Moleko noch darum, als Eigentümerin einer Bäckerei in ihrer Heimatstadt, Boipatong Vanderbjilpark, in Südafrika, über die Runden zu kommen. Dann wurde sie im Rahmen der Initiative 5by20 der The Coca-Cola Company als Teilnehmerin in einem Unternehmensworkshop angenommen. Die Initiative 5by20 hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Frauen wirtschaftlich zu stärken. „In dieser Zeit habe ich gelernt, dass harte Arbeit und Leidenschaft für den Erfolg einfach nicht reichen. Ich brauchte eine richtige Ausbildung, um ein erfolgreiches Unternehmen zu führen, und ich hatte niemanden, der mir das beibringen konnte", sagt Moleko. „Durch den Unternehmerworkshop vor zwei Jahren hat sich mein ganzes Leben verändert. Ich brauchte niemanden, der mir Geld oder Almosen gab. Was ich brauchte, war wirkliche Hilfe."

Das eigene Geschäft intelligent aufbauen

Moleko ist 38. An sechs Tagen in der Woche steht sie um 3.30 Uhr auf. Dann beginnt sie mit dem Backen und Kochen für ihre Kundschaft. Zu ihren Kunden gehören vor allem die in der Nähe beschäftigten Fabrikarbeiter. „Ich liebe es zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren“, sagt Moleko. „Kochen ist meine Leidenschaft. Ich habe immer von meinem eigenen Restaurant geträumt und ich arbeite sehr hart, um diesen Traum zu verwirklichen“, sagt die Unternehmerin und Mutter. Molekos 20-jähriger Sohn Mpho ist der Antrieb für ihre Leidenschaft. Mit ihrem Einkommen finanziert sie unter anderem auch seine Schulausbildung. „Die Zukunft von Mpho ist das Wichtigste für mich“, sagt Moleko. „Er ist stolz auf mich, und er ist dankbar, dass ich so hart arbeite und sein Weg zum Erfolg deshalb einfacher ist.“ Moleko eröffnete ihre Bäckerei im Jahr 2006. Ihr Traum war damals, dass sie in die Fußstapfen ihres Vaters treten könne. Ihr Vater war selbst auch schon Koch, die Leidenschaft, Gerichte zu kreieren, hat Moleko von ihm geerbt. Sie lieh sich Geld, um ihren Traum zu finanzieren, musste aber bald feststellen, dass sie im Grunde nichts über Unternehmensführung wusste. „Ich hatte oft nicht einmal das nötige Geld für Mehl und Backutensilien“, erzählt sie. „Mehrmals musste ich zu meinem Bruder gehen und ihn um Geld bitten.“ Weil ihr das natürlich unangenehm war, arbeitete Moleko noch härter. Oft arbeitete sie mehr als 15 Stunden am Tag. Trotzdem kam sie noch immer nicht gut über die Runden und ihre Bücher waren weit davon entfernt, ausgeglichen zu sein.

Der Workshop brachte den Durchbruch

Dann erfuhr sie von dem Coca-Cola Workshop für Unternehmerinnen in ihrer Region. Sie bewarb sich und wurde zusammen mit 40 anderen Frauen angenommen. Was nun begann, war der Anfang eines professionellen Unternehmens. Monatelang wurde sie geschult, zum Beispiel in Zeitmanagement, Finanzierungsmöglichkeiten, Umgang mit Kunden und Mitarbeiterführung. „Ich hatte keine Ahnung, was alles zur Führung eines Unternehmens notwendig war“, sagt sie. „Nach dem Workshop war mir erst bewusst, wie man Budgets richtig plant und dass ich meine persönlichen Finanzen von den Geschäftsfinanzen trennen musste."

Inspiration für andere Frauen

Moleko arbeitet hart und es macht sie glücklich, dass sie für sich selbst und ihren Sohn sorgen kann. Viele Frauen in der Gemeinde verstehen ihren etwas unkonventionellen Ansatz der Selbstversorgung nicht und fragen sie auch schon mal, warum sie sich nicht lieber von einem Mann versorgen lässt. Aber Moleko will es nicht anders. „Ich liebe die Gewissheit, dass ich mir alles selbst erarbeitet habe.“

Vielleicht ist der Weg, den Moleko für sich gewählt hat, nicht für jede junge Frau der richtige. Trotzdem hofft sie, dass sie anderen Frauen in ihrer Gemeinde zeigen kann, dass auch sie eine Wahl haben, was ihre Zukunft betrifft. Dafür geht sie nicht nur mit gutem Beispiel voran. Seit einiger Zeit bietet sie Berufsanfängerinnen in ihrem Dorf auch eine Art Mentorat an, in dem sie ihr Wissen, das sie im Coca-Cola-Workshop erworben hat, weiter gibt. „Ich will, dass junge Mädchen und Frauen in Südafrika wissen, dass sie selbständig und finanziell unabhängig sein können“, sagt Moleko.

„Ich sage ihnen, dass alles möglich ist, wenn sie entschlossen sind, hart zu arbeiten - und weise genug, Hilfe von anderen anzunehmen, die den gleichen Weg zurückgelegt haben." Moleko ist eine Frau, die die Kraft hat, anderen Mut zu machen. Vor dem Publikum der TEDxWomen-Konferenz im November letzten Jahres erzählte sie Tausenden von Menschen von ihrer Reise; und die hörten gebannt zu, sowohl live als auch per Online-Streaming. Als Moleko ihre Geschichte beendete, gab sie ihren Zuhörern noch eine inspirierende und ermutigende Botschaft mit: „Ich bin nicht allein. Ich weiß, es gibt in den Entwicklungsländern Milliarden von Frauen wie mich, die erreichen können, was ich erreicht habe. Wir haben die Leidenschaft. Wir haben die Entschlossenheit. Bringt mehr Partner und Mentoren hervor, wie ich sie kennen gelernt habe, und ihr werdet eine Welt sehen, in der sich die Kluft zwischen Armut und Überfluss jeden Tag ein wenig mehr schließt. "



Die Reise von Coca-Cola zu 5 Millionen Frauen

Die Geschichte von Moleko ist eines von vielen Beispielen für eine erfolgreiche Entwicklung im Rahmen der Initiative 5by20. Bis Ende 2012 wurden durch das Programm etwa 300.000 Frauen unterstützt. Sein Ziel ist der Abbau von Barrieren, die verhindern, dass Frauen erfolgreich als Unternehmerinnen auf dem Markt tätig sind. 5by20 stellt dafür sowohl Unternehmensschulungen, als auch direkte Finanzdienstleistungen bereit. Das Angebot wird abgerundet durch ein Netzwerk von Gleichgesinnten oder Mentoren, mit denen die Unternehmerinnen ihre Erfahrungen teilen können. Um eigene Ziele und die Ziele der Frauen zu erreichen, arbeitet 5by20 mit wichtigen Partnern zusammen, auf deren Erfahrungen und Erfolgsbeispiele aufgebaut wird. Natürlich ist das Ziel, bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Frauen zu erreichen, sehr hoch gesteckt. Aber Geschichten wie die von Moleko zeigen, dass die Initiative auf dem richtigen Weg ist. Deshalb wurde nun auch beschlossen, dass das Programm global weiter ausgedehnt wird. Coca-Cola hat angekündigt, die Initiative 5by20 von den vier Pilotländern, darunter Südafrika, auf insgesamt 12 Nationen auszuweiten. Dazu gehören auch China, Costa Rica, Ägypten, Haiti und Indien. „In der ganzen Welt sehen sich Unternehmerinnen auf ihrem Weg zum Erfolg mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert", sagt Charlotte Oades, Global Director for Women's Economic Empowerment bei der The Coca-Cola Company. „Wir glauben, dass der Zugang zu Schulungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützungsnetzwerken der beste Weg ist, Frauen dabei zu helfen, Barrieren zu überwinden, ungenutztes Potenzial freizusetzen und ihr Geschäft in einer nachhaltigen Art und Weise auszubauen.“

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